Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 19 (1886)
- Issue
- Heft 27 (8.7.1886)
- Article
- Die freie Vereinigung für die Interessen des orthodoxen Judenthums
- Date
- 1886-07-08
- Page
- 417 (sequence 1)
- Language
- German
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XIX. Jahrgang. H"»»°ver, de» j־46»»*?ץ,,^;׳ M 27. r־ /{V AA 4\ö<C)Cy A<S I M V Y ■ v *vH/1׳ "Vx pt Förderung jüdischen Geistes und jüdischen Lebens in Hanö, Gemeinde und Schule. &flriiml1’{ von Saillfou Naphütl Hirsch, Jßiißfnncr 11.!IsracfiHfdicii JMiijiouRflfffllTilmfl jtwfroiißfnrt ll. Neue Folge. Vierter Jahrgang. HerauSgkgt'bc» unter Mitwirkung d!׳S BcgründcrS und bewährter Genosse» von Ahtac Airsch. Diese Wochenschrift erscheint jeden Donnerstag mindestens 2 Bogen stark. — AbonneinentSpreiS bei nftrn Postanstalten litib Buchhoirdlnugen 2 ,/6 r»0 .+$ sür das Vierteljahr. Der Buchhandel verkehrt direkt mit der Expedition dkö Ieschnrnn zn Hannover. — Die Expedition versendet auch direet nild franko naier Streifband den Jahrgang filr 12 JÄ oder 7 Gulden österr. Währ, nach Deutschland und Oesterreich-, für ll J6. oder l^ Fr. llach den Mäudern de- Weltpostvereins. — An;eigen lverden mit 25» F f. d. :!gespaltene Pelittcile oder deren lNanm berechnet. — Expedition: Hannover, Artilleriestr. 2N. Inhalts-Vt'rz.'ichttLH von Nr. 27. Die freie Bereinigung für die Interessen des orthodoxen Illdenthiimö (Fortsetzung-. — Das Schreiben am Sabbalh. -״ Dir ״Nenne des deur Nkondes״ über Drnmont's Pamphlet — ^!nr russischen Indensrage. - Büchcrschall. — Wandelungen (Fortsetzung).— .Norrespondengen und Nachrichten: Hannover, Berlin (-1}, Würchnrg, ^lad .Nissingen, Pest. Prestbnrg i:r>, Livorno, Vondon, Warschau, Kowno, Iasch. — Gtlainile Irrungen (Fottsetzung.) — Inserate. Air sttik Akttitligiilllj siir dir IilierrD des orthadmil Z!!dt1ch!!11ls. (Fortsetzung.) Daß cS keineswegs gleichgültig ist, in welcher Gesmllnng die Lösung allgemeiner jüdischen Anliegen versucht wird, möge an einigen Bcispiclnl gezeigt werden. Wo gebe cs ein allgemeineres jüdisches Interesse der Gegenwart als die Abwehr der antisemitischen Bestrcbnngcn? Hier, so sollte man annehmen, hörten alle Divergenzen der verschiedenen ״religiösen Nichtnngcil" aus, hier könnten sich der ״Orthodoxeste" und der ״Radikalste" nicht nur brüderlich die Hand zlim ge׳ memsamen VerthcidkgungSkampfc reichen, -sondern der Orthodoxe könnte die Führung dieses Kampfes getrost den Reformern überlassen und ihnen HeercSsolge leisten, da cs doch der Abwehr eines gemeinsamen Gegners gälte. Was kümmere cS dem Orthodorcil,!nit welchen Waffen der Wefonitcr dem gemeinsamen Feilt de entgcgcntrete, genug, wenn er cü versteht, den Angriff;nrückzuschlagen. Sobald also bereits ein kräftig organisirtcs Heer ans dem Plane stünde, so 1uärc die Bitdüng eines andern selbständigen Kcnpü nicht nöthig. Man hätte sich vielmehr dem elfteren anznschlicßen und dessen oberste.Leitung anzilerkenncn, selbst wenn der Generalstab und der Höchstkommandi'rcnde der Reform angehören. So möchte cS dem oberflächlichen Blicke allerdings scheinen, der!licht den Unlcrschied der Kampfcswciscn zu erkennen vermag, der nur die Anzahl der Geschütze, welche aus beiden Seiten anfgesahren!vcrden, zählen, aber nicht deren Witknng ermessen kann. Als vor ciltigcn Jahren die Wogen des AntisemitiSmnS besonders hoch gingen, traten in Berlin jüdische Männer von Ansehen .md Gewicht zur gemeinsamen Aktion zusammen. Es wurde dann u. A. eine Schrift in alle deutschen Gauen versandt, welche den Standpunkt kcnnzcichncte, der in dem Kampfe gegen die antisemitischen Angriffe innezuhalten sei. In dieser Schrift, welche sich gleichsam als das Programm der damals in Berlin zusammcngetretenen Männer darstellt, wird aber n. A. der Talmttd einfach völlig preis-