Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 18 (1885)
- Issue
- Heft 14-15 (9.4.1885)
- Article
- Unsere Stellung zu den inneren jüdischen Verhältnissen in Ungarn
- Date
- 1885-04-09
- Page
- 217 (sequence 1)
- Language
- German
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XVIII. Jahrgang. Hannover, de» ^'43»;! «-׳,,,^״. . . _ ^lprU .11.15 14 ״* zur Förderung jüdischen Geistes und jüdischen Lebens in Haus, Gemeinde und Schule. ßfßriimli't 0011 Snilifoii l)1'flpl)11d Hirsch, üiififmifr 11. JsrnfPitiFtfini Jirfipiisflrfi'IITilitifi ’,iii’niiiFifiirl a.ÜL Slcue Folge. - Dritter Jahrgang. Herausgegeben unter Mitwirkung des Begründers und bewährter Genossen von AHmc Kirsth. Diese Wochenschrifl evscheinl jeden Donnerstag mindestens 2 Bogen stark. — Abonnementspreis bei allen 'v osta n st n l teil und Bnchh an d! nngcn 2 <46. 50 für bns Bierteljahr. Der Buchhandel verkehrt durch die Hclwi u g'sche Berlagsbnchhanb. lnng zn Hannover. — Die Expedition versendet auch direct und franko unter Streifband den Jahrgang für 12 <46 oder 7 ®nüidi österr. Währ, nach Deutschland und Oesterreich׳, für!4 <46 oder 18 Fr. nach den Mäudern des Weltpostvereins. —?111;eigen werden mit 2f>.,j s. d. :;gespaltene Petilzeile oder deren Raum berechnet. — Expedition: Hannover, Artilleriestr. 2V. Inhalts-Verzeichnis von Nr. M und 15. Unsere Stellung zn den inneren jüdischen Berhältnifsen 1 in Ungarn. — Salomonische Spruchweisheit i Schluß:. — Das . j Verbot von נשר בחלב. — Nihilismus und Iudenthnm l Fortsehnng >. — Frühlingsanfang — Peßachfest. — Bücherfchan.! — Deutschlands Zukunft. — Der Prozeß gegen die Eheleute! Nillcr. — Affaire Rachel Stieglifr. — Korrespondenzen und Nachrichten: Berlin!4!), Frankfurt a. M., Karlsruhe, Wien i2 >, Prag, Paris, Rußland. — Inserate. Nitserc älklliiilg;il den inurrni jübifrijm Nkllililtiliffril in llnprn. Seitdem wir in diesen Blättern uns bemühen, mit unseren schwachen Kräften der heiligsten Sache zu dienen, haben wir auch den ungarischen Angelegenheiten ein reges Interesse zugewendet. Die lange Serie von Aufsätzen aus der Feder mit den betresscnden Verhält nissen über Ungarn wohl vertrauter Mitarbeiter, welche unsere Wochenschrift in die Ocffeutlichkeit cingeführt, legt von dieser warmen Thcilnahme ein unzweideutiges Zeugniß ab. Wir haben dem offenen Worte der .Wahrheit bereitwilligst eine Stätte eröffnet, nnbcküm. wert darum, ob dieses Aussprechen der Wahrheit überall auf einfreundliches (Entgegenkommen rechnen dürfte, oder ob cs hier und dort unangenehme Empsindungen zu erregen geeignet sein könnte. Wir haben kein Bedenken getragen, auch selbst Mängel anszudccken, die in den Kreisen, mit welchen uns die gleiche religiöse Ueberzcugung verbindet, zu Tage treten. Wir glaubten, unserer Pflicht besser zu genügen, auf vorhandene , Fehler aufmerksam und Vorschläge zur Besserung zu j machen, als wenn wir uns in Schweigen gehüllt und für unsere )Freunde und Genossen und deren Wirken und Schaffen auch da nur Vob in Bereitschaft ge- Hallen hätten, wo solches nicht verdient gewesen wäre. Die Sache gilt uns stets höher als die Personen; und so fern es uns auch liegt, die letzteren anzugreifen, so wenig scheuen wir uns, für die elftere cinznstehen, selbst wenn sich diese dadurch verletzt fühlen möchten. Wir denken von unserem schriftstellerischem Beruf zu hoch, als daß wir ihn in den Dienst einer Person stellen könnten; wir wollen unsere heilige Sache nicht nur gegen äußere Angriffe vcrtheidigcn, sondern׳ auch im eigensten Kreise für sic cinstehcir, und gerade dieses erscheint uns als die eigentliche hohe Aufgabe der jüdischen Journalistik. Wir haben deshalb uns auch nicht gescheut, die Mängel in der Leitung und Vertretung der ungarischen Orthodoxie zu besprechen und auf eine Abstellung derselben hinzuarbeiten. Daß die