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Jeschurun · 1884-04-03 · Heft 14 (3.4.1884) · p. 209

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Journal
Jeschurun
Volume
17 (1884)
Issue
Heft 14 (3.4.1884)
Article
Winke für die religiöse Erziehung
Date
1884-04-03
Page
209 (sequence 1)
Language
German
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Haimaiicr, den 8. Nissan 5044. L April 1884. W^olhbltsrlsriü .u 14. zur Förderung jüdischen Geistes und jüdischen Lebens in Hans, Gemeiildc imd Schule. Scgrüiulft von SlUllsvN 1)1(1^1)1101 Htt'sch, JinGGiiici11 ־. Ifsrncfiiiflirn ßffipuRflcfcfffiimff jtiifrmißfnrt a. ill. Neue Folge. - Zweiter Jahrgang. HcranSgcgebcil mitcr Mitwirkung des Begründers und bcwnhrter Genossen von Isnac Kirslh. Diese Wochenschrift erscheint jeden Donnerslag mindostciiö 2 Bogen stark. — Abonnenientsprcis bei alle!! Postanstalten nnd Buchhandlungen ‘UL oü .,Z für das Vierteljahr. Der Bnochhandel verkehrt durch die Helwing'sche Berlagsbnchhand. lnng zn Hannover. — Die (Hpcdirion versendet auch direet nnd franko unter Streifband den Jahrgang für 12 Jü oder 7 Gulden östcrr. Währ, nach Deutschland nnd Oesterreich׳, für U Jf>. oder 18 Fr. nach den Ländern des Weltpostvereins. — Anzeigen werden mit 25,f. d. Zgespattene Pctitzeile oder deren Raum berechnet. — Gxpe diti on: Hannover, Thcodorstr. 5>. A» schlcimigstc Eruencriiug dc» Alioiiucincutv naMntlich bei der Post, wird crimiert. Die Expedition des ״Jeschnrun". Jtthatts Verzeichuly von 9!r.!4. Winke für religiöse Erziehung. (sin uralt Ptßachlied. j — Kollektiv-Berichte ans Ungarn. — חסד וא£דצ Wohlrhätigc j Wahrheit. — Ans der ersten Hälfte unseres Jahrhunderts - Fort׳! setznng). — Die;weile schrvnrgerichtliche Verhandlung des Nenstettiner Spnagogenbrandcs (Schluß). — Korrespondenzen! und Nachrichten: Hannover, Berlin, Hanau, Nenstetlin, Neuj strttin, Könitz, Trier, Elbing, Frnchiwcingen, Paderborn, Pest, > Aus Siebenbürgen, Pest, Kopenhagen, Ans Holland, Rotterdam,! Türkei, Petersburg, Petersburg. — David Halter (Fortsetzung).! — Inserate. j ----־- I U!!!I!t für die ttligiöse Ersiehiiilg.! lill.! Ich erkenne den Grundsatz von der Anpassung der! Erziehung an die Entwicketungsstnse des Kindes voll׳ kommen an und betrachte es ebciijnlte als einen großen Fehler, wenn der Erzieher Anforderungen wollte, welchen die morali]tf)cu ober physischen Kräfte des Zöglings nicht entsprächen. Der Gottcsgedankcn aber ist dem kindlichen Geiste!cineswcgs ein zu hoher und unfaßbarer. Zn des Kindes Herzen schlummert das Gottcsbewußtscin; cs darf nur geweckt werden, und cs läßt sich so leicht nnd so gern wecken, um zur Klarheit nnd Hellen Erkcnntniß sich zu entfalten. Wahrlich, der hat nimmer in den Spiegel einer Kindersecle zu schauen verstanden, welcher dieses bezweifeln möchte. Das reine Gemüth der Kleinen öffnet sich willig der Vorstellung von einem allmächtigen Schöpfer, einem allgegenwärtigen .Herrn nnd einen: allliebcnden Batcr, und es versteht sehr wohl, daß dieser Schöpfer, Herr nnd Vater seinen Geschöpfen, Dienern und Kindern Gesetze gegeben, deren Befolgung heilige und unverbrüchliche Pflicht ist. Gerade auf der ersten Entwickelungsstufe ist der Ftmdamcntalsatz für ׳diese Berpflichtnng: Gott hat es also geboten, vollkommen faßlich und ausreichend zur Erzielung der Unterordnung dcS eigenen Willens unter den göttlichen. Mich wenigstens hat eine aufmerksame Beobachtung überzeugt, daß die Kleinen keinen Geboten unbedingteren und willigeren Gehorsam leisten, als gerade denjenigen, die ihnen als nnmittclbar von Gott ertheilte bezeichnet werden. Zcl) will die Erklärung für diese Wahrnehmung an dieser Stelle nicht auf die göttliche Natnr der Mcnfchcnseele allein zurückführett, tvelche sich in dem unverdorbenen Kinde knndgiebt. Auch ganz äußere Gründe dürften sich hierfür geltend machen lassen.

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