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Jeschurun · 1884-11-13 · Heft 46 (13.11.1884) · p. 725

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
17 (1884)
Issue
Heft 46 (13.11.1884)
Article
Zur Geschichte der Juden in Mecklenburg
Date
1884-11-13
Page
725 (sequence 3)
Language
German
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7 25 famosen Sünderwagc dem Schweriner Hoslicngcschäft so viel Aerger und Verdruß bereitete, der Herzog Heinrich der Dicke von Vtecklenburg und der -Herzog .'Heinrich von Stargard kl-"..? die Waffen ergriffen. 11111 diese heilige Erwerbsg necke nicht versiegen zu lassen! Die glänzenden Erfolge, welche die >trakower Firma Johann von Werte und Bischof von üamiu & CSomp. in ihrem Etablissement feierten, machte wohl gewisse -Herren in Güstrow neidisch und eifersüchtig. Wenn, dachten sic, das kleine Provinzialstädtchen Krakow so viel in -Hostien ״macht״, wie erst die Werlc'sche Nesiden; Güstrow. Welche herrliche Einnahmen würden sich da erst erzielen lassen? Und in der Thal entstand nach kann! fünf Jahren dein heiligen Btnte zu Krakow ein Konkurrent in Güstrow. ׳ FvNscblMg folgt. '1 Der iWsche ©jffdjfiifj. Eine Betrachtung zur Sektion .TV.:חי' ׳ Bon Mabbincr 1)1־. Jacobson in Schrimin. .הון ועשר נחלת אבות ומש׳ אשת משכלת ״Besitz und Bcrmögen ist Erblhcit von den Vätern, unvermittelt von Gott aber konnnt das verständige Weib." Geld und Gut kommen aus der -Hand der Eltern in die der Kinder, und wenn auch der göttliche Wille sie gewähren und das Weitcrbleibcn in einer Familie billigen muß, so sind doch die Ellern die Mittler, die den Schatz übertragen und ohne besonderes Zuthnn der Kinder ihnen Ncichthum vererben; das Weib aber kommt unvermittelt von Gott, und nur allein von Gott wird die weise Lebensgefährtin für das Dasein errungen. Wohl kann die göttliche Bestimmung Boten ersehen, die dem Manne die Gattin zusühren, wohl kann ein anderer Verstand für den Mann denken und auS der Frau die Tugenden heransbegreifen, die der Verbindung Unterlage sein sollen, aber als Gottes Bcsitzthnnl muß sic errungen lverdcn, tvenn sie אשה משכלת, eine Weisheit hegende und verbreitende Frau sein soll. Bon einer solchen אישה משכלת, von einem solchen tngendsamcu und wcisheitSrcichcu Weibe erzählt und der Abschnitt dcS kommenden Sabbath, von dessen Er- Werbung berichten uns seine Zeilen, zu dessen Lobe einen sich seine Andeutungen und dessen Preis dienen seine Worte. Versuchen wir denn, geweiht durch das Gedächtnis unserer großen Vergangenheit, in Dunk gegen Gott, der eine Niblah uns zur Mutter gegeben, in den folgendcn Zeilen die beiden -Fragen zu beantworten:!. wie erwirbt der Jude sein Weib? II. als was erwirbt der Jude sein 'Weib? Vielleicht werden manche der freundlichen Leser oder Leserinnen den einen oder andern Jrrlhnm dadurch berichtigt finden, den ihnen verkehrte Lehre oder verkehrte Praxis über diesen Punkt erregt hat I. W i c erwirbt der Jude s e i n W e i b? Als die weisen Ordner unserer lalnutdischen Schrifteil daran gingen, den Abschnitt znsammenznslellcn, den wir קידושין nennen, und der über die Anheitignng der Gatten handelt, da wußten sie ihn nicht besser zu bcginnen und cinznleiten als mit den Worten האישה נמנית כשלש דרביס, die Frau wird durch dreifache Weise dem Manne erworben. Den Begriff ״Weise" drücken sic dabei durch das Wort דרך ans, das als männliches, wie auch als weibliches -Hauptwort gc׳ braucht werden kann. -Hier wählen sie die weibliche Form. Sollte cs uns nicht gestaltet sein, eine ethische Bedeutung in diese Wahl hincinznlegcn? DaS Mannliche ist mehr das -Harte, das Energische, oft auch daS Gewaltsame, das Weibliche lieber daS Weiche, das Zarte, das Sanfte und daS Milde. Nicht in männlicher, harter, gewaltsamer Weise soll die Frau dem Manne zngcführt werden, sondern in weiblicher, milder und sanfter Art, nicht durch Gewatt darf das Band geschlungen sein, sondern nur durch williges Ucbcrcinkommcn. durch gegenseitiges Erkennen und Anerkennen. אין האשה נקנית אלא מדעתה uni־ wenn mit ihrem freien, nnbeeinslnßtcn Willen die Frau deS Mannes wird, wird sie in Wahrheit sein קבין sein Eigen- und Bcsitzthnm. Wohl glauben manche Eltern, daß, so wie Geld und Gut, die leblosen Schätze, ohne gefragt zu werden und ohne gefragt werden zu können, von einer -Hand in die andere wandern, so wie diese רזון ועשר נחלת אכרה sind, ohne Gegenrede in den Besitz des Zweiten übergehen, daß so auch die lebendigen Schätze, die Töchter, die willenlosen Wesen sind, die in den von den Ettern gewählten Kreis zu kommen haben, die energisch und hart in eine Verbindung gedrängt werden dürfen und nicht sanft und zart mit anderen Wesen vereinigt zu werden brauchen; gewiß glauben manche Ettern, daS -Heil und daS Glück ihres KindcS zu fördern, wenn sie ihren Willen über den seinigcn stellen und nach dessen Abneigung wenig fragen, gewiß glaubt auch mancher Mann sein Weib erworben zu haben, wenn, er nur die Eltern auf seiner Seile hat, ohne Rücksicht daraus, ob der Jungfrau Widerwille die Verknüpfung mißbilligt; — aber erhält er denn von den Eltern die Frau? ומהי אשת משכלת, Gott, der Ewige, der Spender der Freiheit an die׳

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