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Jeschurun · 1883-02-22 · Heft 8 (22.2.1883) · p. 113

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Journal
Jeschurun
Volume
16 (1883)
Issue
Heft 8 (22.2.1883)
Article
Das jüdische Herz und das jüdische Pflichtgebot
Date
1883-02-22
Page
113 (sequence 1)
Language
German
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M 8. V v׳ iir Förderung jüdischen Geistes und jüdischen Lebens in Haus, Gemeinde und Schule. ^ezrüiliiet vo» SlUIlfvN 91(tpfjttcl .'ötrfcf), iiafifnncr 11. üsrnefifififu’ii ilrfigion8gffcff'flafl 511;ftmi&fnct a. Ä. Neue Folge. - Erster Jahrgang. Hcrausgegeben unter Mitwirkung des Begründers und bewährter Genossen von Asmtc Kirsch. Diese Wochenschrift erscheint jeden Donnerstag mindestens 2 Bogen stark. — Abonnementsprciö bei allen Bostanstalten und Buchhandlungen 2 M. 50 für das Vierteljahr. Der Buchhandel verkehrt durch die Hclwing'sche Vcrlagsbnchhandlang;n Hannover. — Die Expedition versendet auch direct und frattf 0 unter Streifband den Jahrgang für 12^/L oder 7 Gulden österr. Währ, nach Deutschland und Dcsterreichfür 14 oder 18 Fr. nach den Ländern des Weltpostvereins. — Anzeigen werden mit 25^ f. b. :jgespaltenc Petitzeilc ober deren Raum berechnet. — Expedition: Hannover, Theodorstr. 5. Neu eintretettdettUbonnenten werden die bisher erschienenen Nummer» nnchgeliefert. Die Expedition des ״Jcschunm". Dos Wis^e Her; rr!!d das siidische Michtgedot. II. Wir haben versucht, mit schwachen Zügen die Wunder des נזיד ולדורות zu zeichnen, der alle Geschlechter zu einer Einheit zusammcnschließcndc!!., mit gewaltiger Hand sie alle auf ein und dasselbe Gebensziel richtenden und in einer und derselben Lebensbahn erhaltenden Wunderkraft, welche nach dem Worte der Weiset! dein Wesen des צדדיי, des jüdische!! Pflichtgebotcs iunewvhnt. Was aber ist es-, das dem Pflichlgcbotc diese Kraft verleiht? אין צווי ככל מקום אלא זירוז, lehrt Rabbi Iehuda den Bcthera, denn es heiße: צו את יהושע וחזקתו זח ,ואמצהו heißt rüsten, antreiben, sporneu, ״mobil machen", und nun!!!eint R. Iehuda, daß alles, was uns als Mizwa ausgesprochen sei, eben dadurch mit einem imperativen Mandate uns entgegentrete, welches! keinen Widerspruch dulde, keine Weigerung aufkommen j lasse, jede Ausrede, jede Entschuldigung unmöglich mache. Denn eine jede ,מצוד ist ein Defeh l unseres Gottes, mit jeder מצוח tritt uns Gott als höchster Herr und Befehlshaber entgegen, der nicht fragt nach unserer Ansicht und nicht fragt nach unseren Wünschen. Sein ist der Befehl und unser ist der Gehorsam. Jede מצוה wendet sich au uns als צמא, als Glied seines Heeres; sic ist der Posten, den in diesem Augenblicke unser Höchstkommaudircuder uns anwcist. Sowie jeder Angehörige der Armee, welches auch immer sein Rang sei, so lange er im Dienste, nicht sich angehört und nicht seinen Willen anszuführcu hat. sondern seine Weisungen von Oben erhält; so wie der Beamte ״im Dienste" seiner dienstlichen Obliegenheit nachzukommen hat, gleichviel ob cS ihm genehm ist oder nicht, ob er dazu dispouirt ist oder nicht, ob er heiter oder verdrießlich, glückselig oder gramgebcugt ist, — der ״Dienst" verlangt's, da giebt cs kein Besinnen, kein Ueberlegcn, da gilt es nur, alle Aufmerksamkeit und alle Kraft auzuspanncn, um die ״dienstliche Obliegenheit" genau zu erfassen und sie mit Eifer und Geschick in möglichster Vollendung auszuführen —: so findet alles was ihm als .מצוד entgegentritt den jüdischen Menschen stets —• ״in! Dien st." Und er hat keine ״Dienstzeit" und keine ״Dicnststunden." So lange ihm Gott Leben

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