Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 17 (1884)
- Issue
- Heft 1 (3.1.1884)
- Article
- Zum Fasttag des zehnten Teweth
- Date
- 1884-01-03
- Page
- 1 (sequence 1)
- Language
- German
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/yn.2»1ן■ zur Förderung jüdischen Geistes und Lebens XVII. Jahrgang. Hmiuolicr, dc» j *[§& in Haus, Gemeinde und Schule. §ezrünäei om> StIII!j0N 3lüphütl Hirsch, JMfuucr 11. Isracfilififini JMipiiRgrfrfftfml’i 511 iWißfurf a. Ä. Neue Folge Zweiter Jahrgang. Herausgegebcn unter Mitwirkung des Begründers und bewährter Genossen von Asttttc Kirsch Diese Wochenschrift erscheint jeden Donnerstag mindestens 2 Bogen stark. — AboiiliemcntSpreiö bei allen Postanstalten und Buchhandlungen 2J6..0ד für das Vierteljahr. Der Buchhandel verkehrt durch die Helwing'sche Berlagsbnchhandlung;n Hanuvver. — Die Expedition versendet auch direct und franko unter Ltrcisband den. Jahrgang für 12ober 7 Gulden österr. Währ, nach Deutschland und Oesterreich׳, für 14 Ji ober 18 Fr. nach den Ländern des Weltpostvereins. — Anzeigen werden mit 25 s. b. :!gespaltene Petitreile oder deren Naiun berechnet. — Expediti on: Hannover, Theodorstr. 5. Zinn fafUaß des;chilieit Teiveth. Der erste Tcweth fand uns beim Schein des Channckakichts, des Zeugen der steten, nimmer schlummernden Wacht des treuen Dürers Israels über das Licht seines Geistes, des Denkmals des Gottesschutzes im Galuth, des Zeichens der wunderbaren Erhaltung der unter Druck und Verfolgung zu verenden scheinenden Tochter Zions. Noch tönt in unserer Seele der Gottesruf der Haslora: ״Juble und freue dich, Zion's Tochter, denn siehe, Ich komme und wohne forinu in deiner Mitte, spricht Gott," noch weilen wir im Geiste bei dem Weihefcste des ersten Don Moses und Israel in der Wüste errichteten Gotteshauses, mit welchem wir unS während der acht Chanuckatagc. beschäftigt, da trifft uns am zehnten Tcweth die ernste Mahnung des Fasttags und ruft zur Einkehr und Umkehr und führt uns dm Beginn des Untergangs unseres Siaatslcbcns zum Bewußtsein, da ״im neunten Jahre der Negierung Zidkijahu's, im zehnten Monate, am zehnten des Monats Ncbukadnezar, König von Babel, mit seiner ganzen Hccresmacht vor Ierusalcin erschien und eS belagerte" und endlich ״Israels Jünglinge mit dem Schwerte erschlug in dem Hause ihres HciligthumS und nicht schonte der Jünglinge und Jungsrauen, der Alten und Greise." Der heitere Lichterglanz ist erloschen, der frohe Sang verstummt. Dumpf klingt die Wehklage in unseren Gotteshäusern: ״ אדברה וירוה ליDaß ich reden könnte und mir Erleichterung verschaffen, denn mein Gcmüth ist mir schwer ob der Wehmuth meiner Seele und der Last meiner Knechtschaft; — durch Babel bin ich gcdcmüthigt, von Medien erniedrigt, von Hellas in die Tiefe gestoßen — und jetzt von jeglichem Staate und jeglicher Nation; — bin ich denn von Stahl, ist mein Lcib ehern, daß ich alle diese Drangsale erdulden und ertragen kann? ——חילי חזקנו ״ ״Der Du meine einzige Kraft bist, gieb uns Stärke, verleihe uns Kraft und Ausdauer, Du, unser König, Gott, der Du uns Dein Gesetz gegeben!" — זרוב ״ לנו כריתGedenke für uns des Bundes der Väter — wir haben gesündigt und gcsrevclt — — —Und in tiefer Zerknirschung schlagen wir uns an die Brust und empsiudeu unseren Unwert!), und bekennen unseren Fehl und i'inbcn nur Trost in dem Gedanken und in der Hoffnung, daß ״ ,עמך ונחלתךdaß wir Sein Volk und Sein Eigenthnm sind, lechzend nach Seiner Güte, dürstend nach Seiner Liebe, sehnsüchtig harrend nach Seiner Hülse — und imic werden und erkennen, daß ' Sein, Gottes, unseres Gottes, Erbarmen und Vcrzeihung ist." — . . ׳f Findet dieser Seufzer, dieser Trost, diese selbst- 7801