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Jeschurun · 1884-01-31 · Heft 5 (31.1.1884) · p. 70

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Journal
Jeschurun
Volume
17 (1884)
Issue
Heft 5 (31.1.1884)
Article
Ungarisches Jeschiba- und Rabbinerwesen
Date
1884-01-31
Page
70 (sequence 3)
Language
German
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70 nicht drei geeignete Persönlichkeiten zur Bildung des ' גרת דץ beisammen angetrossen würden, wo also chic permanent im Orte tagende Kommissinn nicht möglich! wäre. Die zur Konivletirnng dieses גרת דץ designirten; Persönlichkeiten könnten sih mit Leichtigkeit zu den fest׳ gesetzten Terminen nach jenem One begeben, welcher zum Ditze einer Kommission erwähl: wurde. — Wir haben jedoch hierbei einem von entgegengesetzter Seite anstancheudcn Bedenken Rechnung zu tragen. Es ist Thatsache, daß manch.׳ unserer vorzüglichsten Männer sich noch immer nicht von dem Vornrrheile lossagen können, daß profane Bildung ein der wahrhaften ת.XV : אלוד׳ entgegengesetztes und feindliches Element ist Run aber läßt sich an zahlreichen hehren Beispielen des 'Ans- und des Inlandes das gerade Gegcntheil beweisen: auch ist heutzutage dem Rabbiner vrofane; Bildung eine unabweisbare Roth veudigkeit, deren Mangel : ihm jeden Einfluß auf seine Gemeinde unmöglich und demzufolge seine ganze Stellung nutzlos macht. Man dürfte also versucht sein, zu fragen: wer garantirt uns dafür, daß sich diese Kommissionen nicht von einem Bornrthei! werden leiten lassen, dessen verhüugnißvollc Folgen wir schon heute wahrnehmcn können und welches für die Zukunft gar wichtige Interessen des gtanbenstreuen Indcuthums gefährdet? Lchlug folg!. ׳ j u*£n i Js ua v\2w 1 H. ^siddentschkund. (5ineu in diesen geschätzten Blättern ausgesprochenen Gedanken entsprechend,- daß nämlich die Presse als eine öffentliche Weukanzel zn betrachten sei, indem wir durch dieselbe auch im praktischen Hetzen für die Abstellung der vcrschicdenartigcn Schäden in den Grenzen unserer Wirkungssphärc nach Kräften thütig seien, erlaube ich mir, die Aufmerksamkeit der geschätzten Bscr dieser Blätter auf einen der wichtigsten Punkte im jüdischen praktischen Veben zu lenken, und zwar in Bezug auf איגוד המץ בפסה. Die hohe Bedeutung dieses Verbots zeigt sich schon ans der Strafe, die der Ucbcrtrctung desselben folgt, indem dieselbe keine geringere ist, als die mir der Entweihung des heiligen Bersöhnnngstagcs vcrbundcne. Eingedenk dieser göttlichen Bestimmung sehen wir in der Thal, mit welcher Gewissenhaftigkeit, ja fas! mit welcher Aengstlickkeit unsere frommen vausfraucu cs sich angelegen sein lassen, und unverdrossen keine Mühe scheuen, lange schon vor dem vcrannahen des Peßachfcsics dafür zu sorgen, Alles, was wir am פג!ת zu meiden haben, anS nnsern Däusern zu entfernen, damit auch nicht das Geringste hiervon zurückblcibt. Es dürfte daher gerade ein Gegenstand sein, der dieses Ehamezvcrbot berührt und der geeignet sein dürfte, in diesen Blättern besprochen zu werden; es ist dies die vorschriftsmäßige Verstellung der מצות für פגה. Bekanntlich erfordert diese eine ungemein große Fürsorge und strenge Bcanfsichtignng von Seiten zuverlässiger Sachkundiger, denn in Ermangelung dieser kann von einer wirklich rituellen Verstellung der מצות keine Rede sein, da die Vorschriften hierüber zahlreich und mannigfaltig sind. Und dennoch wird gerade hierin so ungemein viel gefehlt, und zwar nicht nur in Kreisen, wo man cs mit איגודי תודת leider nicht so genau nimmt, sondern auch dort, wo den jüdischen Religionsvorschriften im Allgcmeiiten entsprechend Rechnung getragen wird, findet sich bezüglich der אפיית המצות — in Folge hergebrachter Gewohnheit — Manches vor, das zum הגיג ד wahrlich nicht beiträgt, und die Besprechung eines solchen Gegenstandes ist zunächst der Zweck dieser Zeilen. Um ben הימוץ deS Teiges zu verhüten, ist cs unbedingt!!.öthig, daß die Oenlichkeit, wo der Teig bereitet wird, derart beschasscn sei, daß der Einfluß der Vitze, weder der Temperatur, noch der des Feuers. ans den Teig cinwirkcn kann. Dem Besagten zufolge ist namentlich strenge daraus zn achten, wie dies auch vielfach in ש״ס und פוג^גerwähnt ist, daß der Ofen, worin die Mazzos gebacken werden, nicht in demselben Ran nie sich befindet, in welchem der Teig znbcreitct wird. Da mm in dieser Beziehung in manche!׳, ja in großen und frommen Gemeinden gegen diese hochwichtigen Bestimmungen gehandelt wird, möchte ich es nicht unterlassen, ans diesen wesentlichen Punkt aufmerksam zu machen, damit diesem UebUstande abgcholsen werde. Gewiß bedarf cs nur eines kleinen Vinweises von Seiten der .מימנדהיג, um diesem Mißstande abznHelsen, lind, wenn diese Zeilen dazu beitragen, wäre ihr Zweck erfüllt. Ans der elften Hälfte nnscreS Jahrhunderts. (Rach einer wahren Begebenheit) Ariedrich AoLL. (fvonfcl'lUli].) OMe :Uedju״ ׳orbc^altcn ) .,Run, ich glaube gern, daß das Ihr Ernst nicht gewesen — dennoch, wenn Sie wollen, daß ich Ihre Lache in die vand nehme, so muß ich vor allem genanc Erkundigungen über Ihre Großmutter und deren Familie cinziehen." ״Und so lang' dürft' i ni zur Marie? — Das wär' hart." Der Rabbi znckte die Achseln. ״Bevor ich nicht vollständige Sicherheit in Ihrer Angelegenheit habe,

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