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Jeschurun · 1886-09-09 · Heft 36 (9.9.1886) · p. 563

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
19 (1886)
Issue
Heft 36 (9.9.1886)
Article
Der Gottesruf
Date
1886-09-09
Page
563 (sequence 3)
Language
German
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563 ־matjnt, so mahnt er zur ganzen Rückkehr zn Gott und ' zum Gehorsam gegen sein Gebot. Mit ' ׳n paar : Augenblicken andächtiger Rührung ist es mrir gcthan.! Gott verlangt von euch die Heiligung eure׳ ganzen : Lebens in allen seinen Momenten. Schließt eure Ge^ Ichäfte und Bürcaux am Sabbath, verricht?! keinerlei Werk am Sabbaih. beobachtet GottcS Gcsitz in Speise und Trank, in der Ehe und im bürgerlichen Leben. Rur dann kehrt ihr zn Gott zurück, nur dann scid ihr vom Geiste der ächten Begeisterung für da-? Judenthum durchdrungen. Sonst aber seid ihr Abtrünnige und Verächter des Indenrhms! So spricht Keiner zu dem bethörtcn Volke, und so tönt alljährlich der Schosar im Cllnl und Tischri — und cs dämmert in dem Gcmüthe des Volkes kaum eine Ahnung auf, daß eS die bessernde Hand au sich zn legen habe, weil die falschen Lehrer ihm die ungeheuerlichc Lüge predigen: Gottes Gesetz sei von der menschlichen Thorhcit zu reformiren. Aber Gott sei Preis und Dank! קוד בה עשירית, es giebt selbst in dem gebildeten Europa überall noch Kreise, welche der Lüge nicht das Ohr öffnen. Ihnen kommt alljährlich der Schosar als der Nus ihres Vaters und Königs, und sic folgen diesen! Ruse. Möge er hier Läuterung und Erhebung bewirken, לעורר לב העם ולהחדיר לבור,ב שיעוררו לבותם לתשובה. .פרקי אבות. kleb ersetzt und erläutert tum Sr.mson Nüphael H1 rs ch. (Nachdruck 1u'rl'0n־r.) (Fortsetzung.) *)4. Rabbi Schimon sagt: Drei, welche an einem Tisch gegessen haben und haben kein Wort der הורה gesprochen, sind, als hätten sie von Mahlopfcrn der Todten gegessen, denn es ist - gesagt, alle Tische sind voll mcuschenunwürdigen AuSwurfS ohne Raum; aber drei, die an ciucm Tisch gegessen haben und haben an ihm Worte der הורה gesprochen, sind, als hätten sic vom Tische GottcS gespeist, denn cs ist gesagt, dies ist der Tisch, der vor Gottes Angesicht. Sanhedrin 3, a wird eine so verbreitete Gesetzes künde in unscrm Volke vorausgesetzt, daß je drei defähigt erkannt werden, als ein Richtcrkollegium in Sachen des Mein und Dein zu sungircu, weil אי אפשר דליה בהו חד דגמיר, weil unter ihnen gewiß einer ist, 1° רבי שסעור אוסר שדעה שאכלו עי1 r׳pL אוזר ודא אסרו עדיו דכדי- הורה כאמ אבלו ס׳בהי מתים שנאסר כי ב^שדהנות מלאי■ קיא צאה בלי מקוני• אבר שרשה שאבי' עד שי הד אהר ואסרו יעדיו רביי הורה כאדו אכ^ו משנהגו <S2 סקיכ• שנאסל וירכי אדי זה השלהן אשר רסני ד'• der gelernt hat, was Rechtens ist. Wenn daher drei zusammen an einem Tische essen, so ist voraussichtlich mindestens einer von ihnen nicht ganz ohne Kenntniß der göttlichen Lehre und wenn gleichwohl kein geistiges, der הורה entstammendes Wort ihr Mahl gewürzt, so war ihr Mahl kein menschenwürdiges, dem sittlich Geistigen angehöriges, so erscheint ihr Essen als genicßcnde Sinnlichkeit, in welcher das Reinmcnschlichc nicht lebendig geworden. זבחי מתים sind Ovfermählcr, welche der heidnischen Götzen vergötterter Unfreiheit geweiht waren, als welche in der zitirten Stelle (ן$ןי. HK», 28) namentlich die dem Peor. dem Gotte der cntartcstcn Schamlosigkeit, geweihten Opfcrmähler bezeichnet werden. זה השולהן אשר לבני ד׳ bezieht sich (Iechesk. 4l, 22) auf den zuvor genannten und geschilderten שזבה, und daran wird Verachoth 33,;1 die Lehre geknüpft, so lange der Tempel stand, bewirkte der Altar für Israel Sühne, jetzt bewirkt der Tisch des Menschen Sühne. In der Thal darf man wohl sagen, Las erste den Menschen kennzeichnende und sittigeudc Merkmal ist der Tisch des gemeinschaftlichen Mahles. Das Thier kennt bei seinem Genüsse nur sich und sicht in dem mitgenicßenden Genossen nur einen Rivalen. Dem Menschen schmeckt das Essen nicht, wenn er cs ntlcitt genießen soll, gemeinschaftliches Mahl ist ihm Bedürfnis; und mahnt ihn sofort, daß selbst mit der sinnlichen Seite seines leiblichen Wesens er nicht für sich allein geschaffen ist, eine Mahnung, die noch eine höhere Bedeutnng und 'Weihe durch das gemeinschaftliche Tischgebet,;ברבה הזמו, erhält, auf welches unsere Weisen einen so nachdrücklichen Werth gelegt. Wenn nun, wie dies in der Stelle in Berachoth vorausgesetzt wird, diese Brüderlichkeit sich auch darin bcthätigt, daß der Tisch nicht nur für den Hausherrn und die Seinen gedeckt wird, sondern er auch darauf bedacht ist, Dürftigen von seinem Mahle Sättigung zu gewähren, wenn dazu, wie unsere Mischna voraussetzt, dem leiblichen Genüsse auch geistige Nahrung ans dem Goltcswortsich zngcsellt, dann darf wohl in Wahrheit von einem solchen durch Pflege menschlicher Tugenden und göttlicher Lehren geweihten Tische der Ausspruch gelten: "זה השולה[ אשר לפני ר, und die dort Speisenden gleichsam von Gottes Tisch genossen haben, da sie von der leiblichen, sitltichcn und geistigen Nahrung gekostet haben, welche Gott den Ihm dienenden Menschen bestimmt hat, so wie cs von den Priestern, welche durch den Altar geweihte Opfert heile zum Genuß erhielten, heißt, daß משולחן גבוה קזבו. *)5. R. Ehanina. Sohn Ehachinai's, sagt: Wer Nachts wach ist, und wer allein auf dem ׳־> רבי חנינא בן הכינאי אוסר הנעור ברירה והסהרך בררךיהיר־י וספגה דיבו (5בברה הרי זה מההיב כנפשו־

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