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Jeschurun · 1884-03-13 · Heft 11 (13.3.1884) · p. 163

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Journal
Jeschurun
Volume
17 (1884)
Issue
Heft 11 (13.3.1884)
Article
Haman "oben" und "unten"
Date
1884-03-13
Page
163 (sequence 3)
Language
German
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163 glanzte, NchcmiaS das Mnndschenkamt bekleidete, edle jüdische Jünglinge Hosämrer einuahmen und Mardochai im gleichen Range mit >>aman fianb (siehe Iallnt z. Stelle), und bei jenen׳ .königlichen Fe!le sich Inden und Nichtjnden in gleichen Lhrcn belheiligen durften. — Was Wunder also, wenn in Anbetracht jener günstigen Stellung der Inden, die non den Bessergesinnten dieses Volkes dennoch lebhaft erwartete Erlöjnng zur Frage ve׳ \ajuc: יכול אלקיבו; עתיד למעבד לנון יותר מבן " :/^ct ihr Inden, an die durch Gott erwartete Erlösung größere Hoffnungen zu knüpfen'? Kann Er euch denn einst mehr bieten, als euch bereits hier dargcrcicht wurde?" Eine Frage, die auch in der Gegenwart, als scheinbar berechtigt nnS entgegengchalten wird, nicht nur von Nichtjnden, sondern überhaupt von Seiten aller Derjenigen, die trotz des ausgesprochenen ופליגא דשמואל in wörtlicher Auslassung seiner These 1:אין בץ עוחי׳ב לימות המש-- שי-ו1 מל:יות 2ל סנהדרין צ״ט dieselbe zur irrigen Ansfassung ausdehnen möchten, daß mit der Aushebung dcS tyrannischen Druckes und durch Gewährung politischer Gleichberechtigung die McssiaS-Acra ihren Zielpunkt erreicht hätte. Als ob denn die erwartete Erlösung nicht von größerer Tragweite sein könnte, als ob sie nicht ein unmittelbares göttliches Einschreiten bedinge! Ganz richtig lautete daher die auf obige Frage gegebene Antwort der Bessergesinnten in Israeli ■עין לא דאתה אלוקים חלתן יעשה למחבת לו• — Es überschreitet die Begriffe aller sinnlichen Vorstellung, was Gott außer den gewährten freiheitlichen Begünstigungen einst noch den Seiner Harrenden. bereiten wird. אם בסעודה יו הוא עושה לנו, אנו אומרים בבר אבלנוה על שלהני של אהשורש. Wir haben den rechten Maßstab zur Würdigung der Freiheit und Gleichheit und der irdischen Wohlfahrt in Händen. Wenn Gott die Zeilen Heller gestaltet, und nnS die bürgerliche und politische Gleichstellung gewährt wird, so wissen wir, daß damit das אחרית הימים ״das Ziel der Tage", die Erziehung dcS MenschengeschlcchtS und die Galuth-Ausgabe Israels noch nicht erreicht ist. Schon in grauer Vorzeit unter dem Szepter dcS Perserkönigs hatten wir uns dieser irdischen Güter zu erfreuen und dennoch der kommenden נאולה immer noch zu harren. Wenn also auch das Füllhorn irdischer Segnungen sich über uns ergießen sollte, und unter deut Schutze humaner und gerechter Regierungen der soziale und geistige Aufschwung der Iudenhcit gefördert wird, so mögen wir uns wohl dieser hohen Errungenschaften iunigst freuen und den Dank dafür durch aufrichtigste Hingebung an das Wohl des Staates und unserer StaatSgcnossen bethätigeu: das heilige Vermächtniß unserer Väter, die beseeligcndc Zuversicht aus die Herrliche Zukunft, welche Israel und der Menschheit wartet durch die der israelitischen Mission gelobte und bewährte unerschütterliche Treue, das erhabene Ideal, welches bei unserer fast zweilausendjährigen Wanderung durch ein Thräncuihal uns Trost und Erhebung vcrliehen hatte: — unsere Messias-Zuversicht dürfen wir deshalb nicht verleugnen! Wir haben dazu auch um so weniger Grund, als heute doch alle wahr- Haft erleuchteten maßgebenden Kreise überzeugt sein können, daß das Festhalten der ihrem Gesetze und ihrer Lehre treuen Juden au diesem Dogma dicseMn in keiner Weise hindert, ihren Gefühlen, Empfindungen und Gcsiulningcu, ״anS welchen die Treue, Anhänglichkeit und Hingebung für den Staat sich webt", den aufrichtigsten und thatkrästigslcu Ausdruck zu geben; wir haben dazu aber auch um so weniger Veranlassung, als die seit Eintritt des gegenwärtigen Jahrzehntes in Rußland und 'Rumänien einerseits und im zivilisirten Deutschlaud und Oesterreich-Ungarn andererseits, von ״unten" und ״oben" ausgehenden Angriffe gegen das Judenthum cs deutlich genug zeigen, daß Israels Prüfung-- zeit noch nicht vorüber ist, wie sehr auch unsere irrenden der sogenannten Reform huldigenden Brüder solches schon vor Dezennien glauben machen wollten. Möchten doch die jetzigen HamanS -Umtriebe wenigstens auch jenen heilsamen Umschwung im Judenthume zur Folge haben, von welchem der Ausspruch unserer חי״ל lautet: גדולה הסרת הטבעת וביו (Megillah 14). Möchte man doch auch drüben im Lager der Reformer in den eben jetzt sich kuudgcbcudcn jndcnfeindlichen Agitationen die mahnende Hand der Borjehung, einen göttlichen Fingerzeig erkennen, und sich aufraffen, zurückzukehren zu unserem Gotte und zu seinem einzigen Gesetze in Aufrichtigkeit und Treue, ohne an dem göttlichen Willen zu deuteln und etwas zu verändern. Ein solcher Erfolg dürfte uns alle Unbill der gegenwärtigen Judenhctzcn leicht verschmerzen und uns sprechen lassen —, אודך ח' בי אנסת בי הנה אל ישועתי אבטח ולא אפחד. Erilß Moritz AM und die WMuge. Die ״Allgemeine konservative Monatsschrift" bringt, nach Mittheilung der ״Neuen Preußischen (Kreuz-) Zeitung", einen bis jetzt noch nicht durch Druck verviclfältigten Brief E. M. Arndt's, welchen dieser deutsche Patriot an Heinrich Eugen Marcard aus Veranlassung dessen Schrift ״lieber die Möglichkeit der Jlldencmanzipation im christlich-germanischen Staate" gerichtet hat. Dieser Brief lautet: ״Bonn, den 22. des Fastenmonds!843. 8. T. Ich habe Ihr Büchlein über die Judcnsrage

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