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Jeschurun · 1884-02-28 · Heft 9 (28.2.1884) · p. 134

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
17 (1884)
Issue
Heft 9 (28.2.1884)
Article
Kollektiv-Berichte aus Ungarn
Date
1884-02-28
Page
134 (sequence 3)
Language
German
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134 crnftc ftoiu'imttftit darf vor nichts zurückschrcckcu, und so!vollen wir mntl)i^ den Gesa!)reu iu'S Antlitz schauen und zu neuen! Kampfe uns rüsten.! Der cntniljutc Erlas; unseres Kiilinsininiflers lautet . wörtlich:! ״£c. K. 11111׳ apostolische K. '.Majestät hat mit; allerhöchster Entscbltcßnng ilu-. Wien, '1. Februar 1S81; unter Außerkraftsetzung des 2») des mit a. h. Entschließung vom 'i'l. Cftobcv 1671 bestätigten israelitisch-! orthodoxen Oraanisalionsstatiits mich allerguädigst;11! ermächtigen geruht, die uothigeu Berfngungen zu treffen,; daß vorläufig in den israelitischen Kiiltnsgemcindcit l nur solche Personen als Oiabbincn au gestellt!verdcu ־ können, die ungarische Uulerthancn sind und mindestens die vier unteren Klassen des Gymnasiums oder der; Realschule, eventuell die Bürgerschule mit Erfolg ab!!?!- virt haben. ׳— Wovon ich den Bcrwallungs-Ansschnß zur strikten Darnachhallniig und Millheilnng an die israelitischen Gemeinden mit dem Bemerlen verständige, daß dein Ausschuß demnächst meine Bcrvrdnnng in : Betreff der Regelung der Ieschibas und der Talmud-; Thoraschnlcu;ugchen wird. ' Budapest, <3. Februar 168-l. Treforl." Wir wollen nun mit der Borgeschichte, der Bei deutung und den eventuellen Folgen dieses Erlasses , eingehender und beschäftigen. ׳. A-ortfct'11«a foiflt.י; "רער Satzungen nach Kräften beizutragen, sich immer mehr realisircu zu scheu. Sch. * * * Pnrim Almannch, hcrauSgcgcbcn von A. Goldschmid. Hamburg, Goldschmid, 1BB4. An einen Purim-Almenach den strengen Maßstab der Kritik anzulcgen,!väre in der Thal wohl nicht ganz gerecht; ist man ja gewohnt, an Purim auch Drei gerade sein;11 lassen. Der Zweck deS Büchleins ist, in der Weinlauue des Purimmahls vorgetragcn zu werden und;11 amüsiren; dieser durste nicht ganz verfehlt sein. Die Persouisizirnng der FcstcSzciteu scheint uns allerdings etwas gewagt und kann nur im Purim׳ rausche vielleicht eine Entschuldigung finden. Die ״Rivalen", ein Streit zwischen der Mcgilla und dem ״Schlach-Mona ns;" sind recht'launig geschrieben; ebenso der ״Schüttclstnrm", eine Schilderung des ״PeßachmachenS". Die ״Purimhistorie" erzählt die Geschichte HamanS und Mardechais im Bilde anderer Ltaatsverhältuisse. Wie bereits erwähnt, ist das Heftchen für den Purimabcnd berechnet, au welcher ja auch das Untcrscheidungsvermögcu;wischen ברוך x מרדני und ארור המן ausgeh oben zu sein pflegt. , * * ההגדה דליל שמורים enthaltend: die Reli׳ ' gionsvorschristcu bc-;üglich der Benutzung von Gerätheu zur , Speisebereitnug. Rach dem Rimale bearbeitet und in's Deutsche übertragen von SB amberg er. Franlsnrt a. M. Zweite mehrfach verbesserte Auflage. Wir haben bereits beim Erscheinen der ersten Auflage dieses Werlcheus in diesen Blättern (Fahrg. 1, ׳?cr. 1:3) daraus hingewieseu. welchen uid;l nubedciilendeu Werth dasselbe für die religiöse Praxis habe, und daß cs in der Thal geeignet sei, eine Lücke ans dem Gebiete unserer religiös - pratlischen Literatur ansznfüllcn. Daß die kaum vor Fahressrist erschienene erste Ansläge bereits vergriffen, so daß der Berfasscr bereits eine;weite;1! veranstalten sich veranlaßt gesehen, dürfte die Richtigkeit dieses Unheils gewiß glänzend beweisen. Da die uns vorliegende zweite Auslage mehrfach vcn bessert, vorzüglich typographisch auSgeslattet und in d e 11 i ן ch c r D r n cks ch r i s t erschienen ist, so dürfen wir erwarten, daß dieselbe einen noch größeren Leserkreis finden, und der Berfasscr die Genugthnmig haben wird, seinen edlen Wunsch׳, zur Erfüllung unserer religiösen Hagadah für Peßach mit Ucbcrictznng, deutschem Komentar und musikalischer Beilage von F. M. Faphet. Frankfurt a.M., 3. Kaufs׳ manu, 1684. Der Berfasscr hat sich die Aufgabe gestellt, eine neue Ucbersetzuug nebst entsprechender Erklärung der Hagadah;11 liefern, welche dem Bedürfnis; der Zeit ein Genüge leistet, weil die vorhandenen Ucbcrsetzungeu hierfür nicht ausrcichcu und eine genügende Texterläutcrung in deutscher Sprache nicht vorhanden sei. Ob die Ausführung aber hinter dieser Absicht nicht zurückgeblieben ist, dürfte zu bezweifeln fein. Die Ucbersetznng läßt manches zu wünschen übrig, und die Erklärung scheint vielfach matt und zur Erweckung eines tieferen Berständnisses und einer gcmüthlichen Anregung kaum geeignet. Wir glauben nicht, daß diese Bearbeitung des Textes dem von dem Herrn Ben fasset׳ hervorgchobenen Bedürfnis; eine wesentliche Be׳ sriediguug gewährt. L. Aus der ersten Hälfte uttscrcs Jlihrhnndcrts. . (Rach einer wahren Begebenheit) Kriedrich 5totk I (Fortsetzung.- ('.Me :Ucd'tc vordcb^Uc») j ״Das bin ich mit.)cichten!" rief Ehrmann heftig, j ״und wenn die Donau zu Weihwasser würde und eine

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