Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 19 (1886)
- Issue
- Heft 6 (11.2.1886)
- Article
- Der Neujahrsgruß der Kreuzzeitung
- Date
- 1886-02-11
- Page
- 81 (sequence 1)
- Language
- German
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M 6. zur Förderung jüdischen Geistes und jüdischen Lebens in Hans, ©emeiitk und Schule. ßcpümli'i vo» Samson Raphael Hirsch, JidßlWr ch?srnffililifirn .lIcsisiloiiüjiksrMmsi jii^rnnKfuct a.Ä Neue Folge. Vierter Jahrgang. H»n»sgcgUv׳» unter Mitwirkung dcS Begründers und bewährter Genossen von Ahliic Kirsch. Diese Wvchnischrist rvscheiul jeden Donnerstag mindestens 2 Bogen stark. — AbonncmetttSprciS bei allen Bostanstalten und Bnchhan dlnngen 2 JO f>0 ..L für das Bierlcljahr. Der Buchhandel verkehrt durch die Helwing'sche Bcrlagsbnchhand» lulia zu Hannover. — Die (Spedition versendet auch dircet nnd franko unter Ztreisband den Jahrgang für!2l.iL oder 7 Gulden östcrr. Währ, nach Deutschland und Oesterreichfür l! ,10 oder IS Tsr. nach den Ländern des Weltpostvereins. — A n; cige n tverdcn mit 25».״j sd. :;gespaltene Petitzcile oder deren Nanm berechnet. — Gxpcdition: Hannover, Artilleriesir. 2N Inhalts - Verzt'ichnih von Nr. Der Nrnjahrogruß der Ärenzzeitnng (Schluß/. — פרקי אבות (Fortskpllng— Ans der Amsterdamer Gemeinde bis lSI2 (Schluß, siehe 9£r. HO, ISS•')). — Die neueste Fälschung im Dienste nnjüdischer Bestrebungen. — Wandelungen (Fortsetzung). --- Ans dem Treiben der Mission. V. — .Norrcspoudmzcu und Nachrichten: Berlin, München, Wien >2), Graz, Preschnrg, Pest, Papa, Aus Mähren, Tralau, Tilburg, Paris, Petersburg, Bukarest, Kundin, Ghicago. — Bücherschan. — Gingesandt. — Briefkasten. — Inserate. Du stttistihtsgriis! der Kmlch׳'' (Schluß.) Darum fordern wir die ״Kreiizzcilttiig" und die Ehristlich-Sozialen sammt deren! Obcrhaupte vor den Stuhl dieses allgerechtcn, allniächtigen Herrn. Mögen sie Angesichts des allwissenden Richters, der Herz und Nieren prüft, die von ihnen behauptete Schnldsordernng von hundert Groschen, welche sie von ihren! Mitkncchte, dem Juden, unablässig und strenge heischen, wegen welcher sic vom frühen Morgen bis in die späte Nacht'ihn drängen, mit ihn! schmälen und ihn stäupen, doch erst Rechtens erweisen. Denn im Gegensatz zu dem Mitknecht in Matthäus leugnet der jüdische Mitknccht diese Schuld. Wo sind eure Ncchtstitel, wofür ich euch verschuldet wäre? spricht der gepeinigte jüdische Mitknecht vor den! göttlichen Gerichte zu seinem Kläger.?aßt uns vor Gott Abrechnung halten; Er richte zwischen mir und elich. Und. er beginnt seine Rede: Allmächtiger, allgerechter, allliebcndcr, allgütiger Herr und Vater, dessen Huld und Gnade und fürsorgende Liebe inich ins Dasein gerufen und mich wunderbar behütet, geschützt nnd erhalten hat bis zu dieser Stunde! Wohl lvciß ich, daß ich gegen Dich gefehlt und noch immer fehle, daß ich noch weit entfernt bin von dem hohen Ziele, daß Du mir gesteckt, und ich unterwerfe mich in Demnth und Nene der Züchtiguug, welche Deine weise Liebe über mich verhängt. Du bist ja nicili Herr und Meister, mein König und mein Vater, Dir schulde ich Rechenschaft für mein Thun und Lassen, für jede Regung meines Herzens, für jeden Augenblick meines Deiner Liebe entstammenden Daseins. Meinem Mitbrnder nnd Milknechte aber bin ich nicht verschuldet, er heischet von mir fälschlicher Weise eine Schuld. Als Du den Tempel in Trümmern gehen'ließest, der Deinem heiligen Namen errichtet war, und mich verstießest von dem Lande, das Du meinen Vätern zum Erbe gegeben, weil ich Deinen Geboten nicht Gehorsam geleistet, weil ich kein Reich von Priestern ans de:׳!!;.׳.b angewiesenen Boden gegründet, wie Du solches von nur verlangtest, aus daß dieses heilige nur Dir geweihte priesterliche Reich allen Völkern der Erde 3