Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 18 (1885)
- Issue
- Heft 14-15 (9.4.1885)
- Article
- [Rezension] / R.....l.
- Date
- 1885-04-09
- Page
- 231 (sequence 4)
- Language
- German
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231 Verbreitung in jüdischen und nichtjüdischcn Kreisen finden; mögen vor Allem die Gegner aus derselben die Ueberzcngnng von der ׳)tichtigkeil und Erbärmlichteil ihrer Bestrebungen schöpfen! Zum Schlüsse endlich sei noch der dieser Abhandlung angefügtcn Gutachtcnsamnilung der hervorragendstcn Fachmänner gedacht. R.1. DriitsGlMds jiiliitnft. P h antasic - Ge m äldc eines A n t i s e m i t e n. Deine Jugend ist geschwunden, Germania! — Lege Trauergcwäudcr an ob der Schmach und der Vcschimvfuug. die du erlitten hast. Warum rassst du dich nicht auf und schüttelst sie ab, die Zerstörer deiner Herrlichkeit, das semitische Ungeziefer. Deine edlen Söhne werden verdrängt von den cingedrungenen Schmarotzern — überall, überall Sem, wo sonst der Germane geherrscht. Wo bist du, edler deutscher Michel'? Ach, vergeblich suche ich? Ich finde die krumme Nase statt des erhabenen Stumpfnäschens, schwarze Teufelsaugen statt der lieblichen wasscrblauen. schwarzes Kraushaar statt deS blinkenden Flachses, lispelndes Mauscheln statt der reinen germanischen Zunge, große Pfoten statt der deutschen Hände und statt der niedlichen Füßchen gewaltige Plattfüße. O, pfui! Ueberall — überall Knoblauch! Ja, wir leben in einer ekelerregenden Zeit — neben den Semiten; wie, sage ich ״neben", unter den Semiten! Ri donc! Alles ist vcrjüdclt! Fast kein Stand, kein Rang ist da, der nicht von den Juden okkupirt ist. Bis jetzt waren nur zwei edle Bcamtcnstcllcn frei von ihnen, die der Gossenfeger und die der Hundcfängcr. Jetzt ist nur noch die letztere verschont, seitdem jener jüdische Student in Berlin sich unter die Zahl der Straßenkehrer hat .!ufnehmen lassen. Welche Empörung drob unter den übrigen StraßenreinigungSverwesern herrschte, kann man begreifen. Das war doch ihr Glanz gewesen, noch nicht vcrjüdclt zu sein. Und jetzt hat ein jüdischer Student ihre reine Gemeinschaft befleckt! O, Herrlichkeit, wie schnell schwindest du dahin! — Möge das Geschick gnädig uns wenigstens davor bewahren, daß auch das Hundcfängcramt von den Semiten besetzt wird, damit wir doch noch einen Trost, einen Lichtpunkt im Elend haben. — Ja, wir leben in einer schweren Zeit und gehen einer noch schwereren entgegen. — Die sechs bis acht Abgeordneten überfluthen schon das ganze .Parlament, nächstens werden sie Ehrcnsitze erhalten. Bei ihnen werden die übrigen Abgeordneten erst um Erlanbniß zütn Reden anzufragen haben, und eS wird diesen dann diktirt werden, was sie reden sotten. Ich sehe, wie unser erhabener Reichskanzler dastchl mit zorncntstellten Zügen, in ohnmächtigem Grimme und in der Hand ein Papier haltend, ans welchem er mit thräucucrstickter Stimme eine Rede verliest, die ihm der semitische Abgeordnete Singer diktirt hat, deS sozialdemokratisch semitischen Inhalts, daß alles Geld und Gut in Deutschland nur unter die Juden vertheilt werden sott. Und wenn er stockt im Lesen, so bringt ihn ein einziger Blick deS Abgeordneten Sabor wieder zum Sprechen. Der Präsident Vambcrger löst den Reichstag auf, weil die Vorlage nicht genehmigt ist. daß die jüdischen Militärpflichtigen anstatt mit der Waffe zu dienen, sofort als Reserveoffiziere einrückcn können. Und die übrigen Abgeordneten stehen acht Tage laug vor seinem verschlossenen Zimmer, in welchem er sich mit den semitischen Kollegen befindet, um ihn zu bestürmen, seinen Zorn abzulcgcu, da sic Alles genchmigcn wollen. Er ist unerbittlich, bis der Reichskanzler sich erbietet, einen Kniefall zu thun — da öffnet sich die Thür und mit strengen Gesichtern schreiten Bambergcr und Genossen heraus — da kniet der Reichskanzler und mit ihm. sämmtliche Abgeordnete wehklagend und flehend. Ein höhnischer Blick auö den Augen Bamberger'S, er schreitet hindurch — Fußtritte fliegen nach links und rechts — der Reichstag bleibt aufgelöst. — Die jüdische Herrschaft in Deutschland ist begründet Als erste That wird in alle deutschen Grammatiken der Satz eiugcschoben, daß das Wort ״herrschen" von ״Hcrsch" käme. Damit ist denn auch Alles gesagt. Zunächst werden die jüdischen Machthaber ihre?Feinde vernichten. Ja, ich sehe schon Autodafes lodern, und alle Berliner Schusterjungen, die edle deutsche Jugcudblüthc, die jemals einen semitischen Schulkuaben verspottet haben, werden bei lebendigem Leibe geschmort. Das Fett der Ehristlich-Sozialen wird im semitischen Palaste zur Beleuchtung verwendet werden, Schmucksachcn werden seilgehalten, verfertigt aus abgeschnittcnen Ohren, Nasen, Fingern, ausgestochenen Augen, auSgcrisscnen Zähnen — natürlich so weit sie gut konservirt sind — von Mitgliedern deS deutschen Antiscmitcnbundcs. Ja, die Hunde semitischer Herren werden beschließen, Plötzlich toll zu werden, um daun die Hunde christlicher Herren zu beißen — ja, so fanatisch sind sic in der That. Und welches Geschick wird die ״Judenfreunde" treffen? Eugen Richter wird zur Belohnung Pedell bei der jüdischen Universität Berlin, Rickert wird Lampenputzer in der königlichsemitischen Hofoper, Büchtemann wird ״Schammes" bei einer jüdischen ״Ehewre", Dirichlet wird vielleicht Hausknecht beim jüdischen Reichskanzler und seine Frgu Gemahlin dessen ״SchabbeSgoie". Ja, so wird eS werden. Bei der jüdischen Wachtparade wird dassemitische Ehanukalied, Lecha dodi, Chadgadjah rc. als