Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 17 (1884)
- Issue
- Heft 33 (14.8.1884)
- Article
- Zur Begründung unseres Standpunkts
- Date
- 1884-08-14
- Page
- 513 (sequence 1)
- Language
- German
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XVII. Jahrgang. Hannover, den 2:*. 41,v 5044. 14. 411111IIft 1884■ M. 33. orhbuslljrilt zur Förderung jüdischen Geistes und indischen Lebens in Hans, Gemeinde nnd Schule. Joccpwti'l von SnillfOii A'aphael Husch, iuiflim'r 11.?Krnrfiiifdini <f1rfi(1ionsjcffffflafl jiwPmnlsM n.Ä. ' Neue Fol^c. - Zweiter Jahrgang. Hcrailsgcgebcn unter Mitwirkung deS Begründers und bewährter Genossen von Asaac Kirsch. Diese Wochenschrift erscheint jeden Donnerstag mindestens 2 Bogen stark. — MonnementSprciS bei allen Bostanstalten und Bnchljvndlnngeil 2 M. 50 ...$ für das Vierteljahr. Der Buchhandel verkehrt durch die Helwing'sche Berlagsbuchhandlnng zu Hannover. — Die Expedition versendet auch direet 1mt> fnnifo unter Ltreisband bcu Jahrgang für V2J6 oder 7 Gulden öftcrr. Währ, nach Deutschland und Oesterreich׳, für ll ,16 oder 18 j^r. nach den Ländern des Weltpostvereins. — Anzeigen werden mit *25..j s. d. :;gespaltene Petilzcite oder deren Raum dercchnct. — Expediti on: Hannover, Theodorstr. 5. Inhalts Perzi'jchitisr von Nr. Zur Begründung unseres Standpunkts. -- Uncigcimützigc Pslichlcrjüllttiig als Hauprsordernng der Gottcslehrc. — Gedanken eines NichlpredigerS über die Predigt. Zur Geschichte der Juden in Mecklenburg. -- Nachtgestinic (Fortsetzung). -- 5Nanrische Romanze. — Korrespondenzen nnd Nachrichten: Hannover (2), Berlin (2), Hamburg <2־, Aus Thüringen, Woldcnbklg, Witten, Prag, Aus Holland, Loildon, Rumänien, New-'chork 12׳, Ganada. --- Gilt glücklicher Wurf -Fortsetzung). — Inserate. Zur §tgrü!iL!l1!s imstres A!11ids1!1!l!lts. Die Betrachtungen in den jüngsten Nummern über dic neueste Phase der Reform gaben zu verschiedenen Bemerkungen Veranlassung, dic uns von befreundeten Seiten unterbreitet wurden. Es gereicht uns zur Be friedigung. daß unsere Auffassung nicht bemängelt wurde. Dagegen glaubte man aber dic Opportunität unserer Erörterung in Zweifel ziehen zu sollen. Dir glauben uns nicht in der Annahme zu irren, daß diese Kundgedungen privater Natur der Ausdruck von Ansichten sind, welche keineswegs vereinzelt dastchcn und halten es deshalb für nicht unangemessen, an Stelle einer vertraulichen Beantwortung der erwähnten Zuschriften, vor der Oesscntlichkeü Rede zu stehen. Die Einwendungen lassen sich kurz dahin zusammcnfassm, daß einerseits uuS zu bedenken gegeben wird, ob cs denn Angesichts der judcufciudlichcu Strömung nicht besser gewesen wäre, die im Innern obwaltenden Spaltungen für jetzt nncrörtcrt zu lassen, um nicht den mit Argnsangcn uns bewachenden Feinden eine neue Handhabe zum Angriff zu gewähren, iubeiii sie, mit dem ״Ieschiuun" in der Hand, triumphirend auszurusen: haben wir denn nicht Recht, die Inden als das Korrosiv der Gesellschaft zu bezeichnen'? Seht nur, wie sich das ihnen nun einmal eigenthümliche ätzende, anflösmde Gisl an ihrem eigen Körper erweist! Sie hätten doch gewiß in der Gegenwart alle Ursache, des Lünern Haders zu vergessen, um nach außen durch Einigkeit nnd Einheitlichkeit eine möglichst Achtung gebietende Stellung einznnehmcn. Statt dessen aber suchen sic dic vorhandenen inneren Gegensätze zu verschürfen und befeinden sich in großer Erbitterung. So reiben sic sich selbst ans und müssen vermöge ihrer ganzen Veranlagung jeden Organismus zerstören, der sich mit ihnen inriig verbindet. Andererseits sagt man uns: Sic haben in Ihrer Abhandlung klar dargelcgt, daß die Neformrabbiner das Bedürfniß cmpsindcu, sich den Konservativen zu nähern. Mögen nun lediglich egoistische oder edlere Votive oder beide zusammen hier wirken, die That-