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Jeschurun · 1883-04-19 · Heft 16-17 (19.4.1883) · p. 245

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Journal
Jeschurun
Volume
16 (1883)
Issue
Heft 16-17 (19.4.1883)
Article
Salomonische Spruchweisheit
Date
1883-04-19
Page
245 (sequence 3)
Language
German
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245 Wenn du wandelst, leite sie dich, wenn du dich nicdcrlegst, hüte sie dich, Und erwachst du, sei sic, die dich zuerst auspricht. Denn eine beuchte ist das Gebot und die Lehre das Licht, Und der Weg des Lebens liegt in den Zurecht- Weisungen der Erziehung. (K. 6, *0—23.) . Lebe so, ermuntert ein anderer Spruch, Daß dein Later sich freue und deine Mutter, Und hohe Freude die habe, die dich geboren. (K. 23/25.) Seinen Eltern Freude zu machen ist für den reinen Menschen der mächtigste Sporn zu einem wackcrn, tadelfreien Leben. Ueberall tritt aber ganz besonders, der Antheil hervor, den die Mutter an der Erziehung, und demgemäß an der Freude einer gelungenen Er- Ziehung hat. Wenn das wackere Weib heimgegangen ist, dann Stehen die Söhne auf und sprechen ihren Scligleitspreis aus, Ihr Gatte ihren Ruhm. (K. 3t, 28.) ־# Kein größeres Zeichen der Entartung eines Menschen, kein größeres Zeichen des Niedergangs einer Zeit zu allent Nohen und Schlechten und Gcwaltthätigen kennt unsere Sprnchweisheit, als, wenn ans dem Gemüthe eines Menschen der Gehorsam, die Achtung und Lcrchrung seiner Eltern geschwunden und der rüstige, geistigmächiigc Sohn mit Hochmut!) ans die vielleicht stumpfer gewordene Mutter hcrabblickt, und wenn diese Verachtung des vergangenen Geschlechtes,- auf dessen Schultern die Gegenwart steht, zur Hanptrichtnng eines gegenwärtigen Geschlechtes wird, und dieses .mit selbstüberhcbendem und überschätzendem Hochmuth auf die der Vergangenheit angchörigen Väter und Mütter verächtlich herabblickt. Bleibe gehorsam deinem Vater, der dich erzeugt hat. Und verachte nicht, wenn deine Mutter alt gcworden ist. (K. 23, 22) Ein weiser Sohn sucht seinem Vater Freude zu machen, Und der mnveiseste unter den Menschen ist der, der seine Mlltter verachtet. (K. 15,20.) Ein Auge, das über seinen Vater spotten kann, und verachten die Stumpfheit der Mutter, Das müssen die Naben int Thal ausbohren und fressen des Adlers Junge. ($.30, 17.) Wer Later und Mutter flucht, Dessen Leuchte erlischt in sinsterstem Dunkel. (K. 20, 20.) Ein Geschlecht, das für seinen Vater Fluch, Und für seine Mutter keinen Segen hat, Ein Geschlecht, das in seinen Augen sich rein dünkt Und noch von seinem Unrath nicht gewaschen ist, Das Geschlecht, wie hoch auch seine Augen sind, Und wie seine Wimpern sich auch erheben. Wird ein Geschlecht, dessen Zähne Schwerter, Und Messer dessen Gebisse, Die Armen von der Erde weg zu speisen Und die Widerstandslosen aus den Menschen! (K. 30, 11 —14.) A Die Krone der Alten sind KindcS Kinder, Die Zier der Kinder ihre Eltern. (K. 1 7, 6.) Erst wenn die Alten das Glück haben, daß die Kinder ihrer Kinder in ihrem Geiste erzogen sind und wandeln, findet ihr Leben und Streben den krönenden Abschluß. An der Erziehung, welche die Kinder ihren Kindern angedeihen lassen, zeigt sich erst recht der wahre Werth oder Unwcrth der Erziehung, die sie von ihren Eltern genossen. Diesem Glück verwirklicht sich aber nur dann, wenn die Kinder ans ihre Eltern stolz sein können und stolz sind, und ihr höchstes LcbeuSglück darin finden, ihre Kinder im Geist ihrer Eltern und sic als die ihrer würdigen Enkel zu erziehen.- (Sortierung folgt.) Mimiili-KktnilljtililM 33011 Ludwig 31. Noscn 1 hal, Prediger zu Köthen. II. Und er sollte der sichtbaren Welt kein Zengniß, keine Bürgschaft dieser seiner Unwandclbarkeit gelassen haben? Sollte durch keine Erscheinung dieser Welt der Menschheit den Trost bieten: Es gicbt etwas Ewiges? Was braucht aber Israel den מעריב ערביים danach zu fragen'? ״ אהבת עולם בית ישראל עמך אהבתDie Liebe, die Gott dem Hanse Israel erzeigt, ist sie keine ewige? Sie gleicht nicht der vorübergehenden Empsindung, die die Menschen Liebe nennen, die sich in dem kund thut, was der Mensch Wohlthaten nennt; man hat dem Iudcnthnmc stets den streng richtenden Gott vorgeworfcn, den cS lehrt, hat ihm deshalb den Gott der Liebe abgesprochcn, hat bei ihm eine strenge Gesetzlichkeit allein walten sehen, die eine solche Liebe unmöglich ntachte. Nun, ihr Alle, die ihr bereits über das kleine Völkchen gespottet habt, ihr Egyptcr, die ihr die Geißel dcö Sklavcuvogtes geschwungen, ihr Anialekiter, die ihr an uns das Völkerrecht verletzt, ihr Babylonier und Assyrer, die ihr die Macht deS Ewigen verspottet, ihr Griechen und Römer, die ihr von eurer hohen Bildung hernicdergcrnfen: credat Judaeus — wo seid ihr. wo ist eure Größe und euer Stolz geblieben?. An euch hat sich die Krajt des מעריב

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