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Jeschurun · 1884-09-25 · Heft 39 (25.9.1884) · p. 609

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
17 (1884)
Issue
Heft 39 (25.9.1884)
Article
Kol Nidre
Date
1884-09-25
Page
609 (sequence 1)
Language
German
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.ftflinfflhpr bi'K Dischri 5(>4:5. Hannover, oen 25 September 188.4■ M 39. zur Förderung Wischen Geistes uud jüdischen Lebens in Haus, Gemeinde und Schule. Dcgrüil^'t von Samson Nllphllel Hirsch, Äakll'incr 1. Ixrmliiifllm, ,l>csi>>ic!1iMl'rW>as! 511 ^rniiRfuct a.A. Neue Folge. - Zweiter Jahrgang. Heraus ge geben unter Mitwirkung des Begründers uud bewährter Genossen von AsrUlc Kirslh. Diese Wochenschrift erscheint jeden Donnerstag mindestens 2 Bogen stark. — AbonnemmtSpreis bei allen Postanstalten nnd Buchhandlungen 2M. .'»0 für das Bierlcljahr. Der Buchhandel verkehrt durch die Helwing'sche BerlagSbuchhandlnng zu Hannover. — Die Expedition versendet auch direct nnd franko unter Streifband den Jahrgang für 12oder 7 Gulden österr. Währ, nach Deutschland und Oesterreich; für U J6. oder IS Fr. nach den Landern des Weltpostvereins. — 1?ln $ eigen lverden mit 2-..Z f. d. :;gespaltene Petitzcile oder deren Nann! berechnet. — Expe d iti on: Hannover, Theodorstr. 5. A» schlcimigstc Ernciicriiil^ dcS Abonikciiicnts, immenttich bci dcr Post, wird erinnert. Are G.rpedltlon des ״Zeschurml". Inhalts Verzrichttisr von Nr. .rr- Kol Nidre. — Almosen - Jcdala. -- Zur Geschichte der Inden in Mecklenburg (Fortsetzung.) — Nachlgestirne «Fortsetznng). — Korrespondenzen und Nachrichten: Hannover, Berlin, Frankfurt a. Ai., Wien, Pest, Prag >2!, Zürich Basel, Langenthal, Haag, Pario, Bukarest >2 , Nnstlond, Kreta, diem-Bork , 8 Westamerika, Marokko. - Bücherschan. — Ein glücklicher Wurf ^Fortsetzung). — Inserate. Ko! Mre. Von einer Seite, welcher weder eine besondere Gewissenhaftigkeit in dcr Beobachtung dcr jüdischen NeligionSvorschriften, noch ein tieferes Verständniß des Jndenthums nachgerühmt werden kann, wurde kürzlich als eines der dringendsten Bedürfnisse die Darstellung einer Ethik des Jndcnthumö verlangt und, wenn wir uns nicht irren, eine sehr erhebliche Summe als Honorar für die dcsignirten Verfasser einer solchen. ansgesctzt. Es ist heute nicht nufere Absicht, die Frage dieses angeblich dringendsten Bedürfnisses der Gegenwart, sowie die Befähigung der mit dcr Ausführnng Betrauten zum Gegenstände einer Erörterung zu machen. Wir wollen nur daran erinnern, daß die Synagoge ein kleines Dokument besitzt, welches den Erweis non dem unvergleichlich sittlichen Gehalt dcS Indenthums nicht nur, sondern, was für den beabsichtigten Zweck jenes Vorhabens noch viel wichtiger, von dem tief ethischen jüdischen Lolksbewußtscm, das bis in die Gegenwart hinein alle Kreise der Juden, von dem gelehrten Nabbi bis zum ungebildeten Lumpensammler, erfüllte, in überzeugendster Thatsächlichkcit erbringt. Wir glauben, mit dieser Hindcntung einen kleinen Beikrag zu jenem Werke ans unsere Art zu liefern und dadurch dcr Anerkennung einer uns sonst gerade nicht holden Seite nicht ganz unwerth zu erscheinen. Dieses Dokument ist unserer Liturgie cingerciht und umfaßt nicht mehr als sechsundvierzig Worte. Es zeichnet sich weder durch poetische Sprache, noch ergreifenden Inhalt aus, dennoch aber hat es eine solche hohe Stelle in dem synagogalcn Leben sich zu erringen gewußt, daß die jüdische Volksseele ihren ergreifendsten elegischen Ansdruck an diese sechsmidvicrzig Worte geknüpft hat und mit deren beiden ersten die gcweihetcsten Stunden

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