Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 17 (1884)
- Issue
- Heft 22 (29.5.1884)
- Article
- Das alte Gottesgesetz und die moderne Zeit
- Date
- 1884-05-29
- Page
- 337 (sequence 1)
- Language
- German
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XVII. Jahrgang. $1tmtoucr, den M 22. U^arlkkllsl^rlü pr Förderung Mischen Geistes und jüdischen Lebens in Haus, Gemeinde und Schule. ßcgriirnlet ron Slliusoil Nllphiltl ,*pU'l'tfj, iut[>f>in1T 11. 3'sracl’itifififn iirfi(ןionPrITminfl zufrnufifiirl a.4IL Nene Folge. Zweiter Jahrgang. Heransgegeben unter Mitwirkung des Begründers und bewährter Genossen von Asaac Kirsch. Diese Wocheuschvisl erscheint jeden Donnerstag mindestens 2 Bogen stark. — 2lbonnen1cntspreiS bei allen ‘l> oftaitft aiiett 1111b B nch Handlungen 2 J& '0י J| für das Bierlcljahr. Der Buchhandel verkehrt durch die Helwing'sche Bcrlagsbnchhandlung;11 Hannover. — Die Expedition versendet auch direct und srank o unter Ltrcisband den Jahrgang für 12 c.f& oder 7 Änlden österr. Währ, nach Deutschland und Oesterreich-, für l-l J6. oder IS Ir. nach den?ändern des Weltpostvereins. — An;eigen werden mit 27»^Z s. d. :;gespaltene Petit;eile oder deren Nainn berechnet. — Expedition: H.innover, Theodorstr. 5». Juhalts-Vergeichnist von Nr. 22. Das alte Gottcögesetz und die modernc Zeit. — Die Hyperorth odoxen. — 5tollektiv-Bcrichte ans Ungarn. — הסד Wohlthätigc Wahrheit.!Fortiel-iiiigV — dtachtgestirne. tForrscvniig!.— Korrespondenten und d?achrichten: Berlin (2׳•, Franisurt a. M.!2!, Gricoheim, Königsberg. Jnowra;la1v, Stargard, Pest. Prcß'vnrg, Petersburg, Ncw-Bork. — David Haller (Fortsetzung-. — Inserate. Das alle(Mesgc,schund die niaderneIeit. Der Jahrestag der Gesetzgebung zieht heraus, der einzig große Augenblick, in welchem ein ganzes Volk unmitlelbar und unvermittelt die Worte Gottes vernommen und Ihm, den! König des Alls, den ewigen Schwur der Treue und des Gehorsams lcisletc. Und dieser Hnldignngseid und das ans demselben sich gründende besondere Bcrhältniß dieses Volks zn Gott und Seinem geoffcubarten Gesetze galt nicht für die damals am den flammenden Sinai Versammelten allein, in jenem erhabenen Momente wurde das unverbrüchliche Getöbniß aller Seelen abgelegt, welche diesem Volke jemals angehören, und der Bund für alle Ewigkeit besiegelt: das Gottesgesetz zu erfüllen in jeglichem Augenblicke, ihm treu zit sein mit jeder Faser des menschlichen Wesens, und durch diesen Gehorsam, diese Hingebung und Treue des Priesteramts unter der Menschheit zu walten, Gottes Namen zu verkünden unter den Nationen, Seine Herrschafl zn proklauüreu unter den Völkern, Sein Reich vorzubercilen für die Menschheit. Sollten wir uns nicht im Anblick des Ehoreb, in dem hehren Augenblicke, in welchem die Offenbarung Gottes in ihrer vollen Thatsächlichkeit uns vor die Seele tritt und wir mit unseren Vätern in den begeisterten Dtuf: נעשה ונשמע einstimmen, veranlaßt fühlen, den prüfenden Blick in uns und um uns zn richten, um zu erkennen, wie wir zn diesem Gehorsam und dieser Treue stehen, wie wir den Bund gehalten, in welchen wir am Sinai zu Gott getreten? Haben wir dem Gesetze unseres Gottes die Huldigung nimmer versagt, unserer einzigen Bestimmung uns nicht entsremdcl. lebt in uns der Väter Begeisterung, empsiudcn wir gleich ihnen das selige Bewußtsein, das ממלכת נהנים und das נוי קדוש zu sein, erweisen wir uns als die Hcerschaar Gottes? Lind unsere Mäuner jüdische Männer, unsere Frauen Hüterinnen jüdischen Geistes und jüdischer Sitte, unsere Gemeinden קתלות הקדש, in welchen nur der Gottcswille als maßgebendes Ge!ctz gilt, unsere Borstcher und Vertreter jüdische מנהיגים und פרנסים, unsere Lehrer und Rabbiner wahrhafte und echte Lehrer und Prediger des einzig