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Jeschurun · 1885-01-22 · Heft 4 (22.1.1885) · p. 58

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Journal
Jeschurun
Volume
18 (1885)
Issue
Heft 4 (22.1.1885)
Article
Neuerung und Erneuerung
Date
1885-01-22
Page
58 (sequence 2)
Language
German
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58 und nicht äußere Beweggründe uns leiten, und so lange ' eine oberste Behörde in unserer Mitte vorhanden . ist. die für die t^ejetzmüßigkeit der Neuerung die volle j Bürgschaft übernimmt, so lange können neue Anord- ן nnngen in Israel getroffen werden. י נזה ראה וקדש, so wie Dieses sieh, und dann sprich heilig, möchten wir auch hier sagen: so wie Dieses; wie Dieses, das kein neues Licht ist, sondern nur ein neu wiedergckchrtcS altes: wie die aus Dunkel zu neuem alten sichle sich ringende MvndcSsichcl, so soll alles DaS sein, mit den! du deinen Himmel erleuchten willst, wenn es den heiligen Glanz wicdcrstrahlen soll, keine Neueinrichtung, sondern Wiederausrichtung: dann ist eS ein קדש החדש. Nicht Neuerung, sondern Erneuerung, Berjüngung, nicht Aunäherung au die fremde Gegenwart, sondern Erhaltung der jüdischen Gegenwart im Geiste der jüdischen Bergungenheit, ewiges Gleichbleibcn des jüdischen Herzens, das sind die segensreichen Zurufe der פרשת החדש. Erneuerung, Reorganisation, Wiederherstellung alter Litte und Gepflogenheit in alter unveränderter Form, und doch die Gegenwart wie neu aumutheud, das ist die Parole, die die jüdische Zcitberechnung für-die (Lutwirrung der Zcitkouflikte auSgicbt. ' Unsere ganze Arbeit kann nur darin bestehen, durch Wiederausrichtung mancher schwach gewordenen oder geschwundencu jüdischen Institution die alte jüdische Heiligfeit zu erhalten oder neu zu beleben, im Geiste der alten Lradirteu Lehre; das ist daS Motto, das sich abliest vom bleichen Schimmer des MondcS, wenn aus Gewölk er siegreich hervorlugt beim קדוש החדש. So ist die Treue zu unseren Zeiten die Erkenntnis;, durch welches Mittel wir ihnen' nur die Treue bcwahren können. Schirm und Heil für die Gottesfurcht in aller Weisheit und Einsicht. Die alte Zeit schützt die neue. Und so mögen denn jene Worte diese Zeilen schließen, mit denen einst Jehuda Halcwi sich gegen die Bcrloekungeu der ״Zeit" gewappnet, und durch die er seine Seele für die schwersten Kämpfe gerüstet hat: n - w|—!- > .תלקי ה׳ אמרה נפשי Die Knechte der ״Zeit" sind Knechte der Knechte Der Gottcsknccht nur ist im FreiheitSrechtc Drum, wenn jeder Mensch sich erwählet sein Theil, Meine Seele nur juchet in Gott ihr Heil. Kollektivans Ungarn, xxxx. (Fortsetzung.) Auch wir plaidireu für die Auflassung der externen Ausgaben, aber rückwirkend kann kein Beschluß sein, es muß also erst ausgesprochen werden, daß in Zukunft die Durchsühruugskommission nicht eine Landcsarmenanstalt sei. — Was Herr Reich bisher nach - dieser Richtung hin geleistet, kann ihm nicht zur Last gelegt werden, cs geschah לעיני בל ישראל• Aber wir begreifen wahrhastig nicht, weshalb man die materiellen Interessen in den Vordergrund stellt. DaS ist doch nicht der ״ עיקרGeld verloren, ist Nichts verloren," wenn nur sonst unfere Interessen nicht gefährdet sind. UcbrigenS sind die pekuniären Verhältnisse der Durchsührungskommissiou auch gar nicht so rosig gestaltct. Wir wagen die Behauptung, daß dem שומרי-הדת- Vereine im ersten Jahre mehr Geld zugeflossen sohl" Subvention aus dem Schulsonds und ohne פסה-^^ Erträgnisse) als der Durchsühruugskommission in dem Zeiträume eines Dezenniums Summa-Summarum sammt Objekten des Erträgnisses. Die stipulirte Subvention aus dem Schulfonds reicht entschieden nicht aus um die nothwendigen AuSgaben zu decken, die repartirten Beiträge der Gemeinden laufen sehr spärlich und unpüuklich ein und sind. als sehr dubiöse Einnahmeguelleu aufzunehmen. — Das Erträgniß der scheint auch eine nrehr konlbinirlc als faktisch» Höhe zu haben. Die öffentliche Meinung behauptet wohl, daß das פפה- Mehl mehrere Tausende von Gnlden jährlich abwirft, doch bewiesen hat's noch Niemand. Sollte diese Ansicht der Wirklichkeit entsprechen, dann müßte es in der That als ein himmelschreiendes Unrecht bezeichnet werden, daß man unter Vorschützung enormer Nitnalspcsen die Ausübung einer Mizwah verthcuert, um ein bcdeutendes PluS zu erzielen. — Man müßte in: Gegentheil durch billige Preise es ermöglichen, daß Jedermann verläßlich koscheres פפה-'^){ fid) verschaffe und der zur Oberaufsicht designirte Rabbiner dürfte kein Honorar annchmen, sondern sollte das angeuomnienc Amt!לשם מצוד verwalten. Der orthodoxe Jude muß ohnedies alle Lebensmittel thcucrcr bezahlen und wenn die Tantiemen wirklich Tausende ausmachen, dann war eS unverzeihlich, armen, dürftigen Juden eine neue rituelle Srnicr aufzulcgen (קמה ה דשמורה ist saktisch so theucr, daß der minder Bemittelte es kaum erschwingen kann). An wie vielen Kreuzern klebt der Schweiß armer, sromtncr יהודים, die kümmerlich ihr Leben fristen! — Nein, auf solche Weise erbeutete! Gelder dürfen auch zu 11&^2-ישיבה nicht verwendet

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