Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 18 (1885)
- Issue
- Heft 53 (31.12.1885)
- Article
- Moses Mendelssohn
- Date
- 1885-12-31
- Page
- 833 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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XVIII. Jahrgang, H«'»'over, den UfÄf.it zur Förderung jüdischen Geistes und jüdischen Lebens in Haus, Gemeinde mrd Schule. Uegrüiidet von Slwlsmr Nllphael Hirsch, JinßDiurr 11. Isrncfiiifdtni JlofigionsgcfÄafl zu Fmii^sliri a.Ä Neue Folge. - Dritter Jahrgang. Herausgegeben unter Mitwirkung des Begründers und bewahrter Genossen von AsrMc KirsH, Diese Wochenschrift erscheint jeden Donnerstag mindestens 2 Bogen stark. — AbonnemcntSpreis bei allen Postanstalten und Buchhandlungen 2J& 50 für das Biertctjahr. Der Buchhandel verkehrt durch die Helwing'sche Berlagsbnchhandlnng zu Hannover. — Die Expedition versendet auch direet und franko unter Streifband den Jahrgang für 12 ji oder 7 Gulden österr. Währ, nach Deutschland und Oesterreich; für t4 M oder 18 Fr. nach den Ländern des Weltpostvereins. — A»zeigen werden mit 25^Z f. d. :!gespaltene Pctit^eile oder deren Nauru berechnet. — Expedition: Hannover, Actilleriestr. 20 An schltrinigste Eriicucriliig des Aboiuiemcnts, iimueutlich bei der Post, wird criiiiiert. Are Hrpedition des ״Zeschrrrun". Inhalts-Verzt'ichttLß von Nr.53 ׳.- Moses Mendelssohn. — Zur rumänischen Jndenfrage. — Zmn Kapitel brr Mcnschcnschätzung. — Die wirkliche Sendung Moses (Fortsetzung). ״״ Johann Zcstowitz (Schlnst). — Korrc« spondenzen und Nachrichten: Berlin. Posen. Treysa, Wien Aus Böhmen, Amsterdam (2), Notterdam, Kopenhagen, Paris, Rumänien. — Inserate. , Asses Mendelssohn. Hundert Jahre sind verflossen, seitdem einer der edelsten Söhne des Hauses Israel seine irdische Pilgerfahrt beendigt, hundert Jahre, seitdem Moses Mendelssohn inr noch nicht vollendeten sicbmundsünfzigsten Lebensjahre eiugcsammclt worden ist zu seinen Genossen, den Gerechten und Tugendhaften im Gefilde der Seligen. Sein Gedächtniß lebt aber unvergessen in! Kreise der Sterbliche». Sic weihen ihm, der Weisesten Einem, den Zoll der Dankbarkeit und Verehrung ob des unvergänglichen Guten, das er gewirkt, da er auf Erdengewandelt, ob der Saat des Heiles, die er cingestreut in die Furchen des Ackers der Menschheit, auf welchem, dereinst die herrliche Frucht der allverbreiteten ungetrübten Erkenntniß der Wahrheit erblühen wird an dem entzückenden ewig dauernden längst verhicßenen Morgen, den sein Auge vorahnend geschaut, nach dem sein Herz sich gesehnt, ״da die ganze Erde voll sein wird der Erkenntniß Gottes, wie Wasser des Meeres Tiefen bedecken," des Tages, von welchem cs heißt: ״Es wird kein Mann seinen Freund lehren, noch ein Bruder den andern und sagen: Erkenne den Herrn, denn Alle werden ihn kennen, beide Klein und Groß." (Nachcrinneruug zu dem Schreiben LavaterS an MendelSsohn vom 14. Februar 1770.) Wahrlich, Moses Mendelssohn zählt zu den Erlesencn und Hochbcguadeten, deren Leben und Wirken ausschließlich und bewußt der Förderung dieses wahrhastigen Heiles gewidmet gewesen. Er nimmt seinen Platz rin unter den Weisen der Welt, unter den Lehrern der Wahrheit, unter den Vorbildern der Tugend, zu welchen noch die svätgeborensten Enkel beivundernd und verehrend emporschauen, um aus ihrem Munde Weisheit, aus ihren Lehren Wahrheit zu schöpfen und an ihrem Beispiele sich zur Uebung der Tugend zu degeistern.