Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 16 (1883)
- Issue
- Heft 51 (20.12.1883)
- Article
- Der Beruf
- Date
- 1883-12-20
- Page
- 881 (sequence 1)
- Language
- German
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XVI. Jahrgang. >1 Hmm-v-r, den .U 51. nü1ßu$t zur Förderung jüdischen Geistes und jüdischen Lebens in HanS, Gemeinde und Schule. ßcgnimli’} von SüMsvIi Mp hat! Hllsch, *finßBiiifi־ tl. ^racfiliPcfu'u ilfPigionRHrfclTfifinfl jn frniilfiirl a. iH. Neue Folge. Erster Jahrgang. Hcrausgcgcbm untcr Mitwirkung dcS BcgrüudrrS und bcwnhrtcr Gciwsscn von Asaac Kirsch. Diese LUvchenschrist erscheint jeden Donnerstag müidcslciis 2 Bogcn stark. — Abonneiuentspreiö bei allen U ostanstaltcn und Buch band! nn gen 2 df-, .'»0 ..'s für das Bicricljahr. Der Bnckbandel verkehrt durch die Hclwing'sche Vcrlagsbnchhand. Inng ׳I! Hannover. — Die (^vedilion versendet auch direet und franko unter Ztreisband den Jahrgang für 12 JC oder 7 Gulden ösierr. LV'ähr. nach Deutschland und Desterreich׳. für I l ,IC oder 18 Fr. uach den Mäudern des Weltpostvereins. — An; eige n weiden mit 25^ s. d. :!gespaltene Petit'Jilc oder deren :Nauin berechnet. — Grpedition: Hannover. Theodorstr. 5>. Kir erinnern an Laldigslc Emcncrniig dcS Alwimcmcnts. Expedition des Jeschnrun. Der 43rruf. lSchliitz.) M. H Also mir wer mit der Hand schosst, wäre ein nützlicher Arbeiter und nur um* die Armeskrast probiert, wäre von Antzen für die Gesamnuheit? Dann wäre ja beiläufig der gan^c onsehnliche Brnchthei! der Menschheit, der sich mit der Pflege geistiger Interessen beschöftigt, dann wären olle Gcistesheroen, ivelche seit Jahrtausenden den Stolz aller Kulturvölker bilden, dann wären alle gefeierten Gr ätzen in Staat und Kirche, dann wären die Männer der 'Wissenschaft und Knust, dann wäre die gcsanunte Beamtcnwelt vom Kanzleidiener bi* zu des Ministers Ez-zellenz - die allerunnützesten Vcutc. Doch dies mir beiläufig. Mit aller Entschiedenheit aber möchten lvir hervorheben, wie alle mechanische Arbeit in doppelter Hinsicht erst der schassenden Thütigkeit des Geistes ihre Ermöglichung und ihre zweckentsprechende, ziclbewnszte und fruchttragende Thätigfeit verdankt. Diejenigen, die mit so grenzenloser Bornirthcit ans die geistige Thätigkeit herabblickcn, ver׳ gessen einmal, daß alle manuelle Thätigkeit ihre Werkzeuge, von der komplizirten Maschine bis zum primitivsten Pfl"üL und-Hammer, nur geistiger Thütigkeit verdankt. Und sie vergessen zweitens, wie der Handwerter und der Sandmann die Möglichkeit der Berwerthnng der Früchte ihres Fleißes eben nur dcnt vielgeschmähtcn Hail del verdanken, der den Austausch der Güter vermittelt lind allerdings in erster Vinte geistige Thätigkeit, und zwar eine recht intensive, in Anspruch nimmt. Wenn sich so die Ueberschätzung der mannellen Thätigkeit auf 5kosten der geistigen als eine gcdankcnlose, durch und durch absurde Behauptung heransstcllt, so steht ihr au Kühnheit ebenbürtig zur Seite die mit socher Zähigkeit wiederholte Luge von der Scheu der Indeti vor schwerer körperlicher Anstrengung. Da brauchen wir denn doch nur an jenes Gewerbe zu erinner«, ans welches man in unserer Zeit so nascrümpfend herabznsehen pflegt: das vielgeschmähte Gewerbe des Hansircrs. Reicht ist cs wahrlich nicht, und es dürfte sich doch wohl noch sehr fragen, wer die körperlich anstrengendere Arbeit verrichtet, der Vandmann, der hinter dem Pfluge hcrgeht, der Maurer mit der Kelle ans dem Gerüst, der Weitzbinder mit dem Pinsel, der Schreiner und der Schlosser mit ihrem Handwerksgeräth, oder der Hausirer, der, um für Frau und Kinder, wie kantn ein Anderer, im Schweiße seines