Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 16 (1883)
- Issue
- Heft 10 (8.3.1883)
- Article
- Der erste Adar und unsere Synagogen
- Date
- 1883-03-08
- Page
- 145 (sequence 1)
- Language
- German
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XVI. Jahrgang. Hamiolicr, den ^0. Adar 56-43. 8. Mär; 1883. /Cr Ü[LuIpn$tIjrif{ Zur Förderung jüdischen Geistes und jüdischen Lebens in Hans, Gemeinde und Schnle. Aegrümlct Iw» SlMlfoii Dtrtpfjiicl Hirsch, iinßf'inrr 11. SJsrocfitifificn ficfigionsgcfclfifinft zii^mnlchnci ll.Ä. Neue Folge. - Erster Jahrgang. Herausgegeben unter Mitwirkung des Begründers und bewährter Genossen von. Asaac Kirsch. Diese LJochcm'chrift erscheint jeden Donnerstag mindestens 2 Bogen stark. — AbonnementSpreiS bei allen Bostanstalten und Buchhandlungen 2 J6. 50 für das Vierteljahr. Der Buchhandel verkehrt durch die Helwing'sche Berlagöbnchhandlnng zu Hannover. — Die Expedition versendet auch direct und franko unter Zlreisband den Jahrgang für I2ci& oder 7 Gulden österr. Währ, nach Deutschland und Oesterreich-, für U t46. oder 18 Fr. nach den Ländern dcS Weltpostvereins. — Anzeigen weiden mit 25^ f. d. :!gespaltene Pctitzeile oder deren Nainn berechnet. — Gxpcdili on: Hannover, Theodorstr. 5. cintretenden^lbottttenLetrwerden die bisher erschienenen Nninmern nachgeliefert. Dir Expedition des ״Jcschnrml". Der erste Idar und!insere Aijnagageit. באחד באדר משמיעי; על השקלים ונו׳ רמתקנין את הדרנים וני ועוש ין בל צרכי הרבים ומצייני; את הקברות וגי שקלים א׳א׳. Der erste Adar brachte einst den Aufruf an jeden jüdischen Mann, durch die Schekel-Spende seine Zngchörigkcit zu dem göttlichen Heiligthume zu bekunden, damit auch er in den Nationalopfern vertreten sei, mit welchen die jüdische Gesarnmtheit sich ihrem Lebens- Hirten in ewiger Jngendfrischc, Kraft und Bereitschaft huldigend unterstellte. Ter erste Adar wollte damit in jedem Einzelnen das Bewußtsein der Pflichten beleben, welche er diesem Heiligthum gegenüber habe. Der Adar brachte aber ebenso die Aufforderung an alle Gemeindebehörden, eingedenk zu sein ihrer Verpflichtung, ן für alle öffentlichen Bedürfnisse zu sorgen, die jüdischen > Felder von allem Gesetzwidrigen zu reinigen, die ösfentj lichen Straßen und Brücken in Stand zu setzen, jede Stätte der טומאה als solche zu zeichnen, überhaupt ein offenes Auge zu haben für alle Schäden und die bessernde Hand zu legen an Alles was der Herstellung, Aufbesserung und Vervollkommnung bedürftig sei, damit an dem wicderkehrendcn Feste der Natioualgeburt die jüdische Gcsammthcit sich aller ihrer Institutionen nicht zu schämen habe. So schaute der Adar ein reges Leben sich entfalten im jüdischen Lande und mit dem erwachenden Keimen und Sprossen in der Natur bezeugten es die Einzelnen und die Gesammtheitsbehörden, daß auch sie lebendig und wach und eingedenk seien der Pflichten gegen das Hciligthum. DaS hehre jüdische Nationalheiligthum, das bcstimmt ist einst das Hciligthum der ganzen sich um j Gott sammelnden Menschheit zu werden, es ist von der? Menschen geschwunden und fern noch scheint die Zeit, wo! Wahn und Haß und Leidenschaft gewichen von den! Menschen und das Gottcshciligthnm als Mcnschheitstem-! pcl neu ersteht ans Zion. Und die wir im jüdischen! Lande Zion's Geist verschmähten, wir sind noch hinaus- ■ gestreut durch die Zonen, durch die Länder, um fern | von Zion als Zion's ächte Söhne und Töchter zu erstehen. Doch wenn wir auch kein gemeinsames Nationalheiligthnm haben, so tragen unsere בתי כנסיות, die Stätten, in denen die einzelnen jüdischen Gemeinden sich ״sammeln," um vor Gott in gemeinsamer Geistesarbcit sich mit dem Bewußtsein der Anforderungen deS