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Jeschurun · 1884-08-07 · Heft 32 (7.8.1884) · p. 497

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Journal
Jeschurun
Volume
17 (1884)
Issue
Heft 32 (7.8.1884)
Article
Zum Verständniß der neuesten Phase der Reform
Date
1884-08-07
Page
497 (sequence 1)
Language
German
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Iß. A,v 5<>44. 7. rcugttst 1884. M 32; zur Förderung jüdischen Geistes und jüdischen Lebens in Hans, Gemeinde und Schule. ßfgriimlet uoi! ©ttiufoil Raphael Hirsch, JScißRincr 11. Israffiliftfin! Rr^wnMl'cWmft z» franlftirt 0. Neue Folge. Zweiter Jahrgang. Herausgegeben unter Mitwirkung des Begründers und bewährter Genossen von Isttttc Kirsch. Diese Wochenschrift crschcini jeden Donnerstag mindestens 2 Bogen stark. — Abonnementspreis bei allen "U ostan st alten und Buchhandl n ngen 2 J6 50 für das Nierttljahr. Der Buchhandel verkehrt durch die Helniing'sche Verlagsbuchhand. 1»«fl;u -vannover. — Die Expedition versendet auch direct und franko unter Streifband den Jahrgang für 12-//L oder 7 Gulden österr. Währ, nach Deutschland und Oesterreich-, für 11 ,46 oder!8 Fr. nach den Ländern des Weltpostvereins. — *?( 115eigen werden mit 2n..j f. b. :lgespalteue Petir^cile oder deren Raum berechnet. — Expedition: Hannover, Theodorstr. 5. Inhalts-Bcrznichuifr Vvn Nr. Zum Verstanduiß der neuesten Phase der Reform ( Schluß. , — Salomonische Spruchiveisheit (Fortsetzung,. — Uebcr die Stellung der jüdischen Lehrer in der Provinz Hannover (Schluß.! — הסד ואמת Wohllhängc "Wahrheit (Schluß.l — Nachtgcstiruc (Forrsctznug >. — Korrespondenten und Nachrichten: Hannover, Berlin (2), Obcrschlesien, Aus Süddeutschland, An-> Holland, Amsterdam, Rom, Nishui-Nowgorod, Wircbek, Konstantinopel, New-?)ork, Rio de Janeiro, Persien. — Ein glüclllcher Wurf. — Jnjcrate. Zilli! Ukl'ßiiliiülitz der ueiicjlnt ^Ijtlst -er licform. (Schluß.) Dieser Ausschluß des Judenthums von der Aufstettung der Thesen, welche die Kommission ihren Kommittenten zur Hebung des religiösen Sinnes und zur Förderung des Religionsunterrichts Vorschlag, würde nämlich ein absoluter gewesen sein, wenn nicht in der Ueberschrifr 8ub A. baWort ״jüdisch", einige Male ״Rabbiner", unter B. ״Sabbathgottesdicnst" und unter C. einmal das Wort ״Judcnthnm" und ״jüdisches Gemciudeleben" genannt worden wäre. Man wäre .sonst in der That im Zweifel gewesen, od es sich׳ hier um jüdischen Geist, jüdischen Religionsunterricht, Judenthum und jüdische Geistliche handelte. -- Sie könnten sonst ebensowohl von Pastoren, Kaplauen. UlemaS oder buddhistischen Mönchen ausgestellt worden sein. Genauer betrachtet aber erkennt nian den Geist der Reform in diesen Thesen, lvetchcr einzig und allein die Herren umschwebte, sich auf sie heruiederließ und sich vielleicht gegen ihre Absicht dnrch sie offenbart. Wie könnten sollst z. B. dieselben so unbcdachtsam sein und in I. A.a. ihre Motive damit beginnen, daß sie den ״Konsirmandennnterricht" als die selbstverständlichste und erste Amtshandlung ״des Rabbiners״ nennen. Der Konfirmandennntcrricht hat doch die Konfirmation zur nothwendigen Voraussetzung, es kann aber den Herren, die als Mandatare ״der allgemeinen Versammlung der Rabbiner Deutschlands״ sich fühlen und als solche arbeiten, nicht unbekannt sein, daß die Konfirmation nicht zu den Amtshandlungen eines orthodoxen Rabbiners gehört, daß vielmehr dieselbe zu den ״religiöscn Disserenzpnnkten" zwischen Reform und Orthodoxie gezählt hat und annoch zahlt. Dieser ״Konfirmandenunterricht" ist das eigenste Produkt des ReformgeisteS, in dessen Dienst die Herren gearbeitet. In peinlicher Aeugstlichkeit ist dagegen sorgfältigst vermieden worden, auch nur andeutungsweise kundzu-

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