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Jeschurun · 1883-04-19 · Heft 16-17 (19.4.1883) · p. 241

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Journal
Jeschurun
Volume
16 (1883)
Issue
Heft 16-17 (19.4.1883)
Article
Die jüdische Frühlingsmahnung
Date
1883-04-19
Page
241 (sequence 1)
Language
German
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H»""°vcr, Den {§;!88•>:t M 16 tu 17. ^<V l^atlpnsdfjnfl pr Förderung jüdischen Geistes und jüdischen Lebens in Halls, Gemeinde 1utö Schule. Segrümlel־ pou SlwlslM Sfrt^ljfiCl Hllsth, iuiGImirr 11.?smefiliftfini /)rfigionsgrfclffifiafl 311 ^FranKfiirl a. JS. Neue Folge. Erster Jahrgang. Herausgegeben unter Mitwirkung des Begründers und bewahrter Genossen von Ahmt LirsH. Diese Wochenschrift erscheint jeden Don׳.f t׳Stag mindestens 2 Bogcn stork. — AbonncincntSpreiö bei allen Bostanstalten und Buchhandlungen ״Ijl '5*׳ 0י f'11' dos Vierteljahr. Der Buchhandel verkehrt durch Die Hclrvirlg'fche Berlagabuchhandlnng zu Hannover. — Die (irpebitiou versendet auch direct und franko unter Llrcisband den Jahrgang für 12^/6. oder 7 Gulden östcrr. Währ, nach Deutschland und Oesterreich׳, für 11 JG oder 18 Fr. nach den Ländern des Weltpostvereins. — An;eigen werden mit 25,Jj s. d. .׳;gespaltene Petu;eilc oder deren Namn berechnet. — Itfpcbition: Hannover. Theodorstr. 5>. Wegen des Pcssachscstcö'erscheinen Ner. 1 (> und 17 in einer Doppe!.1!׳l11lmer; Nr. 18 gelangt am Mai znr Ausgabe. Die Ez'Pcditiüil des ״Icslhtmm". Die jiWje Friihllugsillahlnms. AuS des roul)eu Winters eisiger Umarmung ringt sich die Nattir zu erneutem Leben empor. Die unter schnee- und eisbcdeckter Erde lange geschlninnlerten Keime sind erwacht und durchbrechen die harte Kruste, sie mit zartem Grün schmückend, während hoch oben am Wipfel der Bäume Knospen und Blätter die kahlen Zweige wiederum umkleiden. Und es summt und schwirrt und jnbilirt unter dem blauen -Himmel im sanslen Glanze der Frühlingssonne. Die Schwalbe ist heimgekehrt zu ihrem alten Neste und die Lerche und alle gefiederten Genossen, welche vor des Winters Dräuen sich in weite Ferne geflüchtet. Und der Hymnus, der den Lenz begrüßt, er seht sich in entzückender Harmonie zusammen auS deö Veilchens Duft, aus des Laubes Rauschen, auS dcö Küfers Summen, auS dcS Zephirs Säuseln, aus der Lerche Triller, auS der Nachtigall Schlag — und er tönt auS in den Bollklang des das Universum durchhallenden Halleluja: כי נשגב שמו לכדו הודו .על ״ •ארץ ושמייםDaß Sein Name allein hocherhaben, daß Seine Majestät über Erde und Himmel sei." Das ganze Weltall strahlt Gottes Allmacht wieder, es ist der Ausfluß Seiner Kraft, die Offenbarung Seiner Größe. Er, dessen Schöpferwort die Welt in'S Dasein rief, Er ist es׳, der mit jedem Lenze frisches Leben erstehen läßt in Wald und An: Ihn verkündet der Böge! Sang, der Pflanze Blühen, das Keimen und- Sprossen, das Schwirren und Summen Millionen ans dem Winterschlaf erwachter Wesen. Er ist es. der sie ans der Erstarrung erlöste, und sie feiern Ihm in jedem Lenze das Fest ihrer Auferstehung und Verji'mgung. , So in der Natur. Und im Kreise der Menschen, in der Geschichte der Menschheit? Kehret da nimmer der Lenz ein? Ist hier Erstarrung ewiger Tod, für welchen niemals der Nnf der Wiederbelebung und Auferstehung ergeht? Eilt hier Alles den! Grabe zu, und ״was am Morgen sproßt und frische Kraft gewinnt, dem Abend zugewendet ist, der cS knickt und cS dorrt," so daß der Menschheit Frühling in ferner, grauer, mythenhaftcr Vergangenheit läge, und müde und altersschwach die Gegenwart einer trost- und hoffnungslosen Zukunft entgegen ginge? Führt die Bahn der Geschichte nur

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