Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 18 (1885)
- Issue
- Heft 19 (7.5.1885)
- Article
- Deutschland : Danzig [Nachricht]
- Date
- 1885-05-07
- Page
- 297 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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M סו, Jeschurnn.!1י! Kollektiv- Berichte aus Uuprn. XLV. ״Und sie bewegt sich doch," unsere ״brandstiftende"! Feder, und wird unentwegt ihre Pfade weiter wandein und unbeirrt auch fernerhin die Geißel schwingen gegen Alle und Alles, was öffentlich zu rügen, zn tadelt! und zu züchtigen wir für nothwendig erachten. Auf die gewiß gut und ehrlich gemeinte, aber — im Vertrauen sei's gesagt — sehr unbedachte Bemcrmerkung, daß etwa ״Zanksucht" Quelle und Triebfeder unserer schonungslosen Enthüllungen sei, haben wir keine andere Antwort als die aufrichtige Versicherung .אני שלום וכי אדבר המה למלהמה Was das Meritum der Sache betrifft, stimmen wir mit dem ״Israelit" überein, daß es sehr bedauerlich ist und verderbenbringend wirken kann, wenn gesinnungsverwandte גדולים einander öffentlich befehden. — Aber das ist es ja eben, was wir unausgesetzt schon seit Jahren tief beklagen, daß unsere חלים:! einander nicht die gebührende Achtung und Wcrthschätzuug entgegenbringen, daß inan גאוני וזקני הדור öffentlich schmäht und lästert. Wie oft und nachdrücklichst haben wir nufere Stimme erhoben gegen das empörende Vorgehen, daß man גאונים וצדוקים gewaltsam aus dem Verbände der offiziellen Orthodoxie verdrängte, weil sie oder ihre Gemeinden der Herrschaft Ignaz Reich's sich nicht unterwerfen wollten. Wir fragen das unsere Verhältnisse so genau kennen wollende Blat, verdienen die קבלות und התרות der ehrwürdigen Rabbiner zn N.KLroly, S. A. Ujhely, Waag-Neustädte! re. Vertrauen? Darf man von der שהיסה der תהת השגחה הגאונים הנ׳ל stehenden שוהסים Gebrauch machen? Wir zweifeln keinen Augenblick, daß eS unbedingt mit ״Ja" antworten wird! Nun denn, unsere offizielle Orthodoxie hat ״Nein" gesagt. Und warum? auS dem einzigen und alleinigen Grunde, weil הגאונים הגיל nicht in den Verband Reich's getreten sind. Wir haben von den vielen ״Beiseitegeschobenen" blos zwei bis drei genannt und da fragen wir, kann inan im Angesichte solcher Anmaßung und Zerfahrenheit ruhigen Blutes bleiben? Kann man schweigen, wenn, man sieht, wie Unberufene sich unterfangen, die Ehre hervorragender גדולי הדור zu verunglimpfen? Kann der ״Israelit". eS je verantworten, daß er der Vertheidigung des Rechts tiefgekrünkter גדולים seine Spalten verschließt, und daß er es ruhig mit ansieht, wie die vitalsten Interessen der ungarisch-jüdischen Orthodoxie der Laune und Willkür einiger über Nacht entstandener גדולים und anderer wenig Vertrauens- und verdicnstwürdiger Indivjdnen Preis gegeben werden! — Es handelt sich hier- 297 i zutaude nicht bloS um eine religiöse MeinungSdivergcnz, - wie der ״Israelit" vorzugeben beliebte, — Alles, Alles,! wohin das Auge sich richtet, das Ohr sich neigt, Alles wünscht die Reorganisation der unter aller Kritik stehenden Durchführnngskommission. — Man lese doch gefälligst das jüngst erschienene feierliche Manifest des Rabbiners der autonomen orthodoxen Gemeinde in Pest, Herrn Joachim Schreiber 'נ׳י, und dann antworte man uns. Waren unsere Worte zu schwach, nicht eindringlich genug, vielleicht erreicht es dieser Aufruf des Herrn Rabbiner Schreiber. Die Parole אך ׳שלום יהיה בימי mag praktisch sehr klug sein. Aber einer jüdijch orthodoxen Zeitung müssen ja doch weit höhere Ideale vorschwcben. Man blättere nur in der Geschichte unseres Volkes, und man wird sich überzeugen, daß diese Parole uns nie Heil gebracht. Mau bedenke wohl, was es heißt צדיקים גמודים ins Gewissen greifen, ihre הודאה in Zweifel ziehen oder gar für פסול erklären, ihre Gemeinden gewaltsam entzweien, ihnen andere דבגים oder בעלי הוראה zur Seite stellen rc., und dann frage man sein selbsteigenes Gewissen, was solch empörenden, himmelschreienden Gewaltakten gegenüber ein jüdischer Zeitungsredaktenr zu thun sich gedrungen fühlen müßte! — Wir haben vor geraumer Frist alle Gleichgesinnten zum gemeinsamen Kampfe eingeladen, und Gott, ״היודע מחשבות ist unser Zeuge, nicht ״z!׳. schüren" und nicht ״zu zünden" erging unser tiefempfundener Ruf an Alle, die berufen sind, die gefährdetcn Interessen der תודה וידאה zn vcrtheidigen, sondern im Gcgentheil לעשות שלום בעולם, um den heißersehnten Frieden im Weichbilde der arg zerklüfteten nugarisch-jüdischeu Orthodoxie herbeizuführen. — Man .lese doch vorurtheilsfrei unsere Kollektiv-Berichte, -7athmct nicht aus jeder Zeile der Geist des Friedens, 'רוח דעת וידאת ד, das heiße Verlangen nach einer Transaktion, Vereinigung aller konservativen Elemente, damit sie vereint eine Phalanx bilden gegen die destruktiven Bestrebungen der Reform. — Ja, diesem Ideale streben wir zu! Wer die dringende und zwingcnde Noth- Wendigkeit einer solchen Transaktion nicht erfaßt und begreift, der kennt unsere Verhältnisse nicht, und wer sie kennt und das Vcreinigungswerk nicht zu fördern bestrebt ist, עתיד לידתן את הדק!!!Korrespondenzen und Nachrichten.! Deutschland. -r- Danzig, 28. April. Ans der Rede des als Staatsanwalt in dem Behrendt'schen Prozeß fungirenden Herrn Gerichtsassor Dr. Preuß führe ich Fol> gen des au. Sr sagte in Betreff des Zeuger! Man-