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Jeschurun · 1886-03-10 · Heft 10 (10.3.1886) · p. 145

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Journal
Jeschurun
Volume
19 (1886)
Issue
Heft 10 (10.3.1886)
Article
Der Kampf gegen das Judenthum
Date
1886-03-10
Page
145 (sequence 1)
Language
German
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Hannover, den 4. Adar II. 5046. 10. März 188«. M^ochbttsrljriü V V H0. zur Förderung jüdischen Geistes und jüdischen Lebens in Halls, Gemeinde und Schule. fücgriimli’t von 0(UU|’OU Mphlltl Hllsch, iiiifiCiun11 ׳.?srncfilifificn .1iclil;ian8gl׳Wlk>asi z» Jrrniißfnrt a. Hl. Nene Folge. - Vierter Jahrgang. Herausgegeben unter Mitwirkung des Begründers und bewährter Genossen von Ifckitc KlrsH. Diese Wochenschrift erscheint jeden DonneriZtcig mindestens 2 Boc;c1l stark. — Abonnementspreis bei allen Postanstaltei» und Bnchband lnnqen 2 '0׳ .Z für das Bierteljahr. Der Buchhandel verkehrt durch die Helwing'sche VcvlagSbnchhandlnng;n Hannover. — Die (Spedition versendet auch direct und franko unter Ztreisband den Iahrganz für 12.,fi oder 7 Gulden österr. Währ, nach Deutschland und Oesterreich-, snr ll ./L oder 18 Ir. nach den Ländern des Weltpostvereins. — A n;eigen weiden mit 2')..3 f. d. :igespaltenc Petu^cile oder deren Naum berechnet. — Gxped iti on: Hannover, Artilleriestr. 21). Inhalts-VerFt'ichuLsr von Nr. tö, Der Kamps gegen das Indenihnin >׳Fortsetzung). — פרקי ןןחז^^זסז?! אבות). — Aus der Ainsterdamer Gemeinde 17l)'»—1812 1 Fortsetzung). — Wandelungen;Fortsetzung). — Die verwaiste heilige Schrift. אל מויזרו ישראל• ~ Moitc״ spondenzrn und Nachrichten: Frankfurt a. M., Kaste!, München, Wien (-1). Znain, Pest!2), Preschnrg, Lemberg, Krakau, Paris, London, Niga. — Erkannte Irrungen (Fortsetzung). — Inserate. Der Kiliiipf gegen das IildklNhiuil. (Fortsetzung.) Man wird 1)1׳. Bloch das Verdienst nicht al^ sprechen können, daß er mit Energie und Math vorgegangen ist. Denn cs wird nicht anznzwcifeln sein, daß cs immerhin ein Wagniß war, den katholischen Priester und Univcrsitätsprofessor unter öffentlicher Beschimpfnng zu 'stellen und ihn also, zn zwingen, die Hülfe des Gerichtes zur Wahrung seiner Ehre anznrufen. Es war ferner ein Wagniß den Beweis der Wahrheit für Liese eines Mannes Ehre total vernichtende Beschimpfung zu führen. Und hierauf allein hatte es Di׳. Bloch abgesehen. Er wollte den Nachweis führen, daß Rohling mit seinen schimpflichen Vermiglimpfnngcn des Indcnthums nicht allein in einem Irrkhum sei, sondern mit Bewußtsein und Haß die Vernichtung des Indcnthums durch dessen Verleumdung anstrcbc. Nur also, so glaubte Di׳. Bloch, sei dieser gefährliche Feind des Indcnthnms zu besiegen. Wenn es nicht gelang, den überzeugenden Nachweis zu erbringen, daß Rohling Lug und Trug über den Talmud verbreitet hatte, so war Bloch der Lerlcmnder und Ehrabschneider und dem Strafrichter sür^solch schweres Verbrechen verfallen. Wie aber sollte dieser Beweis geführt werden? ES ist in diesen Tagen eine sehr interessante Schrift des Hof- und Gcrichtsadvokaten Di׳. Josef Kopp zu Wien unter dem Titel ״Zur Jndeufrage nach den Akten des Prozesses Rohling-Bloch" erschienen, welche diesen schwierigen von Bloch unternommenen Vertheidignngskampf in eingehender Weise schildert. D!׳. K opp war Bloch's Ncchtsdeistand und hat hier ans dem ungeheuren Aktenmaterial einen authentischen Auszug gegeben. An diesem Material haben, wie Di׳. Kopp nicht ohne Grund nachdrücklich hervorhebt, ״nur Christen mitgcarbeitet". Denn nur Christen sollten hier gegen einen christlichen Priester und Universitätslehrer vor christlichen Richtern über das Iudenthnm Zeugniß ablegen. Auf Kopp'S Antrag ersuchte die Rathskammer des Wiener Landgerichts den Vorstand der ״Deutsch-

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