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Jeschurun · 1885-01-15 · Heft 3 (15.1.1885) · p. 42

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Journal
Jeschurun
Volume
18 (1885)
Issue
Heft 3 (15.1.1885)
Article
Kollektiv-Berichte aus Ungarn
Date
1885-01-15
Page
42 (sequence 2)
Language
German
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42 gegeben. Wenn wir nun trotz der vielen Schatten׳ seiten, welche das Licht zeigt, den zu Deutsch-Kreuz gefaßten Beschlüssen nicht bcipslichten, ja sogar dafür plaidiren. daß Herr Reich im Amte bleibe, so hat dies in Folgendem seinen Grund. Bor Allem möchten wir in Erinnerung bringen die edlen Worte "לא דובה גנאי יחיד בצבור לכנא צבור בצבוד. — Wenn auch Herr Reich kein אהרן ist und das 'הו״ בתלביד״ו יבל אהרן ובו wenig zu bchcrzigcn schien, so wollen wir dennoch diese דבר״ הז״ל auf ihn an wenden ודייל. WaS die ״RechnungSablegung" anbetnfst, so wollen wir wieder an die im ״Offenen Sprechsaa!" des ״Pester Lloyd" erschienene drastische Aufforderung des israelitischen GemcindcvorstandeS zu S. A. Ujhclv erinnern. --- Bor vielen Jahren schon forderte die Ujhelyer Gemeittde in sehr energischer Weise öffentlich Herrn Reich auf, Rechnung abzulegcn. Die Triebfeder zu diesem sensationellen Schritte setzen wir als bekannt voraus und da fragen wir, wer hat für die Sache der Ujhelyer Genieindc eine Lanze gebrochen'? Wer hat dieser Auffordcrung ein Recht zugesprochcn? oder wer hat Herrn Reich darüber interpellirt, warum er dieser Anfsorderung beharrliches Schweigen entgegensetzt? Wer hat.'? :c. 2c. Niemand! Kleiner der Rabbiner, keiner der Laieu und keiner der Gemeinden! Man hat also stillschweigend daS Vorgehen des Herrn Reich gebilligt und gltt geheißen. — Nun aber ist eS evident, daß Herr Reich heute um kein Haar ärger oder besser ist, als er damals war; er huldigt heute denselben Prinzipien wie damals, er verdient heute nicht weniger Vertrauen wie dazumal, und da fragen wir denn allen Ernstes: mit welchem Rechte tritt man noch heute an ihn heran? בע״קרו בא״ סברו ולבסוף בא״ סברו? Wir nach unserer ׳ביבה belassen diese קיביא keineswegs בצר״ך עיון, und wenn wir sagen, daß die;:גאוני, welche Herrn Reich zur Seite standen und vor welchen inan ״zitterte und bebte", vor Kurzem daS Zeitliche segneten, so dürfte auch manchen Anderen die Frage beantwortet sein. — Ja, der heute gefaßte Muth bekundet die gestern noch iuucgewohnte Menscheu furcht, und cS kann keineswegs ein r it tcr׳!iches Vorgehen genannt werden, wenn mau jetzt, wo er die ״Stützen" verloren, zur heldenmüthigen (?) That sich aufrafst, ihn zu stürzen. Die bloße Aufforderung zur RechnungSablegung allein iuvolvirt schon ein tiesverletzendeS und beschämendes Mißtrauensvotum, eS wird dadurch seine VertrauenSwürdigkcit in Geldsachen vor den Augen der Welt an den Pranger gestellt. Doch bei all seinen Schwächen und Fehlern hat Herr Reich eine solche Schmach nicht verdient, und wir erklären feierlich, sowohl die Eingeweihten als die Uneingeweihten, dürfen über die Lauterkeit der Verwendung entschieden keine Zweifel erheben! — Darum PcrhorreSzircn wir eine derartige Forderung, sowie wir auch vor Jahren in der Ujhelyer Aufforderung diesen PassuS mißbilligten. — Wir betonen eS mit Nachdruck, daß wir auch bei der Ujhelyer Gemeinde dieses Verlangen ungerecht gesunden, damit man nicht denke, wir wollten für die Verdrängung der Ujhelyer Gemeinde uns revanchiren, wir sagen nicht כיברציתי לא רצית עביביו יבא ה ה רוצה איג" רוצה «eilt, das Verlangen nach RechnungSablegung haben wir nie gehabt, unb rechtlich dürfte man von keiner Seite dieses fordern, denn die Eingeweihten (und zu diesen zählen wir, die solches jetzt verlangen) müssen cS wissen, welche Rubriken in dem Ausgabenbudget des Herrn Reich nothwendig figuriren müssen, zu diesen gehören die bereits erwähnten Sinekuren, die .סעודות יבל בצור, die au armen בהורים ,ב״ת re. geübten WohlthätigkeitSakte, welche oft unter ihren Augen, und gewiß nicht gegen ihren Willen vollzogen wurden und welche אהה לאחת riesige Summen Geldes vcrschlangen haben. — Ferner müssen sie cS wissen, daß die Kommission oft enorme und dringende Ausgaben לבובת הבלל hatte, die nicht spezifizirt werden können und sich naturgemäß jeder Kontrole überhaupt entziehen. ־ Was schließlich die vielleicht nicht unbedeutenden, ebenfalls zu Zwecken לבובת הבלל eingelausencu Beiträge von Privaten betrifft, über diese braucht Herr Reich keinem Menschen Rechenschaft zu geben. Die Spender haben seiner Redlichkeit vertraut und die Ver- Wendung seinem Gutdünken anheimgestcllt. Vor Uneingeweihten (wie z. B. der Ujhelyer Gemeinde) konnte Herr Reich die für ׳בלויב סעודות rc. gemachten Spesen ohne Risiko nicht in der Rechnung aufbringen, demt sie würden diese Post entschieden und mit Recht beanstanden und in einer RevisionSnoteanssprechen: diese Post können wir nicht akzeptircn, für יביס n. בלה״ב-Mahle hat das Land nicht zu sorgen. ^Schluß folgt.) Kolrespoildcirzeil nud Nachrichten. Deutschland. -0- Berlin, 7. Januar. Vorgestern versammelten sich die Freunde LaSkcrS'auf dem Friedhöfe, Herr Oberbürgermeister von Forckenbeck an der Spitze, um am Sterbetage des verstorbenen Patrioten dessen Andenken zu ehren. -tk- Hamburg, 9. Januar. Nachdem die Wittwe > dcS hochherzigen Herrn Hartwig Samson Herz! ihren Gatten in die Ewigkeit gefolgt ist, befindet sich j laut lctztwilliger Verfügnng die Talmnd-Thora-Schule

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