Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 16 (1883)
- Issue
- Heft 40 (4.10.1883)
- Article
- Teschuwah
- Date
- 1883-10-04
- Page
- 693 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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M 40. Yv׳i in Haus, Gemeinde und Schule. begründet üoii SlNttsoil Mphact Hirsch, iiaßCincr 11. ^srnefififdien Jiffiijioitsjffflfftfmfl 311 frmißfiid a.Ä. Nerre Folge. Erster Jahrgang. Hcransgegcbeii u»Nr Mitwirkung des Bcgriittders und bewährter Genossen von Asnac Kirsch. Diese Wochenschrift erscheint jeden Donnerstag milrdestenS 2 Bogen stark. — AbonneinentSpreis bei allen Postanstalten nnd Buchhandlungen 2 M .0ד ,.j für das Vierteljahr. Der Buchhandel verkehrt durch die Heltving'sche BerlagSbnchhandlnng zn Hannover. — Die lnpedition versendet auch direct nnd franko unter Streifband den Jahrgang für 12 J6. oder 7 Gulden österr. Wahr, nach Deutschland nnd Oesterreich-, für 14 oder 18 Fr. nach den Ländern des Weltpostvereins. -7- Anzeigen werden mit f. d. :!gespaltene Petitzeile oder deren Nauru berechnet. — (Zxpediti on: Hannover, Thcodorstr. 5. gey״ Wir cvimicnt au rechtzeitige Erueneruug des AbonuemenLs, uamentlich bei den Postaustalten, vor dem I. Oktober. Die C-xpedition. Tcschi!?tnilj. את היל ירם פקדרת Der große Tag der Prüfung, .des Gerichts in seiner hehren Erhabenheit ist gekommen, und mehr denn in anderen Zeiten des Jahres erscheint' Israel als die einheitliche GotteSgemeindc vor feinem Herrn nnd König. Die Tempel vermögen kaum die Schaar der ״Andächtigen" zu fassen, denn mit nur geringer Ausnahme kommen sie Alle, Alle, auch Diejcnigen, welche im Laufe des JahreS nidu die Zeit finden konnten, sich zu erinnern, daß auch sie voll ver- Pflichtete Angehörige des BolkSstammes sind, welcher unter den Flammen des Horeb Zeuge der Offenbarung Gottes au die Menschheit gewesen, um fortan, in seinen spätesten Enkeln noch, Verkünder dieser Offenbarung und treue Söhne des geosscnbartcn GotteSwillens zu sein. Und der lang gedehnte, schwellende^ schmetternde Ton des Schofar zieht durch den Raum. Es ist der Ruf. de.S Königs, welcher seine Uuterthanen. um sich sammelt, es ist das Signal des Richters, der zum Gerichte ladet, es ist die Stimme des Vaters, der seine Kinder geleiten möchte zu dem Ziele hin, wo ihnen Heil und Segen winkt. Es ist der Schofar, welcher am Sinai hallte, als das unsterbliche Gottesvoll sein ewig denkwürdiges געשה 1גשםע seinem Gotte entgegen jubelte; cS ist daS Horn, an jene hehre, einzige Stunde erinnernd, da die Ahnen dieses Volks das Beispiel des vollendeten Gehorsams gegen Gottes Willen vollzogen; cs ist der Ton, an jenen ״Schofar- und Tcrnah-Tag" mahnend, welcher dereinst als der יום ד׳ הגמל, als der große GotteStag über die Wett hereinbrechen wird, sic in allen ihren Wesen vor den Nichtcrstnh! dcö Allerhöchsten ladend; eS ist der Ruf, welcher a!u Ende der Tage ergehen wird an alle Zerstreuten und Vertriebenen, sich um Gott wiederum anbetcnd zu schaaren auf dem heiligen Berge, in Jerusalem; eS ist der Schofar, welcher dann die Grabeshülle sprengt und die Entschlafenen zu neuem Leben weckt; und cS ist auch der von Jirmijahu vernonunene, die Zerstörung des HeiligthnmS auf der ZionShöhe ankündigendc Schofar, welcher in unserer Seele die Worte aller, von Gott gesandten Männer zum Bewußtsein bringt. Ward er also begriffen nnd verstanden und beherzigt überall in unseren Synagogen und Tempeln?