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Jeschurun · 1884-04-24 · Heft 16-17 (24.4.1884) · p. 249

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Journal
Jeschurun
Volume
17 (1884)
Issue
Heft 16-17 (24.4.1884)
Article
Winke für die religiöse Erziehung
Date
1884-04-24
Page
249 (sequence 1)
Language
German
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M^uhollsthl'iü zur Fördernug jüdischen Geistes und jüdischen Lebens XVII. Jahrgang M 16 11.17. Haimovtr, den in Hans, Gemeinde itnb Schale.;Begründet von Stllllfoi! NllPlMtl Hii'lch, iinfif'iiirr!1. Üfsrnefitififini IresigimiMleRtmsl jn^rnnßfurt a. il. Nene Jolge. - Zweiter Jahrgang. Heransgegebeu unter Mitwirkung des Begründers und bewährter Genossen non Asaac Kirsch. Diese Wochenschrift erscheint jeden Douuevstag mindestens ‘2 *öogcn stark. — Abouuemeutspreis bei allen P ostanst alten und B nchhandlnn gen 2־ Jf. 50 .«F für das Bierteljabr. Der Buchbaudel verkehrt durch die Helwiug'schc Verlagsbuchhaudluug Zi Hannover. — Die (>rpedilion versendet auch d.ireel und franko inner Ztreifband den Jahrgang für 112 t/d oder 7 Gulden österr. Währ, nach Dcnlschtand und Oesterreich ׳. für 11 J6. oder 18 Fr. nach den Ländern des Weltpostvereins. — Anzeigen weiden mit 25׳ f. d.;Igcipaltcnc '^ctit^cllc oder deren Raum berechnet. — Grpediti on: Hinnooer, Theodorstr. 5. Inhalts-Berzeichnisr Vv» Nr. und 17. Winke für die religiöse Erziehung. — Salomonische Spruch- Weisheit. — הכד ואכה LTohllhälige Wahrheit. — Ans der ersten Hälfte unseres Jahrhunderts Fortsetzung!. — Der Kiesmor. 1. Ter Abschied. — Ueber tNcformbesirebnngen in Nus;- land. — Für die vei lricbencn sicbenbürgischen Talmndjüngcr. — KollekiirmBerichte an« Ungarn. — David Haller ^Fortsetzung.. — Korrespondenzen und?lachrichten! Hannover. Berlin, Hildes׳ heim, Glbiug, Elberfeld, Kaiserslautern, Frankfurt a.?A'., Äeifenheim, Königehütte, küsaß-Lothringen, Pest, Brestburg 2*׳':, Krakau! 2 , Prag, :Nom, London, Limmarik, Petersburg Ol , Warschau, Jekcnerinoslaw, Palästina, 9kew׳׳Bork, Jamaika, Lonlei), Australien. pnlir für die relWfe Ersteljililg. IV. Es gicbt ober mich eine andere Klippe, cm welcher die religiöse Erziehung nur allzuoft Drhissbruch erleidet. Manche Eltern glauben, ihrer Pflicht ein Genüge zu leisten, wenn sie dem Kinde religiöse Uebnngen auferlegen, welche deren Fassungsvermögen und Verstandestrasl weit übersteigen. 20 unvernünftig es ist, wenn Eltern es verabsäumen, ihre Kleinen frühzeitig an Gehvrsamsbelhätigungcn gegen das Neligiousgcsetz nach Maßgabe ihrer Eutwickelnngsstufe zu gewöhnen, so vcrkehrt, ja noch viel tadelnswürdiger ist es, wenn sie in unverständigem, blindem Eifer exorbitante׳ Forderungen an das Kind stellen. Was ivürde man von einer elterlichen Kinderpflege halten, welche den zarten Kleinen zu anstrengenden Märschen, zum Tragen schwerer Lasten nöthigen. wollte? Wie unter einer derartigen unvernünftigen Behandlung die körperliche Entwickelung des Kindes gehemmt werden! würde, eine stetig fortschreitende, das Vermögen des Zög- ' liugs sorgfältig berücksichtigende Hebung aber dessen Kraft : stärken und zur gedeihlichen Entfaltung zu bringen geeignet wäre, ebenso muß ein Kind unter einer ähnlicheu widersinnigen religiösen Gewöhnung zu Grunde! gehen, während eine maßvolle, .angemessene Uebnng ihm! heilsam ist.! Die religiöse Erziehung erheischt nach meinem! Dafürhalten eine noch sorgfältigere Beachtung der in! meiner früheren kleinen Abhandlung über die Erziehung! im Allgemeinen entwickelten Grundsätze; sic passe sich! der Individualität des Kindes an und wisse sich weise! zu beschränken, sie sei zunächst vorwiegend negativer . Art und suche sich nicht zu überhasten. Als warnendes; Beispiel einer solchen unvernünftigen Methode steht mir die Erziehung vor Augen, welche ein sehr würdiger, ernst religiöser Vater seinen Kindern hat angedeihen lassen. Derselbe kannte kein höheres Ziel, als seine ^öhne zu wackeren frommen Juden zu erziehen, und er hat dasselbe trotz des redlichsten Eifers bei keinem seiner Kinder erreicht. ״Das Jndenthum muß in ihr

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