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Jeschurun · 1886-04-15 · Heft 15-16 (15.4.1886) · p. 232

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
19 (1886)
Issue
Heft 15-16 (15.4.1886)
Article
Wandelungen
Date
1886-04-15
Page
232 (sequence 3)
Language
German
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Trauung sollte um halb Eins in der Synagoge stattfinden. Es war gegen Zwölf. Tirza hatte ihre Toilette eben beendet, als der kleine Karl zu ihr in daS Zimmer trat. ״Mama, der Papa ist schon drüben bei der Großmama und läßt Dich fragen, ob Du noch nicht bald kommst." Tirza nahm den Kleinen an der Hand und ging mit ihm hinüber zu ihrer Schwiegermutter, mit ausgestreckter Hand trat Werner ihr entgegen, bewundernd glitt sein Blick über die zarte, wunderbar liebliche Gestalt, die in ihrem Brantschmnck doppelt reizend erschien. Tirza errölhetc und zog ihn zu der alten Frau. ״Mutter," bat sie leise, ״segne Deine Kinder." Segnend legte die alte Frau ihre zitternden Hände ans die Häupter des Brautpaares, die sich zu ihr neigten. ״Möget Ihr glücklich sein, Kinder — so glücklich, wie ihr es verdient, und wie ich eS au$ vollem Herzen vom Himmel für Euch ersiehe." Dann zog sic Tirza an sich, küßte sic innig und dankte ihr rhränendcn Auges für alle die Liebe und Güte, die sie ihr tagtäglich erweise. Die Hochzcitsgäste hatten sich inzwischen im Salon versammelt, Werner mahnte zum Aufbruch, cS war Zeit zur Synagoge zu fahren. ־* Wenden wir uns indessen zum Wcstende der Stadt, in dem der Bahnhof sich besindet. Es ist Mittag. Um zwölf Uhr fünf Minuten konimt der von W.... nach' B.... bestimmte Zng hier vorüber. Er ist bereits avisirt. Bahnbcarnte, Gepäckträger, Reisende, die hier cinsteigeu wollen, Per: sonen, die mit dem Zuge Kommende erwarten, harren bereits auf dem Perron. Nur wenige Minuten noch und das schnaubende Dampfroß braust heran, die lauge Wagcnreihe wie eine Moustrerieseuschlange nach sich ziehend. Der Zug hält, Schassncr eilen zn den Waggons, öffnen die Thüren und rufen den Namen der Station, mit dem Bemerken, daß hier fünf Minuten Aufenthalt. Im ׳Nu hat ein Theil der Waggons sich entleert, einige der Passagiere eilen in die Restauration, andere zur Schranke, die der Bahn übergebenen Effekten zu übernehmen; hier wandeln einige vor ihrem Waggon auf und nieder, dort schauen andere nach Freunden oder Berwandten, die sic hier zu treffen hofften. AuS einem Koupce zweiter Klasse steigt gemessenen Schrittes ein elegant gekleideter Passagier. Es war ein schöner, hochgewachscncr Mann, sein ausdrucksvolles Angesicht von dunklem Bollbart umrahmt. Die Blässe seiner Züge, die fest aufeinander gepreßten Lippen. daS unruhige Umherschweisen seines AugeS lassen ihn mächtig erregt erscheinen. Langsüm nähert er sich der Schranke, seine Effekten zu überltehmen. Seltsam, er hat die ganze Reise in fieberhafter Hast zurückgelegt, und nun mit einem Mal. dem Ziele so nahe, versagt ihm der Muth. — Eine unnennbare Angst erfaßt sein Herz, soll er vorwärts? — soll er zurück? — Weiter! — weiter! —- Nascher schreitet er dem AuSgange zu. Da eilt plötzlich ein Herr ihm entgegen, der ihn schon seit mehreren Minuten erstaunten Blickes beobachtet. ״Herr du mein Gott! Müller! — Sind Sie'S oder sind Sie's nicht?" Der Angcredete fährt zusammen, schaut auf und reicht dem Andern die Hand. ״Meier! lieber Freund! Gottlob, daß ich einen Bekannten treffe. Geschwind, sagen Sie mir, wie sieht'S in meiner Familie aus?" (Fortsetzung folgt.) בצאת בהפןז אל שדי אדרת־ הם לשא;ה ושכרה ישראל יצא בזרוע חשופה וביד דרה. ובני עררם אנשי סופת נהלו שם תפארת; פתאם נהפך לב פרעה׳ שריו יחדו נאלהו רה־ זאת עשינו קראו נפלאות ־;ה שבהו!ירדפו היש אחריהם - אף־צללו כעפרת• גם־!יאש3נו אנשי רוח הךעשו מוסדותיה רגזה הלה ארץ׳ ותחולל הפשה לבניה ודרור קרא אז גם־לישרון׳ עם שרידי הרב; אפס עד־רהרה שאון לרעו עלה באזנינו "לרה־זה שלחנו את־!ישראל מעבדנו!" קול •שטני בני־ שם הוא׳!!לילו כזאבי ערב• הסעח־דו אעשי מדרה ובבהיש הצפדרו החלצו־נא חושים, על־עם־עולם התגודדו! אך־לךיק תך־יקו והךב, תדרבו קישת רמיה; הי צור!ישראל כיום צאתם מארץ רצך!ם!בקע!ם־ן־אגה לפני עמו,!הרבו המ!ם ובת־פכם אחריהם תטבעו!חד- -ב!ם הנערה! .5. Zrkandckllcrn, Leipzig \ו<1

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