Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 19 (1886)
- Issue
- Heft 15-16 (15.4.1886)
- Article
- Die vier Entwicklungsstufen Israels
- Date
- 1886-04-15
- Page
- 225 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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\ו!יin!mirr hm ^0 Nissan 5040 .Hannover, ocu 5ו ^pr״ lHHQ M15 n. 16. zur Förderung jüdischen Geistes und jüdischen Lebens in Haus, Gemeinde und Schule. ßryriimu’f neu Smilson Naphnel Hll'sch, iinftGiiin11 ־. Jsrncfitifffirn ^irfi^ionsgcfffffifiaft ’,u.fn1ufifm׳l a.ifl diene Folge. Vierter Jahrgang. Herausgegeben unter Mitwirkung des Begründers und bewährter Genossen von Isilttc KirslH. Diese Wochenschrift erscheint ieden Donnerstag mindestens 2 Bogen stark. — AboniiemenlSpretS bei ollen P oft an st alten und B n ch handln n a e n 2 J( f>0 ..J 1 ן">r das Vierteljahr. Der Buchhandel verkehrt durch die Helnnng'sche Berlagsvuchhandlang zu Hannover. — Dir (Spedition versendet auch dircet mld franko unter Ltreifband den Jahrgang für 12-16. oder 7 Gulden österr. Wahr, nach Denlschlaud und Oesterreich׳, für II oder IS Fr. nach den Ländern des Weltpostvereins. -- An zeigen tucrden init 25.F f. d. .;gespaltene Petitzeilc oder deren iNanni berechnet. — Expedit! on: Hanuover, Artikleriestr. 2'.1 Jul1n!Ls-Ber.;t׳ichnlfr von s)lv. 15 u. IG. Die vier Eutwükelungsstuseu Israels. — Stöcker, die! Juden und die Anarchie lF-orlüviiug statt Schlug). — Wan- \ delnngen ,׳-Fortsetzung). — ״׳ י*כ1דאל פדכ״דצר״ים Pegach. .! Die rumänischen Juden und die F.'cklisseincurs. Iwei Briese! eines jüdischen Gelausten. — Grlanntc Irrungen (Fortsetzung>. z Korrespondenzen und 2!achr»chten: Hannover (2), Berlin,! Wniislors, Ans Schaulnbnrg-Vippe, Frankfurt a. M. 1.2;, i Wien (2:, Bkarmor׳'׳s.Szigct, Pest, Prestburg, Paris, Peters--! bürg, Bukarest, Newyorl, Ghilago, Marokko, Siducp, -Herat, ׳ China. Bücherschau. — Inserate.! Die Hier (i:a{111i11!rl1!ni}0p11ff11 Zhaels. | Peszach bet rächt nng v. Ludwig A. o s e n t h al, Pabbiner zu Ltöthen. , Mit regem Eifer mühen sich heul;woge die Männer! der Wissenschast, alten Botksbräitchen nachzuspüren; man - ist weit entfernt neu dem varnehmen Spott, mit welchem! das vergangene Jahrhundert alles ihm seltsam Scheinende behandelte; die vergleichende Bötk'erwissenschast spannt ihr Netz über alle Weltthcile aus um ans geringscheinenden Einzelheiten über die Vergangenheit und über das Wesen der entlegensten Böller sich Aufschluß zu verschossen. Scheinbar wendet sich diese Wissenschaft! liche Richtung auch der Erforschung des jüdischen Bottes \ und seiner Eigenart zu, aber wie oft sind wir Zeuge, das; hier die Gelehrsamkeit in der! Dienst vorgefaßter Meinungen tritt, das; selbst Denier, ohne den Duellen wirklich nahe getreten zu sein, ihren Standpunkt willkürlich hin- und herschieben, um zu den Ergebuissen zu gelangen, mit welchen sie bereits im BoranS an die sogenannte wissenschaftliche Durchdringung ihres Gegenstandes getreten sind. Will man ein unverfälschtes Stück altisraelitischen R'dcnS mit vorurtheilslosem Auge betrachten, so folge Ulan uns an den Sederabenden in ein gesetzcstreueS jüdisches Hans. Da gehr an dem Beobachter stets das gleiche Bild vorüber, was die Jahrtausende unverändert mitaugesehen haben; gottgebotcne, ans grauer Bergangenheit herrührende Bräuche verwandette das Einst zur frischen lebendigen Gegenwart; sie müssen nach dem Willen des göttlichen Gesetzgebers sicher einen großen Einflns; ans das innerste Wesen des Volkes geübt haben. So viele Erklärungen zur -Hagada bisher versaßt worden sind - und sie bilden ein völliges Schristthun! für sich —, so viele Versuche sind auch gemacht worden, diesen Peßachbesiimmangen eine gewisse Deutung zu geben. Bon den Kanzeln herab sind dieselben unzählige Male zu Gegenständen erbaulicher Betrachtungen geworden, so das; thatsächlich von diesen 'Abendfeierlichleiten aus ein unerschöpflicher Duell erhebender und