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Jeschurun · 1883-03-15 · Heft 11 (15.3.1883) · p. 175

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
16 (1883)
Issue
Heft 11 (15.3.1883)
Article
Kollektiv-Berichte aus Ungarn [Nachricht]
Date
1883-03-15
Page
175 (sequence 4)
Language
German
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4) Einleitung in תנ״ך mit Benutzung geeigneter | Kommentatoren.! 5) Einleitung in die Midrasch Literatur.; 6) Mehrere Stunden wöchentlich Vorträge ans! dem מגן אברהם. ' 7) Desgleichen aus religions-philosophischcn Werken, B. חובת הלבבות• | Soweit korrespondirt unser Lehrplan mit dem i Surünycr. Doch wir verlangen ferner: 8) Praktische Anleitung zum Berständmß der Targumim. 9) Hebräische Grammatik und;0) Jüdische Geschichte. (Möchte nur hierfür ein zuverlässiges, gutes Handbuch cxistircn!) Wir verlangen außerdem, daß mindestens 5 Jeschiboth dcsignirt werden, an welchen a) vornehmlich die Rituale Ouclices טוריים ושלהן ערוך vorgetragcn werden sollen, um denjenigen Jünglingen, welche sich zum Rabbineramte heranbildcn wollen, Gelegenheit zu bieten, die für die rabbinische Praxis unerläßlichen Kenntnisse sich gründlich auzueigncn; und U) besondere ^Rücksicht auf das Bertrautwerden mit der Ncsponsenlitcratnr zu nehmen sei. Jetzt aber sind wir bei dem eigentlich heikelsten Kapitel des Neorganisationsplans, bei den profanen Disziplinen, angclangt. Bevor wir unsere meritorischcn Vorschläge hierbei formulircn, möchten wir kurz unseren Standpunkt präzisircu. Nach allem bis jetzt in unserer Abhandlung Porausgcschicktcn ist cs unbedingtes Erfordcruiß, daß unsere Jeschiboth fernerhin nur die eine Aufgabe kennen dürften, nicht einseitig gebildete Theologen und Talntudisten zu erziehen; sie haben vielmehr ihre Zöglinge auch für das praktische Lebet! לישוב: העולם hcrauzubildcn, zu Männern, welche durch einen ehrenvollen Beruf und nicht, wie dies leider למיון ההורה so häufig geschieht, durch den unausgesetzten Appell an die Mildthütigkeit der Bemittelten sich להם לאכול ומר ללבוש, eine gesicherte und geachtete Existenz zu erringen im Staude sind. Schon der ״Kampf um's Dasein" allein erheischt gebieterisch auch von den ישימה einige Konzessionen — man mag sich auf einen Standpunkt stellen, wie auch immer. Wir unsererseits sind von der Ucberzcugung tief durchdrungen, daß das Judeuthum und seine erhabene Wissenschaft das Licht der allgemeinen Kenntnisse nicht zu scheuen haben, daß Glauben und Wissen, Thora und Philosophie sehr wohl mit einander harmouircu. Wir haben nicht uöthig. aus vergilbten Blättern der Geschichte hierfür thatsächliche Beweise zu suchen, wir finden sic in der lebendigen Gegenwart unter hochverehrten, für die Erstarkung und Kräftigung der ״jüdischen Orthodoxie" seit Jahrzehnten in heiliger Begeisterung und mit großem Erfolg wirkenden (רולים וצדיקים — ego aut ein ncMnincm nomino! Doch wir 1 haben oben schon angedeutet, daß wir unter den nun einmal in Ungarn thatsächlich obwaltenden eigeuthümlichen Bcrhältuissen im Interesse einer friedlichen Durchführung unseres Projekts in diesem Punkte äußerst behutsam vor gehen und uns nur auf das Alleruothwendigste beschränken müssen. Wir empfehlen demnach nur das Folgende: Für die ישימה sollen — nicht Professoren — wohl aber Lehrer bestellt werden zur Erthcilung des Unterrichts in den Eleinentarlenutuissen, als: Schreiben, Lesen, Rechnen u. dgl. m. Au größeren ישימה mögen die reiferen Hörer in den Nealfächern hinreichenden Unterricht genießen, damit die dem Lehrcrslaude sich widmenden Jünger in dem zu kreircudeu orthodoxen Lehrerseminar Aufnahme finden. Minder Befähigte, welche sich etwa zu שוהטים eignen, werden durch die Aneignung der Elementar- ' kennluisse befähigt, als brauchbare Kultusbcamte sich mit ihrer Familie anständig zu ernähren. Die Hervorragenden, aus welchen die zukünftigen י Rabbiner hervorgehen, werden Gelegenheit suchen und finden, niit vcrhältuißmäßig geringem Zeitaufwand sich höheres und umfassenderes profanes Wissen anzneignen. Eine auf dieser (Grundlage vollzogene Umgestaltung der ungarischen Jeschiboth wird diesen frisches Leben und neue.Kraft gewähren. Unsere בהורים werden sich fernerhin nicht von ihnen weg in's Seminar der Kougreßlcr flüchten, und die (Gemeinden dürfen alsdann keine Veranlassung mehr haben, den Protest jener; 208 Rabbiner zu ignoriren. — 311fcratc werden die Sipaltigc Petitzcile H Z A. | Ä jT tfiir bc״ Jul,ulk derselben übernimmt die oder deren Raum mit 25 Ps'g. berechnet. \ | | l K\ vff-fKcbaftion keinerlei Verantwortung. Jnserationsannahmc für Frankfurt a. M. anch bei der Buchhandlung von I. Kanfsman'n daselbst, ohne Preiserhöhung. Einen paedagogisch gebiltctcn, gut cm- ' psohleucn und streng religiösen .Hauslehrer suche ich vom 1. April d. I. ab;11 engagiren. ' Kost und b'ogis im Hanse, Gehalt angcl A. -Aron. in Firma F. hanrwitz L (Lo.,! Königsberg in Preußen. I Knaben, die hiesige Lchnlen besuchen, finden Ausnahme, gewissenhafte Beaussichiignng, A'achhilse in allen Unterrichtsfächern bei M. Schweitzer, Lehrer Frankfurt a. M., Obcrmain-Anlage 20. Beste Referenzen. In einem s. respeltablcn Israel. 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