Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 18 (1885)
- Issue
- Heft 30 (23.7.1885)
- Article
- Zuversicht und Trost
- Date
- 1885-07-23
- Page
- 465 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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M 30. zur Förderung jüdischen Geistes und jüdischen Lebens in Haus, Gemeinde und Schule. Oegriinäet von Stttnson Raphael Hirsch, Rli^mirr li. I8mksit>sl!>tt1 ilrfigionggeffffftfiaft z» FraiMlict a.. Neue Folge. - Dritter Jahrgang. Herausgegeben unier Mitwirkung des Begründers und bewährter Genossen von Ascmc Kirsch. Diese Wochenschrift erscheint seden Donnerstag mindestens 2 Bogen stark. — Abonnementöpreis bei allen Postanstalten und Buchhandlungen 2J6. 50 für das Vierteljahr. Der Buchhandel verkehrt durch die Helwing'sche Verlagsbnchhandlung zu Hannover. — Die Expedition versendet auch direct und franko unter Streifband den Jahrgang für 12di oder 7 Gulden österr. Währ, nach Deutschland und Oesterreich; für 11־ Jü oder 18 Fr. nach den Ländern des Weltpostvereins. — Anzeigen werden mit 25^ f. d. 3grspaltene Petitzeile oder deren Raum berechnet. — Expediti on: Hann׳ cc, Artilleriestr. 28. Inhalts-Vcrzcrchnlh von Nr. 30. und Trost. — Die Mittel zur Abwehr (Schluß). — D?.' flldische NcligionSunterricht als obligatorischer Lehrgegrnstand in den aügen7:-:>»ci? ׳Sch.״len^ — Israels Trost und Hoffnung. — Rcb Mansche (Forlscizungs. — Prozeß Stöcker gegen die Freie Zeitung (Fortsetzung). — Zcrtcspondcnzen und Nachrichten: Hannover, Berlin, Frankfurt a. M., Breslau, Hambürg, Ans Ungarn, Aus Siebenbürgen, Radautz, Amsterdam, Paris, Newyork. — Inserate. Inverßlsjt ruld Troß. כי נחם ד, ציו! נהם כל הרבתיה וישם מדכדה כעדן וערגתה כגן ד׳ ששון ושמהה ימצא כה תודה ״ וקול זמרהWenn (Sott einst Zion gciröstct habe״, wird, wird Er alle ihre Zertrümmerungen getröstet haben, wird ihre Wüste wie das Eden, ihre Oede wie einen Garten Gottes gestaltet haben, — Wonne und Freude wird in ihr herrschen, Dank und lauter Sang." (3es. 51,3.) Zu dieser trostreichen Zuversicht erhebt sich das am neunten Aw um ZionS Fall weinende Israel, in sie löst sich seine Klage auf. Tretet heran, ihr Söhne und Töchter Israels, die ihr mitleidig der noch nach Jahrtausenden um Zion klagenden Brüder lächelt, die ihr euch so unendlich klug und aufgeklärt . dünkt, erhaben über die schwärmerische Sehnsucht enrcr i ״ ׳ , , ־) - f־ Ahnen und Brüder, die ihr von der hehren Aufgabe eures Seins keine Ahnung habt, die ihr euch selbst nicht begreift und nicht versteht eures Stammes Welthistorische Stellung, auf daß Israels Klage in euren Herzen wiederhalle und seine Zuversicht auch euch erfülle. Und tretet heran, ihr nichtjüdischen Brüder, die ihr Israels Daseinsberechtigung verneint und als Anmaßung und Starrsinn diese seine Zukunftshoffnung bezeichnet, die ihr zu ihm sprechet: lasse dich endlich emsargen, du gehörst längst zu den Todten, dir winkt keine Zukunft — deine Nolle ist lange zu Ende, was maßest du dir an, noch ferner auf der Bühne der Weltgeschichte zu weilen? Lernt die Größe und Kraft dieses von euch geschmähten und verachteten Menschenkreises be׳ gieifen und beugt euch vor der Allem obsiegenden Macht des Weltenmeifters, der diesen ohnmächtigen, winzigen Stamm zun! Werkzeug Seiner HeileSzusicherung an die Menschheit sich erkoren. Nicht der Vergangenheit allein, der Zukunft gehört Israel an; was eS zu vollbringen hat, dem reift die Entwickelung der Tage entgegen. Seine große, an Fehlern und Jrrthümern reiche Bergangenheit ist nur eine Vorbereitung für die von ihm in der Zukunft zu lösende Bestimmung; seine Leidensgeschichte ist seine und der Menschheit Erziehungsgeschichte. Zion liegt in Trümmern, um herrschet wieder zu erstehen, Israels Bahn , führt durch Wüste