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Jeschurun · 1885-02-05 · Heft 6 (5.2.1885) · p. 81

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
18 (1885)
Issue
Heft 6 (5.2.1885)
Article
Der Weg zum Eden
Date
1885-02-05
Page
81 (sequence 1)
Language
German
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M 6. zur Förderung jüdischen Geistes und jüdischen Lelens in Hans, Gemeinde und Schule. ßecpmirf non Smusvn Zäkphatl Hirsch. Mfmicr tl.?srncfitififirn $pfi(jio!1sflrFfllT1f111ft 511 JtnnEftiri a. Neue Folge. Dritter Jahrgang. Hprnusgcgebc» imtcr Mitwirkung des Bcgrnudcrs und bewährter Genossen von Asanc Kirsch. Diese Wochenschrift erscheint jeden Donnerstag mindestrnS 2 Bogen stark. — Abonnenrentspreis bei alten Postanstalten 111tb Bnch handlnngen 2J6 f>0 für das Vierteljahr. Der Buchhandel verkehrt durch die Helwing'fche BerlagSbuchhandlnng zu Hannover. — Die Expedition versendet anch direct und sranko unter Slreijband de» Jahrgang für V1JC. oder 7 Gulden österr. Währ, nach Deutschland und Oesterreich: für U M. oder 18 Fr. nach den Ländern des Weltpostvereins. — A n; eigen werden mit 1• d. :!gespaltene Petitzeile oder deren Raum berechnet. — Gxvediti on: Harenover, Artillerie st r. 2st. Inhalts-Ver.;1׳ichttiß von Nr. 6. Der Weg zum Eden. — Die ״Tagin" der Schristzcich-n oder MoseS und Nabbi Akiba. — Der AnlisernitiSmuS des Philosophen (Forlsetznng). — Zur Geschichte der Inden in Mecklenburg (Fortsetzung). — Nihilismus und Indenthnni -FortsetznngH — 5inllektiv-Berichteans Ungarn. — Korrespondenzen und Nachrichten: Hannover, Berlin, Deutz, Posen, Würzburg, Pest, Aus dem Nentraer Aomitat, Amsterdain, Rußland, AnS Kurland, Bukarest, Newport. — (;ingesandt. — Inserate. Der Wt'g simi Edt». Wer in der Geschichte der Menschheit etwas mehr als ein unausgesetztes Ringen dev Sterblichen um die Herrschaft auf Erden erblickt, ein Ringen zwischen Volk und Volk, ein Ringen zwischen den einzelnen Machtvollen mit der Masse der Schwächere, ein Ringen um die Hegemonie unter den Rationen, ein Ringen um die Obergewalt innerhalb der Rationen, der spricht wohl von der sortschreitendeu Entwickelung des Menschengeschlechts, die sich in diesem Kampfe vollzieht und hofft von einer solchen, daß sie endlich zu einem Ziele gelange, wo durch die völlige Ebenbürtigkeit aller Menscheu kein Stamm und kein Individuum fernerhin den andern zu unterjochen vermöge und damit im Kreise der Menschheit der Kampf anfhöre und ewiger Friede einziehe auf Erden. Wer aber in der Menschengeschichte die Gottesspur zu erkennen vermag, wen: die Geschichte die Erziehung des Menschengeschlechts ist, die Erziehung der Menschen durch ihren altliebcuden Vater, wessen Ange und Ohr geöffnet sind für das Watten Gottes und die Gotteösrimme, welche vom Anbeginne durch die Zeiten tönt, wer sich nicht der Wahrheit verschließt, die aus dem Buche der Bücher spricht, für dessen Authentizität noch heute in den Söhnen Israels die lebendigen Zeugen ans Erden wandeln, denen dieses Buch übergeben, denen ani flammenden Choreb die Offenbarung Gottes für die Menschheit geworden, der!vird nur von der Rückkehr der Menschheit zu Gott, von der Anerkennung Gottes nicht nur als Schöpfer und Herrn in der Natur, sonder» als Herrn, König und Richter im Menschcnkreise dnS Ziel der Geschichte und die Begründung des ewigen Friedens und des ungetrübten Glücks auf Erden erkennen. Ihm ist diese herrliche Zukunft die Rückkehr zu der ursprünglichen und nimmer aufgehobenen Bestimmung des Menschen, durch deren Verkennung er sich selbst ans der Nähe Gottes gebannt. Auf daß der Mensch zu dem Entschlusse der freien Unterordnung unter Gottes Willen gelange, läßt sein Vater ihn erproben, wie weit er

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