Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 17 (1884)
- Issue
- Heft 7 (14.2.1884)
- Article
- David Haller
- Date
- 1884-02-14
- Page
- 111 (sequence 3)
- Language
- German
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111 Augen hell, und nur dann werden wir dem Abfall zu! steuern im Stande sein." ״Auch ein unweiser Mann Hai manchmal einen vernünftigen Gedanken," nahm Haller'S Schwiegersohn, Simon Feder, jetzt Las Gort. ״Darum möge cs mir gestattet sein, auch eine Bemerkung zu machen. 3n den großen Städten schaut die Welt anders aus, als in der Provinz, und man sicht und hört dort Vieles, wovon man an den kleinen Orten keine Ahnung hat. Die heutige Zeit erfordert etwas ganz Anderes als vormals. Wir sind ja nicht mehr unterdrückt und leben jetzt in! beständigen Verkehre mit Anderen; darum ist cs unsere Aufgabe, mit der Zeit voranzuschreiten. Wir gebrauchen andere Lehrer und Rabbiner als chedein, darin pflichte ich unserem würdigen Freunde. Herrn Klein, bei. Um hicsür Sorge zu tragen, haben hochherzige Männer ein sehr großes Kapital für die Gründung einer Nabbiucrschulc znsammcngelcgt. Es sollen sehr gelehrte, tüchtige Professoren berufen werden. Diese Hochschule für jüdische Theologen wird wahrscheinlich schon recht bald iu'S Leben treten. Ich rnöchte rathen, daß unser lieber David dieselbe besucht. Er hat sich dafür allerdings in den allgemeinen Wissenschaften, als Latein,'Griechisch n. s. w. noch vorznbercitcn, wozu hier freilich keine Gelegenheit ist. Aber er könnte ja demnächst zu uns nach Thalborn kommen, um daS Nöthige zu lernen." Doch der Tag neigte sich — es war Zeit, zur Synagoge zu gehen. Mit lauter Stimme trug David, wie cS ihm an seinem Ehrentage znkam, daS Tischgebet vor. Die Gesellschaft löste sich ans und wendete sich dem GotteShause zu.--;Fortsetzung folgt.) Briefkasten der Redaktion. Herrn L. Met) er Hof in Bolkmarsen. Der Bol stand des ״Verein zur Unterstützung der Schüler der Bildungs-Anstalt zu Hannover" quittiut dankend über die ihm überwiesenen A Mart. Inserate werden die Aspalüge Petitzeile ^!C fö׳ Für den Inhalt derselben übernimmt die oder deren Raum mit 25 Psg. berechnet. || jl % ־1׳ W V 1!׳<% Redaktion keinerlei Berantmortung. Jnsertions- und Abonnements-Annahme für Frankfurt a. M. auch bei Herrn I. Kauffmann daselbst, ohne Preiserhöhung. פסח l־>avicl Baiier פסח Trans! kurt am Mairr^ Takjrgaffe llZ. Kolonialw aaren und Delikatessen. Aus bevorstehenden Pcstach empfehle ich sämmtliche Kolvnialwaaren, sowie getrocknetes Obst in den bekannten Sorten, ferner lässig, tH'sig-Gssenz, Tresterbranntwein, Sliwowitz, ^igucnre, Butter und feinsten Bienenhonig re., in besten Onatiläten und zu billigsten Preisen. Aufträge für Butler סל פסח* erbitte rechtzeitig aufzugeben. Preise und Muster versende franko. ZAI" Referenzen crtljcilt ans Verlangen Sr. lZhrwnrden Herr Rabbiner Hirsch zu Frankfurt a. M. Israelitische Heil- und Pslcgc-Anstalt für Nervenn»d Gemiithskranke »1 iSaijii bei (Coblcn; a. lilj. in gelrcttttlen Abtheilnngeit und Gebäuden ׳Bäder, tsleclothcrapie, Heilgymnastik >c.) Aufnahme zu jeder Beil bei mastiger Pension. Abthcilung i. Die feit 1-1 Jahren bestehende und gegenwärtig wieder durch koinsorlabel eingerichtete Neubauten bedeutend vrrgrösterte Heil- und Pslegc-ÄnstaU für Gemüthskranke. Abthcilnng N. Billa für Nervenkranke und Leichtverstimime, auch in Gesellschast von Angehörigen. Abtheilnnq M. Erziehnngs- und Pslkge-Institnt für geistig und körperlich ZnrüNgeblicbene Kinder. Prospekte und nähere Auskunft durch die Unterzeichneten. jSI. Jttcoby. 13r. Behrendt. Verlag von I. Kauffmann in Frankfurt a. M. Soeben erschien: ההגדה לליל שמורים HlWlidlch für Mach. Mit ttebeiictzung. deutschem Kommentar und musikalischer Beilage, von׳ 3. M. Faphct. Preis: H.ilblcimvandband gcb. 70 Psg. in Prachtband mit vergoldeter Decke!. Pressung 2 Mark. Gegen Einsendung von M Psg. rcsp. 2 Mark 20 Psg. franko. In dieser Haggadah ist hinsichtlich des Textes die grösttr Korrektheit durchgesuhrt lind die Uebersetznng dnrchn>eg originell. Besonders zeichnet sie sich durch ihre außerordeittlich reichhaltigen und dabei durchweg populären lärläntcrnngen aus, welche zum Berständnist des Texte« und damit zu einer wirklich würdigen Festcsseier wesentlich beitragen werden. Die musikalischen Beilagen rverden Vielen willkommen sein. Die Ausstattung ist eine besonders sorg, sättige. Frankfurt a. M. I. Kauffmann.