Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 18 (1885)
- Issue
- Heft 33 (13.8.1885)
- Article
- Die Ellul-Mahnung
- Date
- 1885-08-13
- Page
- 513 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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fmmtotocr dl^n »^645 *yuiuiuucr, m\ n $(1|<1885 <ן״ן. M 33. ׳w XV^| X}■ j/ <6^\ <v V%>׳ V׳ l(0tlp1mljriff zur Förderung jüdischen Geistes und jüdischen Lebens in Haus, Gemeinde und Schule. Kcgrüilliet von SlMlfoii 3!aphlltl Hirsch, &1ß(>i11cr 11. IsrnePifififini JMfp'oiispfcIPflaft z» JPrmißfiict a., Neue Folge. Dritter Jahrgang. Herausgegeben unter Mitwirkung des Begründers und bewährter Genossen von Isaac Kirsch. Diese Wochenschrift erscheint jeden Donnerstag mindestens 2 Bogen stark. — Abonnementspreis bei allen Bostanstalten und Buchhandlungen 2J6. 50 -.Z für das Vierteljahr. Der Buchhandel verkehrt durch die Helwing'fche Verlagsbuchhandlnng zu Hannover. — Die Expedition versendet auch direct und franko unter Streifband den Jahrgang für 12.,/L oder 7 Gulden österr. Währ, nach Deutschland und Oesterreich-, für \A oder 18 Fr. nach den Ländern des Weltpostvereins. — Anzeigen werden init 25-.$ f. d. :;gespaltene Petitzcile oder deren Raum berechnet. — Expedition: H mnover, Artilleriestr. 2N Inhalts-Verznichniß von Nr. 33 Die Ellnl-Mahnnng. — Der rumänische Jndeneid. — Ein Zweikampf im Lager der Reformer. — Noch einmal die Inden auf den Leipziger Messen (Schlug). — Neb Mansche (Fortse^nngl. — Montefiore. — Kollektiv-Berichte auS Ungarn. —: Korrespondenzen und Nachrichten: Berlin (3), Dessau, Breslau, Prag, Lemberg, Prcßburg, Bialu, Paris, London, Bukarest, Fokfchan, Newyork. — Inserate. Die Ml-Wchlmug. Israel war seiner Ausgabe uneingedcnk geworden. Das längst vor seinem Einzuge in das Land der Verheißung für diesen Fall enthüllte Geschick war eingetreten. Das Zehnstämmc-Neich war dem Assyrerkönigc Sancherib, das Reich Inda der babylonischen Welt- Herrschaft zum Opfer gefallen. Staat und Tempel waren in Trümmer gegangen, Israel ins Exil gewandert, weil das Volk nicht die Selbständigkeit und den eigenen Boden als Mittel zur Verwirklichung der Aufgabe benutzte, für welche Gott eS aus den ägyptischen Sklavenfesscln erlöst und ihm am Sinai die Thora anvertraut hatte, weil cs nicht ein Reich von Priestern und ein heiliges Volk in Mitte der Nationen geworden, weil seine Fürsten und Großen Könige und .Herren! sein wollten, wie die Herrscher anderer Staaten, weil j die im Heiligthume auf Zion symbolisch dargestellte Weihe lind Hingebung des ganzen Menschenwcstns in allen seinen Beziehungen an das Gottesgesetz nicht )!im Ausdruck gelangten in dem Volks- und StaatSlebcn. Fast sieben Jahrzehnte waren seit der Katastrophe, die über das juLLische Reich hereingcbrochcn, verflossen. Der Perserkönig hatte Babylonien erobert. Die jüdischen Exulanten waren persische Unterthancn geworden. Hatten sie in der Leidcnsschule gelernt? Hatten sie begriffen, warum Gott über sie Unglück verhängt, und waren sie nunmehr entschlossen, zu Ihm zurückzukehrcn und die ihnen wieder zu verleihende Selbständigkeit im auSschlicßlichcn Dienste ihres einzigen Herrn und Königs zu benutzen? War der Stolz und Eigenwille gebrochen, war ihr Herz geläutert, hatte sich ihr Geist emporgeschwungen zu der Höhe ihres Berufs: mit ihrem ganzen Einzel- und Gesammtlcben den anderen Nationen voranzulenchtcn in der wahrhaften Anerkennung und Huldigung Gottes als einzigen Herrn und Gebieter ans Erden für alle Verhältnisse der Menschenwelt? Gott hatte den Geist deö Korcsch, des Königs von Persien, geweckt, daß cr einen Aufruf ergehen iicß durch sein ganzes Reich zum Wiederaufbau des;erstörten Tempels zu Jerusalem, und an fnnfzigtansend Juden waren unter dem Fürsten Serubabet, dem Sohne