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Jeschurun · 1883-03-01 · Heft 9 (1.3.1883) · p. 129

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
16 (1883)
Issue
Heft 9 (1.3.1883)
Article
Das jüdische Herz und das jüdische Pflichtgebot
Date
1883-03-01
Page
129 (sequence 1)
Language
German
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in Haus, Gemeinde und Schule.!?cgriiitik’i von ©fllllfon 9iflpl)flci .pirfd), ilaßBinrt11 ־. Jsrnffiiiftfin! J1rfi1ji011f!gfff![fif1af[ juifrnulifitrt a. Hl, Neue Folge. Erster Jahrgang. HerauSgcgcben nnkr Mitwirkung o:ö Begründers und bewährter Genossen von Asttilc Hirsch. Diese Wochenschrift erscheint jeden Donnerötgst :nindestenö 2 Bogcn stark. — AbonnclncntsprnS bei allen 0ftauft aItcn unb Buchhandlungen l2 J6. '>0 für das Bicnttsahr. Der Buchhandel verkehrt durch die Hclwing'sche Berlage>bttchhandluug;n Hannover. — Die Expedition versendet auch dircet und franko unter Streifband den Jahrelang für 112 <46 oder 7 Gulden ösierr. Währ, nach Deutschland und Oesterreichinr 14 <46. oder!8 Fr. nach den Ländern dcS Weltpostvereins. — An;eigen werden mit s. d. :!gespaltene Petrt;cile od׳r deren Raum berechnet. — Expedition: Hannover, Theodorstr. 9?en eintretendeir Nbottnellten werdm! die bisher erschienenen Nummern nachgeliefert. Die Expedition des ״JcsGmm". Das sildisllje Zerr und das DW Michtgehot. III. Wir habe!! an der Hand des Wcw^usworlcs Rabbi Iehnda den Vethera's gesehen, wie das Mizwa- Leben jenen זירה, jene geistige Frische unb sittliche Rüstigfeit und Schulung gewährt, durch welche wir jeder ,מצוד gegenüber uns stets ״im Dieilste" fühlen, in diesem ״Dienste" unsere eigeilttichc Freiheit erblicken und erst in diesem ״Dienste" unsere wahrhaftige Selbstständigkeit 'erlangen und bewäh'ren. Wir haben ferner gesehen, wie wenig diese Schulung selbst für die Pflege der Zwecke der Wohlthätigkeit entbehrt werden könne, für die dach in dem angeborenen menschlichen Gefühle ein geborener Vertreter überall gegeben erscheine. ES gicbt aber einen großen Kreis wichtigster humaner Interessen, die in keiner Weise daö gewöhnliche Menschlichkcitsgefühl anregen, denen gegenüber dasselbe auch in seinen Weihemomenten tiefster Ergriffenheit und hochherzigster Impulse vollständig kalt bleibt, während das in dem Mizwa- Leben durch זירה und היזוק geschassene üchtc jüdische Herz gerade in ihrer hingebnngsvollen Pflege seine herrlichsten Triumphe feiert. Denn es giebt nicht bloß einen materiellen, cs gicbt auch einen noch viel weiter verbreiteten geistigen und sittlichen Nothstand, und für dessen Bekämpfung und Linderung ist cs unendlich schwerer, Menschen zu erwärmen und Herzen und Hände zu öffnen. Diesen Gedanken führt R. Schimeon den Iochar zu unserer Gesetzesstelle aus. רבי שמעון בן יוחאי אומר אין צווי בנל מקום אלא חסרון ניס שנאמר צו את בני ישראל ויקהו אליך שמן זית זך צו את בני ישראל וישלחו מן המהנה צו אה בני ושראל־ ונתנו ללוים צו את בני ישראל את קרבני לחמי הא אין צווי בנל מקוב אלא חסרון ניס הרן מאחר ני אתם נאים אל הארץ׳ לזרזם חילוק הארץ. 9f. Schimeon ben Iochai lehrt, der kategorische Imperativ des צווי sei vor allem da nothwendig und übe vor allem da seine schöpferische Kraft, wo cs gelte, materielle Güter für ideale Zwecke einznsetzcn, die nicht direkt das materielle Leben fördern. So wo es gelte, Mittel bereit zu stellen, mit denen zunächst nicht Leben, - sondern Licht geschaffen werde. Ebenso wo eS der

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