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Jeschurun · 1883-03-15 · Heft 11 (15.3.1883) · p. 161

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Journal
Jeschurun
Volume
16 (1883)
Issue
Heft 11 (15.3.1883)
Article
Der erste Adar und unsere Synagogen
Date
1883-03-15
Page
161 (sequence 1)
Language
German
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XVI. Jahrgang. Ha״»°ver, .^״ j|־Ä;׳.Ä*__ XV (v yv> xfS M 11. fr fv Ky w׳ v״ ptr Fördenmg jüdische!! Geistes und jüdische!! Lebens in HanS, Gemeinde und Schule. §M׳üm!l.׳l von Sanisoil 9iNPhael Hlefch, JMfmia• 11. ^stnefiiififtni /1rPi[|ions(]cfriTtf1af} >,11 dPrnulfiirt a. ill. 3leue ^olge. Erster Jahrgang. H?ransgegeben unter Mitwirkung des Begründers und bewährter Genossen von A/ttNc Juirfdj. Diesc 2£0d)enjdjrift cridjcuit iebni 'D 0 mm• s t a;ן mindestens 2 Bogen stark. — Aboimenienlsprels!׳ei allen 1־' ofta nft a 11 cn nnd B11 d) 1) a 1t M11 n;ן e 11 1IJC. .'׳(> für bas Bieneljabr. Der Buchhandel verkehrt durch die Helivi n chs.che Berlagsbnchhand. lang zn Hannover — Die Expedition versendet auch direct nnd franko unter Dtreisband dcit Jahrgang für 12 J6. ober 7 Gulden vsterr. Währ, nach Dentschland nnd Desterreich׳. für I I -16. oder IS Ir. nach den Ländern des Weltpostvereins. — An;cigen werden mit 25־>.^ f. d. :;gespaltene Petitzeilc oder deren :!!.rum berechnet. — Gxpe ditiom Hannover, Theodorstr. 51. Vir erinnern an die rechtzeitige Ernenernng des Abonnements vor dem 1. April d. I. Tic Erpcditioil des ״Jcslhimm". Dcr rvlk Mn 111li> nufere Simatjoijen. (Lchllist.) Daher soll dieser Gedanke, daß cs die gemcinsaine Stätte der gemeinsamen Gotteshnldignng, der gemeinsam zu erstrebenden Lebenshcilignng, der gemeinsam zu vollziehenden Erncnernng unseres Bändnisses mit Gott sei, in jedem Augenblicke uns erfüllen, in welchem wir das Gotteshaus betreten, und uns keinen Augenblick verlassen, so lange wir in ihm verweilen. Dann wird die Ehrfurcht, die einen Jeden erfüllt vor der Heiligkeit des Ortes nnd der Aufgabe, Beitrag zur Erhöhung der Wcihestimmnng der Genossen. So sollte es sein. Unsere Weisel! sahen sich daher vor die Aufgabe gestellt, Anordnungen zu treffen, um die Erreichung dieses Zieles zu sichern, also eine ״Synagogcnordnnug" zu entwerfen, wie man sich modern ausdrückcn würde. Karakteristisch hebt sich auch hier die Weisheit unserer Weisen von — derjenigen der Modernen ab. Was hat nicht diese festere auf : diesen! Gebiete geleistet, dem einzigen, das ihr noch j vom Jiidenthnm übrig geblieben! Was steht nicht! alles in einer solchen modernen Syuagogenordnung,! welch köstliche Blasen hat nicht das legislatorische Genie 1 vereinigter israelitischer Rabbiner nnd Synagogcuvorj stände da getrieben! Wie sind da alle möglichen nnd i unmöglichen wichtigen Fälle vorgesehen! Da merkt j man nichts von der sonst so sehr betonten Gegnerschaft! gegen talmndische Kasuistik. Freilich, wo das eigentliche! jüdische Leben geschwunden ist, lvo die Synagoge auf- ■ gehört hat, ein בית תבנסת und בית התבלח im; jüdischen Sinne zu sein, lvo an die Stelle der tief; innerlichen, den ganzen Menschen in Anspruch nehmenden; und erschütternden Arbeit kalte seelenlose gottesdienstliche - Eeremonien getreten sind, da muß die Stelle der alt-; jüdischen ,בונד der kalte seelenlose äußere Anstand vertreten, und da sind denn anch Eeremonienmeister ganz 1 am Platze, und gottesdienstliche Dekorateure können! ihr Licht in schönen Entwürfen nnd Festarrangcmcnts! leuchten lassen.! Wie ganz anders unsere Weisen. Freilich hatten | sie בתי כנסיות im Auge und wollten nur alles bc-;!'eiligen, was deren Karakter verdunkeln nnd ihre Bc- 1 slimmung gefährden könnte. Da sprachen sie nur einige lvenigc Sätze aus, durch deren Befolgung aber nnscre Synagogen zu verjüngten Heiligthümern wurden und

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