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Jeschurun · 1884-07-17 · Heft 29 (17.7.1884) · p. 451

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
17 (1884)
Issue
Heft 29 (17.7.1884)
Article
Salomonische Spruchweisheit
Date
1884-07-17
Page
451 (sequence 1)
Language
German
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451 Siilöüioitifdje ZMllMislitit. Bou 3amf011 Naphacl Hirsch. XVI. Göttliches Walten. Biel sind der $ebanfc1t in bau Herzen eines Mannes, Ader nur was Gott beschlicht, das kommt zn Bestand. (19,21.) sticht Klugheit, nicht Einsicht, Nicht Ruth nützt gegen Gott. Das Nos; ist bereit für den Tag des Krieges, Aber nur Gottes ist der Sieg. (21,30.31.) DcS Menschen Herz überlegt seinen Weg, Aber nur Gott läßt seinen Schritt zum Ziele gelangen. (16,9.) Lenke mit Ernst deine Unternehmungen zn Gott hin. So werden deine Gedanken die rechten werden. (10, 3.) Gewiß sollen wir alle uns zn Gebote stehende Einsicht und allen uns zugänglichen Nath vernünftiger Menschen zusammen nehmen, um das für uns Beste zn ermitteln. Möge uns aber immer gegenwärtig sein, daß alle Ueberlegnng und alle Einsicht, aller Nach und alle Thatbereitschast nichts nützt, wenn Gott unser Unternehmen nicht billigt, Gott uns nicht das Gelingen zuwendet. Bevor wir daher mit uns, bevor wir mit Anderen uns bcrathen, bevor wir an Vereitmachnng der Mittel zn einem Ziele denken, mögen wir doch erst mit Gott uns bcrathen, vor Gott uns fragen, ob die Ziele, die wir austrcben möchten, die Wege, auf welchen wir zn diesen Zielen gelangen könnten, Ihm, Seinem in seinem Gesetze uns geosfenbarten Willen genehm sind. Nur dann dürfen wir ein Gelingen hoffen, nur dann ein Gelingen wünschen, nur dann unsere und unserer Freunde Einsicht und die uns zu Gebote stehenden Mittel benutzen, um zn einem uns wünschenSwerthen Ziele zn gelangen. ־* Wer sich um Gutes bemüht, sucht Wohlgefallen, Wer nach Bösem strebt, den überkomiut Böses. (N, 27.) Wer gut ist, will Wohlgefallen von Gott, Nur ein Mann selbstgefälliger Gedanken handelt gesetzlos. (12,2.) Nur Ungehorsam meint der Böse zu suchen, Und als erbarmungsloser Bote wird er gegen sich selbst gesandt. (17, I I.) Es irren sich doch die BöjcS pflügen, Liebe und Wahrheit pflügen, die Gutes pflügen. (14, 22.) Täuschung wohnt in! Herzen Derer, die BöscS pflügen, Derer, die Heil bcrathen, wartet Freude. (12, 20.) Wünschen wir Gutes, so laßt uns nur Gutes wollen, BöscS erreicht, wer das Böse will, das ist der Grundgedanke dieser Sätze. Nur das Gott Wohlgefällige ist das an sich Gute und das für nnS Gute. Nur ein איש בזזמות, Ulli• ein Mensch, der die Menschen-- kliighcit überhaupt, und die eigene Klugheit insbesondere überschätzt und mit den- Ergebnissen seiner Einsicht anszurcichen vermeint, nur ein Solcher mag eS wagen, gegen Gottes Gesetz zn handeln. Ein Solcher meint, nur Gott Verdruß zn machen, und er bereitet sich selbst den größten Verdruß. Der Gott, dem ungehorsam zu werden, er sich nicht scheut, der läßt ihn selbst mit dem, was er thnt, einen erbarmungslosen Bringer alles UcbclS an sich selber werden. Darum irren alle, die BöscS in den Acker der Zukunft säen und pflügen, und Selbsttäuschung wohnt in ihrem Herzen. Liebe und Wahrheit von Gott und Freude erblüht nur Denen, die mit allem ihren Thun nur das Gute und Heilbringende säen und pflegen und anstrebm. ־# Während Spöttern Er Spott bereitet, Verleiht er Bescheidenen herzgewinnende Auerkcnnung. (3, 34.) Denjenigen, die mit frivolem Hochnmth das von Gott gewollte Heilige herabwürdigen und es den Gemüthcrn des zn seiner Verehrung berufenen Menschen zum Gespött zn machen suchen, läßt die göttliche Wallung einen solchen Untergang sinden, imb das von ihnen, im Gegensatz zu GottcS .Heiligthnu!, Hochgepricscne sich als solche Nichtigkeit erweisen, daß sie und ihre Ideale damit dem Gelächter der Welt nicht entgehen. Die aber, die in bescheidener Dcmnth sich dein göttlichen Willen und seinen Heiligthümern unterordncn und mit ihrem ganzen Wesen im Gehorsam gegen Ihn aufgehen, läßt Gott durch den Adel ihrer Gesinnungen und die Neinhcit ihres Wandels nicht nur in seinen, sondern auch in der Menschen Augen jn sinden, hcrzgewinnende Anerkennung sinden. ־* Gottesfurcht gewährt Leben, Satt geht er in die Nacht ein ohne zu fürchten, daß über ihn BöseS verhängt werde. (19, 23.) Das Bewußtsein, unter Gottes Wallung zu stehen, führt den Gottcsfnrchtigcn immer zu Leben. Wie viel Gewinn oder Verlust ihm der Tag auch gebracht, ״satt", ״zufrieden" beschließt er jeden Tag, auch das versagt Gebliebene ist ihm ein von GottcS liebender Fürsorge Gewährtes, und war ihm Gelegenheit, Versagung gegenüber seine Pflichttreue zn bewähren, und in die Nacht geht er ein, ohne zu befürchten, daß BöseS über ihn verhängt werde. Und mit gleicher Zufriedenheit und gleicher Ruhe sieht er die Sonne seines

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