Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 17 (1884)
- Issue
- Heft 18 (1.5.1884)
- Article
- Über die Beziehung des Talmuds zum Judenthum und zu der sozialen Stellung seiner Bekenner
- Date
- 1884-05-01
- Page
- 273 (sequence 1)
- Language
- German
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XVIT. Jahrgang. Haimover, dc» s' 18. zur Fördermig jüdischeu Geistes uud jüdischen Lebens in Haus, Gemeinde und Schule. §1Mü1u!ä vo» Samson dillphacl Hirsch, ifinßfWr 11. Isrncfihl’t{in1 J1rfi(|i011sflrfffff(f1nfl zuAnuü'snri l!.E. Nene Folge. - Zweiter Jahrgang. Herausgegebeu unter Mitwirkung des Begründers lind bewährter Genossen von Asttttt Hirslh. Diese Wvchcnschrift erschrim jeden Donnerstag mindestens 2 Bogen stark. — AbvnncmentSprciö bei allen Bosta nstalten und Buchhandlungen 2 Jt 5,0 für das Vierteljahr. Der Buchhandel verkehrt durch die Helwing'sche VerlagSbnchhandlung zn Hannover. — Die Expedition versendet auch direct und franko unter Streifband den Jahrgang für! '2 JC. oder 7 Gulden östcrr. Währ, nach Deutschland und Destcrreichz für U J6. ober 1$ Fr. nach den Ländern des Weltpostvereins. — Anzeigen werden mit 2'׳H f. d. :!gespaltene Pelil;cile oder deren Raum berechnet. — Expedition: Hannover, Theodorstr. 5. Jnhnlts-Berzcichni.fr Don Nr. 18. Ueber die Bczichiing des TalmndS zum Indenthum und;u der sozialen Stellung seiner Bcleuner. — Schreiben des Herrn Rabbiner Fink. — Das Mein und Tein. — הסד *אמת Wohlthätigc Wahrheit, tFortsetzung.) — Aus der ersten Hälfte unseres Jahrhunderts Schlug.) — Der Klcsmor II. 21 uf dem Felsen. — Korrespondenzen und Nachrichten: Berlin, Würzburg, 9,eustet!in, Leipzig, Ans Westphalen. Frankfurt a. M.. Wien s.2s., Krakau. Ungar. Brod. Limerik. Bukcnest, Amerika. David Haller (Fortsetzung). — Inserate. Ih'ljci׳ Mf Ktsikhmtl; dls (Taimubs )!!!!! I!1k1!k!j1!!1! null!!! kr foplrn Slrli!!!!!] seiner Lkllkimkr ist ber Titel einer soeben erschieucrien Schrift des Herrn Rabbiner Samson Raphael Hirsch (Frankfurt a. M, Kaufmann), welche sich die Aufgabe gesellt, in gemeinfaßlicher Darstellung durch möglichst wortgetreue Ans- Züge aus den talmudischeu Schriften auch jedem nidujüdischen unbefangenen Leser die Bildung eines richtigen Selbstunheils über den Einfluß des Talmuds ans seine Bekenner zu ermöglichen. Eine solche Darstellung erscheint im Hinblick auf die Zeitströnumg um so äugezeigtcr, als, wie der Herr Verfasser in dem kurzen Vorwort hervorhebt, der Talmud von je der Leidensgeführte der Juden war, und das Vorurthcil gegen diese immer auch in erster Linie jenen traf, so daß kenntnißlosc Voreingenommenheit stets vorschnell bereit gewesen, die angebliche Gemeinschädlichkeit, deren inan das Verhalten des Juden anklagcn zu können vcrmeinte, ans den Talmud als dessen Urheber zurückzuführen, und auch sonst wohlwollende Kreise allen Ernstes die etwaige Lossagung der Juden vom Talmud im Interesse der Judcnhcit und der übrigen Staatsgenossen beifällig begrüßen zu dürfen glaubten. Bersuchen wir in der Kürze eine Skizzinmg des Inhalts dieser bedeutungsvollen Schrift. Der Talinud ist die einzige Quelle des Judenthums, der Grund, auf welchem cs besteht, die Lebensscele, welche es gestaltet und erhält. Er ist nämlich nichts als die protokollarische Aufnahme der bis auf Moses hinaufreichenden, mit dem schriftlich fixirten Gottcsworte gleichzeitig und als gleich göttlichen Ursprnugs für die Ausführung der Gotrcslchre empfangenen Ucbcrliesernugen, welche während der vierzigjährigen Wüstcnwanderung dem israelitischen Volke gelehrt und eiugcprägt worden waren, bevor MoseS vor seinem Scheiden die schriftliche Abfassung-der Thora demselben übergab. Außer diesen Ueberlieferungen enthält der