Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 19 (1886)
- Issue
- Heft 38 (23.9.1886)
- Article
- Erkannte Irrungen
- Date
- 1886-09-23
- Page
- 607 (sequence 3)
- Language
- German
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607 ..Wir müssen miS im privaten sozialen Verkehr sehr reservirt verhalten und überall fern bleiben, wo wir nicht überzeugt sind, daß man imS mit ansrichtigen, ungeheuchelten Sympathien begrüßen werde. — Wer mich aussncht, den empfange ich mit offenen Armen; sowie ich aber bemerke, daß es einer von denen ist, welche meinen, sie geben mehr als sie empfangen, dem beweise ich das Gegcnthei! dadurch, daß ich ihm meine Thüre weise.״ O Es ist eine goldene Wahrheit, daß der Mensch die Vergänglichkeit als das kostbarste Geschenk der Vorsehung aus dem Paradiese mitnahm. — So erreichte denn auch die Haftzeit Rafaels ein Ende. Es war im Spätherbst und die Zeit ließ sich sehr rauh an. Kalt und windig warS draußen, von den grauen Wolken fiel ein dichter Regen herab, welchen der brausende Luftzug knisternd an das Fenster trieb. Vor diesem Fenster, — ich meine nämlich dasjenige der Wohnung Moses'— stand dieser mit einer. Uneingeweihten sehr sonderbar scheinenden Verrichtung beschäftigt. Er zupfte von einem vor ihm liegenden Stück schneeweißer Baumwolle ein Stückchen ab und rollte dieses so lange zwischen den flachen Händen hin und her, bis cm kleiner dünner Docht daraus wurde. Was sollte eS mit dem Dochte? Hatte er die Bestimmung, als Charpie.in eine Wunde gelegt zu werden? Bei einem Mediziner ist eine derartige Vernmthnng ein sehr derzcihlichcr Jrrthum, aber eS ist eben ein Irrthum. In Wirklichkeit war dieser Docht zu nichts Anderem destimmt, als in die ans dem Fenster schon in Bereitschaft stehende .,Menora" gelegt und heute Abend als erstes Chanuckalicht angezündet zu werden. Aus diesen g-cheimnißvollen Andeutungen wird eS der geschätzte Leser wahrscheinlich schon herausgebracht haben, daß wir uns am Vorabend der Channckatage befinden. Plötzlich öffnete sich die Thüre und der von seiner Arbeit sich umwcndende MoscS sah durch dieselbe Rafael eiutrcten. Er eilte ihm mit offenen Anncn entgegen. ״Du behältst doch Recht," sagte Rafael ernst, ..der von Dir vermuthcte Fall ist cingetreten. Ich bin ernüchtert — ich bin der Eure!" Die Freunde umarmten sich fest und innig.... Denselben Abend war große Gesellschaft bei Bankier Frankl, wo Rafael in den Kreis der neuen Gesinnung-- und Strcbegcuossen erngcführt wurde. Inserate werden die Sspaltige Petitzeile oder deren Raum mit 25 Psg. berechnet. Für den Inhalt derselben übernimmt die Redaktion keinerlei Verantwortung. Jnsertions- und Abonnements-Annahme für Frankfurt a. M. auch bei Herrn I. Kauffmann daselbst, ohne Preiserhöhung Nr. des praktischen Wochenblattes für alle Hausfrauen ״Fürs Haus", Dresden X. (vierteljährlich nur 1 Mk.) enthält: Kleinkinder-Ausstattung. 1. Auf der Heide. (Jllustrirt nach einer Original- Zeichnung von W. Claudius.) Ist Soda der Wäsche schädlich? Wie ich mit meinem Wirthschaftögelde anSkonime. Briefe über Ornamentik. (I). Nervenleiden. (XII.) Logirbesnch zum 'Künstlerfest. (Schluß.) Kind und Schußengel. Taschengeld der Kleinen. Trotzköpse. Wie ich mein Pianino behandle. Der Hartbovist. Nissigwerdcn der Birnen. Alte Hühner von jungen zn unterscheiden. Hühner zu mästen. Hondan. Hühner. Tapeten auf leichte Weise zu reinigen. Holzhäuser. Herrenzimmer. Zug- Vorhänge. Mein Winterfenster. Herbst, stränge. AuSbrcnuen der Oefen. Amerika, nische Füll-Negulir- oder Wnrmbach'sche Oefen. Tragbare Carbonöfen. Gurken und Weine. Schrecklicher Geruch im Keller. Stiesellack. Schimmeln der Essiggurken zu verhüten. Aepfeln einen angenehmen Geruch zu verleiben. Das Welken des Obstes zu verhüten. Küchenzettel vom Laude, re. : EoetaMffl-Mfiir{ s. M. ן I Sanatorium für! ifrael. Nervenleidende u. i Wasserheilanstalt. GlektroLHercrpie.! Gesunde Lage, am Fuße des Taunus, nahe! eines hübschen Waldes. — Arzt im Hause, i — Bei komfortabler Einrichtung mäßige! Pensionspreise. — Näheres enthalten die > Prospelte. Br. med. Bosenbaum Frankfurt a. M.; unser Samstags streng geschlossenes! ü Bank- und Wechsclgeschäst! suchen wir einen mit guten Vorkenntnissen j ״״Menen APMg :;um baldigen Eintritt. Bewerber wollen! ihre Zeugnisse cinsenderr. , Marburg in Hessen. Menke Eichelberg k Sohn. En gros et en dötail* לולבים k אתרוגים welche direkt aus (Sortiert, Bordighera, (Sorfii, Jerusalem ,c. bezogen, sowie auch 100—50 ,הדפים שלש על שלש Ctm. lang, rnipfiehlt in bester O-nalität bei reell, ster Bedienung zu billigsten Preisen AJ• Hofmann, hcbr. Buchhdl. Frankfurt a. M., Allcrheiligenstr. 87. DM. BNAWM echte und wirklich schöne Waare, 50 bis 60 cm lang empfiehlt gegen Nachnahme: 3 St. IM, 12 St. 3M, 100 St. 25M Echte Palmen, 2 St. 1 bis VfzM M. Rath, Gärtner, Trier. לראש השנת Gratulations-Karten, als: Post. Karten, Blumen-Karsen, Briefbogen rc. in schönster Aurführung empfiehlt A. J. Hofmann. Hebe. Buchhandlung, Frankfurt a. M.