Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 17 (1884)
- Issue
- Heft 3 (17.1.1884)
- Article
- Ein alter Wahn
- Date
- 1884-01-17
- Page
- 33 (sequence 1)
- Language
- German
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XVII. Jahrgang. Ham,oder, de» J~; 'Ishi. .3 ״(. U VT T^orl^llStljnü in Haus, Gcineinde und Schule. -ßcflriimlet non ©11111)011 Michael Hll'fch, imiii'iüttז0מ!101)!^0ר3 .1, ׳PcflTifutfi jn £pnm![m:t ,1. M. Neue Zlveiter Jahrgang. Herausgegeben unter Mitwirkung des Begründers und bewährter Genossen von Asaac Hirsch. Diese Wochenschrift ersdieint jeden Donnerotag ininbestens 2 Bogen ftarf. — Abonnementspreis bei allen P 0 st 0 nst 0 lten und Bnchhunbl nngen 2 J(- •'>0 iiir b;0.׳ ilU01*tcljal)r. Der Bnd)honbel verkehrt durch die He Iw in g'sche Berk,1gSbnd)hanbknng ׳Ji Hu nnvver. — Die (*rpcbmon versende! and) dirce! und sr a n k v unter Llreifb.rnb den Jahrgang für 12 J& ober 7 (tzuldcn österr. Wahr, nach Deutschland und Desterreich: für I I ct(1 oder IS ftr. nad) den t'ändern des ^Weltpostvereins. — An; cigen werden mit 2.">.F s. d. :!gespaltene Petitzeile oder deren ältauui berechnet. — Ixvycbitioii: Hannover. Thcoborstr. 5». Julialts BrrFeichuist von Nr. 3. bin alter Wahn. — Ungarisches Ieschibaui'.d Nabbinerwesen Forlieonug. — bi ne Deiuira Dchlnst . :'Ino Holland ^Ldilnstu -- :'Ino der ersten Hälfte des Iahrlmneeris Forisernng. Korrespondenten und Nachrid)len Berlin, Berlin, Frankfurt a. :IK , Franlsurt a. :!U\, >10111, Bnirburg, Bsürstnirg, Wien, Best, Petersburg, Petersburg!. — Für die Abgebrannten in rioi'stantinopel. — David Haller Fortsetzung. — Inserate. Ein itlirr lUaljiu Bon bcfrcimbctiT Vaud ist mir lürstid) Ai liriofmu ein Atlsnif au bie ,.Deinscheu Glanbensbrüder";iiijc־ gangen, welcher arn I!׳.ni! s is von sechs Herren in Karlsruhe versandt worden i[t und nichts (Geringeres ziun Ziele hatte als ״die Gründling einer freien dent-- scheu Nationalsynagoge". Diese sechs Ntänuer trugen einen sehr geachteten Namen und nahmen in ihrem Kreise eine cinstnßreiche Stellung ein. Die umfangreiche und phrasenhafte Ansprache an die gesammten deutschen Juden ist aber augenscheinlich im Zustande des Rausches gehalten, eines Rausches, von welchem in jenem ״tollen Jahre", wie die Zeit von Manchen — keineswegs von uns — genannt wird, nicht sie allein crgrissen waren. Sie wähnten in ihrer phunlasti׳ scheu Anschauung, daß das ,,neu erwachte Deutschland" nichts Eiligeres zu 11)1111 hätte, als alle Schranken niederznreisten, welche dem Individuum irgendwelche tlndeg uemlichkeiten verursachten, und waren des (Glaubens, das; ״schleunigst" diese freie deutsche Natiol'.alsynagoge gegründet werden müsse, weil ״die Zeit" hierauf hindrängle und solche ״gebieterisch forderte". AuS dieser sollte ״natürlich der Wort- und Formglaube, sowohl der streng an den Wortlaut der schriftlichen, wie mündlichen lieber!iefernng sich anklammernde, als der romantisch - fcntinicntalc, welcher erstorbene Institnlionen durch patheiischen Aufputz zu retten sticht", ausgeschlossen bleiben. Es sollten ferner ״alle politischeu und sozialen uichtreligiösen Momente, Ä. Eleiiieiitarschlileii. Armenpflege, Gesellschaften aller Art", abgewiesen!verden, und;war Iljütc Eile dringend noth, weil sonst ״die neuen Staats- und Kirchengestaltungen das Indenthum imvorverciiet treffen, zertrümmern und anslösen" würden. Diese als das dringendste Erforderniß und die wichtigste Schöpfung erachtete freie deutsche Nationalsynagoge ist freilich, trotz der fieberhaften Hast jener Herren, welche dieselbe kaum erwarten konnten, noch bis jetzt, nach snnsnirddrcißig Jahren, nicht in'S Dasein getreten, das alte ans müridlichcr und schriftlicher Ueberlieserung basircnde .Zudemhum aber ist noch nicht zer-