Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 17 (1884)
- Issue
- Heft 12 (20.3.1884)
- Article
- Winke für die religiöse Erziehung
- Date
- 1884-03-20
- Page
- 177 (sequence 1)
- Language
- German
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XVIT. Jahrgang. A\111unUrr!ו('it 5(bdr 44<1די yuuituuu, UCU 21». März 1SSI in Hans, Gemeinde nnd Schule. stkinümlü vo» 2:0111)011 Naphael Hitsllj, JuiCImiiit 11. )Ismcfilififini .fiffiiuniisiifffllTifmfi 511 fmulfiirl a.ill. Nene »yolflc. Zweiter Jahrgang. £cvau%\]1'kn unter Mitwirkung des Begründers und bewährter Genossen von Asimc pirsch. Diese Wocheuschrist erscheint jeden Donnerstag mindestens 2 Bogen stark. — Nbouuetueutspreis bei affen ‘U oft an ft alten und B11 dil)and! 1111;ןen 'IM. •'»() für da-5 Biene)!ollr. Der Buchhandel verkehrt durch die Heltving'sche Berlagsbuchhaud. innig;n Hannover. — Die ^׳rpedition versendet auch direct und fwmfo unter Ltreisband den Jahrgang für IJstL oder 7 (dulden öfterr. Währ, nach Deutschland und Oesterreich; für I I JC-. oder IS ,Ir. nach den Ländern des Weltpostvereins. — N n geigett. werden mit 27׳ ׳F s. d. :!gespaltene Peiitzeile oder deren Rannt berechnet. — (xruebition: Hauttover. Theodorstr. I. All schlemligste Erneuerung des Abonnements vor dem 1. April, uumeutlich bei der Post, wird erinnert. Die H.rpedition des ״Jeschurun". Inhalts-Verzeichnisr von Nr. 12. Winke für religiöse strstehuug i Fortsetzung'!/ — 3010* inonische Spruchtveisheit; Fortsetzung— Der Neu steil in er 3vnagogenbr׳aud. — Üolleltivderichte aus Ungarn :Fortsetzung . — '•Hut* der ersten Hülste unseres Jahrhunderts F-ortselzung. — Die;weite schivnrgerichtliche Berhoudlnng des 'N'eustettiuer Stmagogettbrondes:Fortsetzung׳. — Ztorresvondeuzcu und Nochrichten: Hannover, Berlin, Dortmund, Marburg, Dtungart, Amsterdam, Jtotterdum. — David Halter 1 Fortsetzung,. — Inserate. lUiuUc für die rrlipfc Elch׳I>!l1lg. IL ״Du darfst heute keine Blume pflücken, Kind, heute ist Sabbath," sprach eine Mutter zu ihrem vierjährigen Söhnchcn, welches sich eben niedergebückt hatte, um ciii am Wege stehendes Veilchen zu brechen. ,,׳Wie kann man aber so rigoros sein," meinte deren Beglciterin; ״lassen Sie doch dem Kleinen die unschuldige Freude. Er begclst doch wahrlich leine Sunde damit. Es wird noch Zeit sein, ihn mit allen lästigen Berboten bekannt zu machen, wenn er älter ist. Mein Man!! ist auch ganz entsetzlich fromm und meint, er müsse fortwährend den Kindern am Sabbath jede kleinste Ueberiretung wehren. Als ob Gott daran ein Wohlgefallen haben könnte, wenn man die Kleinen in die Zwangsjacke presst; genug, das; wir Großen uns nun einmal darin befinden. Sic wissen, ich denke über religiöse Singe freier, aber meinem Manne zu Gefallen habe ich mich in Alles gefügt. Hier habe ich ihnt jedoch Widerstand geleistcl und ihm erklärt, daß ich es nicht über das Her; bringen könnte, den kleinen Kindern, welche doch wahrlich nicht Böses beabsichtigen, den Sonnabend durch unausgesetztes Verbieten zu vergatten. Wenn sic etwachsencr sind, dann mag der Vater sic an die gleiche ängstliche religiöse Peinlichkeit gewöhnen; so lange sie speziell unter meiner Aufsicht sichen, lege ich ihrer reizenden Harmlosigkeit keine Fessel an." ,.Ich müsste mich aber doch sehr irren," erwiderte die Angeredete. ..wenn Sie nicht trotz dieses so bestimmt ausgesprochenen Grundsatzes täglich und stund-!ich der kindlichen Unschuld in ihrer Willensäußerung hemmend entgegcntrcten würden. Ist denn Ihre Erziehung nicht im Grunde eine solche Fessel? Wenn