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Jeschurun · 1883-10-25 · Heft 43 (25.10.1883) · p. 753

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Journal
Jeschurun
Volume
16 (1883)
Issue
Heft 43 (25.10.1883)
Article
Wie erziehen wir unsere Kinder?
Date
1883-10-25
Page
753 (sequence 1)
Language
German
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Hamwvcr, den U'otltv 1Ü3. M 4S. . zur Förderung jüdischen Geistes und jüdischen Lebens in Haus, ©emcinbe itnb Schule. begründet von ©iliufoii Siflpfjnd Hlkslh, ünBCincr 11. UsrncfifiPtfini ilcfigioiiRgfPeffiSafl jii frnnKfiirf a.ill. Nene Folge. Erster Jahrgang. HeranSgegebeii unter Mitwirkung des Begründers und bewährter Genossen von Asaac KirsH. Diese Wochenschrift erscheint jeden Donnerstag mindestens 2 Bogen stark. — Abonncmcntspreis bei allen Postanstalten und Buchhandlungen 2 J6. 50 für das Nicrteljahr. Der Buchhandel verkehrt durch die Helwing'sche Verlagsbnchhandlung zu Hannover. — Die Expedition versendet auch direct und franko unter Streifband den Jahrgang für 12 ji oder 7 Gulden österr. Währ, nach Deutschland und Oesterreich-, für 1-116/׳ oder 18 Fr. nach den Ländern des Weltpostvereins. — Anzeigen werden mit 25..$ f. d. :!gespaltene Pclitzcile oder deren Raum berechnet. — Expedition: Hannover, Theodorstr. 5. Wie erstehen Wir unsere Kinder?! I. Die FesteSzcit liegt hinter uns, das Jahr ist cingcleitet, und das werkthätige gewöhnliche Leben mit seinen Mühen, Sorgen und stampfen wartet unser. Wohl uns, wenn der Segen der Feste uns dorthin begleitet; wohl uns, wenn der Ernst des Nosch Haschana, die Sühne des Jom Kippur und die Freude des Snckoth unseres Wesens inniger Thcil geworden; wohl uns, wenn wir der Feste wahre Frucht in den: Leben der Arbeit und des Ringens genießen; wohl uns, wenn wir in den gehobenen Stunden des Jahres Anfang gelernt, unser Wirken und Streben vor Gottes Augesicht in jener ernst heiteren Scelenstimmung zu vollbringen, welche ans dem Vertrauen auf Gott, aus der Zuversicht in Seine Gnade, aus der Hingebung an Sein Gebot erblüht. Dann wissen wir unö stets und überall im Hanse unseres Herrn und Baters; der Glanz der Festeszeit erhellt unfern Werkeltag und verleiht demselben die Weihe und Heiligung des wahren Gottesdienstes. für welchen uns jene ersten Momente des beginnenden Jahres vorbereiten und kräftigen wollten. Nicht umsonst tritt in dem Suckothfeste als eines der bedeutungsvollen Symbole ניפוך המיס karakteristisch hervor, um in unserer Seele das Bewußtsein zu pflegen, daß nicht nur die Weihcstnnden deS Lebens Gott gehören, daß vielmehr die unerläßliche Bedingung unserer irdischen Existenz in Ihm wurzeln und wir in jedem Tropfen Naß, der unserem Acker zu Theil wird, in jeder Fristung unseres Daseins einen nnniittclbaren Licbesgrnß Seiner Baterhnld erblicken und in diesem Bewußtsein die höchste Wonne der Glückseligkeit empfinden. Wenn wir in dieser Gesinnung ans der Sncka in die gewohnten Räume des Hauses wieder eingezogen sind, dann werden wir auch dort die Nähe der ענגי כבד gewahren und die einzige Ausgabe unserer hieniedigen Pilgcrschaft darin erkennen, uns dieser Nähe stets würdig zu halten. Der Akkord der Fcsteshymnen tönt dort ans, unser ganzes Wesen und Streben gestattet sich zu einem einzigen Gott verherrlichenden Liede. Unser Hans wird zu einem בית אלקים, zu einem GotteShause und zu einem שער השמים, zu einer Pforte zum Himmel, zu einer Stätte, in welcher Gott weilt und in welcher wir Gott finden, wo die Erhebung der Erde zu Gott und die Bereinigung des Himmels mit der Erde sich vollzieht. Solche Erkcnntniß des Mcnschenberufs und solche Anerkenntniß Gottes bilden ja das Ideal, welchem die Entwickelung des gesammten Menschengeschlechts auf den verschlungenen Pfaden der Geschichte cntgegenstrebt, und des jüdischen Stammes besonderer Beruf ist eS

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