Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 17 (1884)
- Issue
- Heft 5 (31.1.1884)
- Article
- Der Antisemitismus der "Kreuzzeitung"
- Date
- 1884-01-31
- Page
- 65 (sequence 1)
- Language
- German
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׳ XVII. Jahrgang. .^nimoucr, Den »,2Är'wVi. tfisr' ►5 ״1. kl; w׳ zur Förderung jüdischen Geistes und jüdischen Lebens in Haus, Gemeinde und Schule. ficgriiiuli't von Slttllsou Dinpfjncl Hirsch, ,luilif'iiicr 11. 3«nf(1lilif1fn .(1rfi!|i011^ffelFMm|!l ä11<fnmßfurl a.ifl. 'Seite ^yolflC. Zweiter Jahrgang. •ftcrauSgcgcku unter Mitwirkung des Begründers »nd bewährter Genossen von Lsaac X^trsch. Diese Wocheaschi ist cruijcim jeden D 0n n e v s 1 a q mindestens 2 Bogen stark. — Abonnementspteis bei alten b 0 st a 11 (l alte 11 und B!! d) f) 1111M 111!;2־ הסן cIC. '׳i> si'ir das BieNeljahr. Der BnPhaiidel verkehrt durch die Helivingsche Bevlagsbnchhand. Imifl zu H a n n o v c r. — Die (Hpeditioit versendet auch direet und sranko unter Llreisband den 3;11)1ן111ו.ן1־ für 12,16 ober 7 GnIden österr. Währ, nach Deutschland und Desterreich׳. inr l l ,.IG. aber IS nr. nach den Ländern des Weltpostvereins. —> '1י u רי c i 1ן c 11 werden mit 2.'; ,J s. d. :igespattene Petitzeite oder deren Raum berechnet. — Expedition׳. Hannover, Theoderstr. 5. Iuhalt Vergrichuiff vvu Nr. > Der Antisemitismus der ״Srenzzeitung." -- Der Neubau! des jüdischen Vehrer-Dennn-ars;11 Solu. - Ungarisches Ieschibai und Nabbinerwrsen. DdZ - :Uns der ersten Hülste unseres Jahrhunderts - F-onsehung;. - Sorrespoudenten und Nachrichieif. Berlin, Berlin, Danzig nranlsnrt! a. M., Frechen, Hamburg '?Ins GlsagVothringen, Ans Ungarn, Best, Prag Pres;bürg Aus Siebenbürgen, Sznstregen, Warschau.! — Bnchrrschan. — David Haller , Forisehnug ,׳. — Inserate Der Al1jist1׳l1!r!s1!!!!!> -rr ״lm1!׳hti!l1!1!)!'!1. Die ״Krcuzzeitung" irrt deshalb ganz beftimmt, wenn sic dem Antisemit!?!!!!!? eine religiöse Zeile abge׳ j Winnen zu können glaub:, vorausgesetzt, das; wir unserer-; feit? und nichl über den begriff täuschen, den sie mit׳ j Religion und religio? verbindet. Wir sind nämlich der Meinung, daß die ״-trcuzzeilung" damit einvcrstanden sich erklärt, Religion als Gottcscrkeuuluis; und Gotte?verchruug und ul? den göttlichen Willen in Bezug aas die Handlungen der Brenschen;!! begreifen, religio? j de?halb gottessürchtig, gewissenhaft, gottdieaend zu! Druckfehler. CiLit sinnenisiellcndcr Hehler in Nr. l, j Seite '2׳, erste Spalte, Zeile v. 11. ist zu berichtigen, statt! ״nicht beherzigen" lies ״beherzigen. I nennen und zwar auf der Grundlage de? in der Bibel milgclheilten Goltcsworts. Und in der Thal führt sic zur Rechtfertigung ihre? Antisemitismus lein einzige? Moment an, ivelchc? zu beweisen geeignet wäre, daß die Abneigung und Berachlnng de? Zudcuthiilnö oder der Jaden ltnd deren Unterdrückung, Beschränkung oder Ausschließung von gewissen staatsbürgerlichen Otcchteu eine gottc?fürchlige, sromme, von Gott gebotenc Handlung sei. Sie weiß nur ganz irdische Motive sür den Antisemitismus vorznbriugcn unb an? rein weltlichen Ursachen ihm den endlichen Sieg zu prophezeien. Zunächst ist e? da? ״jüdische Joch", welches ״da? Voll" fürderhin nicht mehr ״geduldig tragen werde." Diese? ״jüdische Joch" hätte doch nur daun eine religiöse Seite, wenn behauptet lind nachgewiesett werden könnte, daß die Inden in Deutschland die deutschen Christen au der Ausübung ihrer Religion mit Gewalt verhinderten, das; sie mit bewaffneter Hand oder durch von jüdischer Polizei und jüdischem Militär unterstützte Macht andauernd die -riechen geschlossen hielten und die christliche (Geistlichkeit in ihren Funktionen beschränkten, daß sie durch einen jüdischen deutschen Kaiser und jüdischen deutschen Reich?kan;ler unter Mitwirkung eine? jüdischen deutschen Bundesraths und eine? jüdischen deutschen Reichstags (Gesetze gegen die gegenwärtigen christlichen