Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 19 (1886)
- Issue
- Heft 41-42 (13.10.1886)
- Article
- Das rabbinische Judenthum und die soziale Bildung
- Date
- 1886-10-13
- Page
- 641 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 90% known words query
- IRI
…/2932754-2933154-2933195-2967332--23170-2967409- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
in Haus, Gemeinde und Schule. Begründe} non SlNllsoil 9i(tp(jacl Hlisch, JMßimr d. Israefiiiftfieii IMigionsgefeßTdinft 311 #raußfnct a.$L Neue Folge. - Vierter Jahrgang. HcrauSgcgeben unter Mitwirkung des Begründers und bewährter Gcnoffcn von Isaac LirsH. Diese Wochenschrift erscheint jeden Donnerstag mindestens 2 Bogen stark. — Abonnementöpleis bei allen P ostanstalten und Buchhandlungen 2^/5 50^ für das Viertctjahr. Der Buchhandel verkehrt direkt mit der Expedition des Jeschurnn zu Hannover. — Die Expedition versendet auch direct und franko ׳.׳.׳.׳.ter Streifband den Jahrgang für 12t/6 oder 7 Gulden österr. Währ, nach Deutschland und Oesterreich; für 1-1 t/6 oder 18 Fr. nach den Ländern des Weltpostvereins. Anzeigen werden mit 2b f. d. :Igespalteire Petitzeile oder deren Nauru berechnet. — Expedition: Hannover, Artilleriestr. 22. Diese Nummer erscheint des Festes wegen in drei Vogen. Die nächste Nummer erscheint als Nr. -12 und •13 ebenfalls in 3 Bogen am 28. Oktober Jtthnkts-Verzeichnis) von Nr. 4L n. 42. Das rabbinischc Judenthum und die soziale Bildung. — Jüdische Briefe aus und über Nnßland (IV). — Giftsaat. TYDK פרקי (Fortsetzung.) — Bon der Dclbstcrlenntuiß zur Buße nno Vergebung (Schluß). — Ist das Schächten im Wege der Bundcsgesctzgebuug zu untersagend — Ans dem Geheimarchiv der Reform. — Korrespondenzen und Nachrichten: Berlin (4-), Hambürg, Wien (2), Pest, Stanislaw, Ans Galizien, Paris, Bukarest(^, Kiew, Odessa, Neval, Nostow, AnS Bcssarabien, Ncwpor! (2), Nichmoud. Neuseeland, Melbourne, Asien. — Inserate. DÄ UhhlmHe fKkräpii nub die Mle Kldltng. 1. Der Kampf, welcher gegen daö rabbinischc Indenthum von seinen eigenen Söhnen in diesem Jahrhundert geführt, ward unter der Parole eröffnet, daß das Judenthum, wie cs durch die Flucht der Zeiten in seiner Reinheit von dem beispiellosen, opserbereilen Heldenmuthe unserer Ahnen treu bewahrt uns überliefert worden ist, mit der sozialen Bildung der Gegenwart unvereinbar sei. Es gelte deshalb, eine Reform des Judenthums vorzunehmen, wolle man in das bürgerliche, und staatliche Leben mit dem Anspruchs! voller Gleichberechtigung cintreten. An den allen Judenthnm fcsthalten, heiße Verzicht leisten auf Bildung, Euianzipation und Prosperität. Den! alten Judenthum lebten aber noch treue Söhne, welche, von der ernsten Ueberzeugnng durchdrungen, daß wahre Bildung und ächte Wissenschaft nicht nur keinen Gegensatz zu dem jüdischen Heiligthum bilden, sondern vielmehr von dem Judenthum selbst erzeugt, und gefördert werden, gegen diese Unwahrheit, von edler Begeisterung erfüllt, in die Schranken traten. Von diesen treuen Söhnen des Judenthums auf deutscher Erde ist seitdem daö alte glorreiche Banner entrollt worden, unter welchem tapfere, hochsinnige Männer die kleine Schaar der Treuen von Sieg zu Sieg gesührt. Unter ihrer Führung sind in Deutsch-!and dem alten Judenthum neue herrliche Burgen erstanden, welche weit in die Lande hiucinragen. Eine solche Hochburg ist das Gemeinwesen, welches zu Frankfurt am Main als ״Israelitische NcligionSgcscllschast" vor sünfnnddrcißig Jahren gegründet und sich seitdem zu einer der hervorragendsten Gemeinden in Israel entwickelt hat. Die großartigste Schöpfung, welche in dieser Mustcrgemcinde zur hohen Blüthe gelaugt ist, sind aber die Unterrichtsanstalten, welche auf dem Boden der Devise: תורה עם דרך ארץ errichtet sind und geleitet werden. * Als diese Unterrichtsanstalten im Frühjahr 1853