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Jeschurun · 1883-01-11 · Heft 2 (11.1.1883) · p. 26

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Journal
Jeschurun
Volume
16 (1883)
Issue
Heft 2 (11.1.1883)
Article
Betrachtungen über die Judenfrage in Deutschland
Date
1883-01-11
Page
26 (sequence 2)
Language
German
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Am heil ftn der gedeihlichen Attsbildnng des deutschen Volks-! karaklers. Wenn cs berechtigt sein konnte, ihn׳ ans! dem deutschen Volle als fremd!)mau^iimetfcii, so könnte man ebensowohl dem Thüringer׳ öden Schwaben die Zustnnmeligehöriglcit-׳ zumdeutschen-Volke absprechcn.׳ Ob der Urahne der arischen -deutschen -VoUsstümmc in Zentralasien das Licht der Welt erblickte»׳ oder ob der Slamrnvater der deutschen Semiten-in Wcstasten seine .Wiege hatte, das kann ans die ׳Rechte ihrer zu ״einem Volke heilte verbundenen-späten Enkel feinen־(Siiiftujj■ aiKMibcn; Die Vorfahren - der - beiden Enkel sind'vor Hunderten von״Iahren an die User des Nhcin'S, der: Weser» der Elbe und oberen Donaugekommen- und haben sich dort angesiedelt.- Wer ׳von-ihnen früher hier, war, der Ahn des -heutigen. Brandenburgers-׳ oder des heutigen׳-Inden, das vermag wohl!'Niemand ״mit Be-׳ siitttnilheit zu entscheiden. Die Frage ist aber׳anch völlig ntüssig, das Früher-oder Später ist -hier völlig irrelevant. Ein nach Jach׳Hunderten zählendöS - Zn-- sammenlcbcn genügt vollkommen, uin jeden Anspruch auf ein größeres Recht -des -Emen und' jeden VeHnch, die- Minderberechtigung des Anderen ׳ zu behaupten, znrückzmveisen.- Seit nachweislich fünfzehnhundert Jahren mindestens,!heilt der bcutfd;c Semite mit dein deutschen Arier das gleiche Geschick-, spricht mit ihn! diesilbe Sprache, bewohnt mit ihm denselben Erdstrich'— das sollte nicht genügen, diese Beiden, den Arier und'׳den Semiten, .zu einem Volke zu vereinigen?! Aber es giebt noch ein weiteres Moment,-welches gerade den semitischen׳ Stamm zu allen übrigen Stämmen, welche-das heutige deutsche Volk bilden, in eine innige Beziehung bringt, ein ׳Moment, welches wie-kein -anderes geeignet ist, das Gefühl der Zusannneugehörigkeit zu kräftigen und zu befestigen, ein Moment, welches auf die Gestaltung der Kultur, Sitte ׳und volksthümlichen Aiischanung einen sehr wesentlichen ׳Einfluß ansgeübt har׳ und ansübt. Wir׳ sind nämlich -der Ansicht, daß die deutsche Kultur und Sitte in nicht geringem-Maße von׳ dcmienigen Geiste getragen und gepflegt wird, welcher ans 'dem ״Buche der Bücher", der heiligen Schrift,׳ in alle Kreise der׳ verschiedenen ״deutschen Stämme gedrungenist. Und-dieses Buch der Bücher entstammt jüdischen Händen, denen es der Vater der Menschheit -lür -die׳Menschheit anverrrant-hat. ׳ Wer sind Abraham. Isaak, Jakob, Joseph.'- MoscS, Aharon,״ Samuel, David, Salomo. Iesajah, Jeremias,-Ezechiel? — sind es nicht jüdische Männer,׳ an deren- Leben und Beispiel/ an-deren geistigem Vermächtnisse ׳ sich - däs - deutsche -׳Volk' bildet und erhebt, zu denen es seine Kinder-verehrend-ausblicken lehrt? Nicht - die Geschichte Tnisko's . und Mannus', —--die-Gcschichteider׳Stammväter des semitischeu Stammes -wird -dem zarten Gcmiühe der deutschen Jugmd - emgeprägt/ auf-׳'daß '-sie ״indiesen ״erhabenen menschlichen Gestalten ihr Vorbild erkenne und, ihnen! nachahmend, Gottverkraucn,׳ Gchorsqm, Milde, Gercchtigfeit, die Seligkeit des Bewußtseins treuer Pftichterfüllung lerne.׳ David.׳; des -indischen״!Sängers. Harfe timt'.in dem Gemüthe des deutschen Volkes und bringt Trost und Heiterkeit; die Reden der jüdischen Gottesmänner wecken die Herzen der Deutschen zur Begeisterung, und das durch Moses/- den jüdischen Propheten/ verkündete Gottesgesetz bildet die Grundlage deutscher Sitte und Ordmmg. (Fortsetzung-folgt.) * Brvdy״ und -die rnssisch'-Msche Emigration von׳ Leo- G o l d e n st e i n.׳ I 682. KomntissionSverlag Kausfmann. Frankfurt a.-M." — Vrödy'wär eineder Hauptstätten, in welchen-die aus Rußland geflüchteten׳ Inden zunächst Sicherheit und Rettung snchteü. Tausendedieser Unglücklichen :fanden daselbst! hnlfsbereite Hände'׳ und brüderlich fühlende Herzen -zur Linderung ihrer׳ Noth. In -Btody trafen deshalb auch Vertreter der englischen, französischen׳ und ' deutschen׳ Hülfskomites ein, um das HülsSwerk, für' welches begreiflicher Weise Brody -allein zu schwach war, zuvollführcn.׳ Die Thäligkeit dieser allgemeinen Vereinigungen ׳ daselbst' schildert׳ die - vorliegende Schrift, welchedeshalb ein besonderes Interesse in' Anspruch nimmt. Verordn!׳.!!!! für -das rituelle- Mazzothbackcn. In' sehr paffeuber Weise sind hier die - wesentlichsten Bestimmungcn kurz und allgemeinverständlich zusammen-׳ gestellt,׳ welche bei der Bereitungder Mazzoth im Back- Hanse zu beobachten sind.: Es empfiehlt, sich diese- ״Verordnung," welche zu - diesem Zweckeans Leinwand׳' gezogen - ist,-in den Mazzoth-Bäckstnben .anzuhcsten und ' aus eine genaue Beachtung derselben zu dringen. ׳־,המדריך talmndische׳ Chrestomathie, für den ersten Unterricht im Talmud von Abraham׳ Singer, Bezirksrabbiner in Vür-Palota und Wilhelm Singer. ׳ I. n. iL Preßbnrg. 1882.' — -Das Studium des ׳' Talmuds - der Jugend - zu erleichtern und׳ insbesonderedie mit ׳ vielen anderen UntcrrichtS-Gegcnstäüden in Ansprach genommenen Knaben in das weite talmndische Gebietcinzuführcn, ist die Idee, welche die Herren׳ Verfasser ׳geleitet-׳ hat.--. In geschickter AuswahlunlH Anordnung ist in diesem Werke das Material׳׳zusammen^ gestellt, um vom Leichtern zum Schwereren übergehend,'׳ auch in der begrenzten Zeit, welche den Schülern für den Talmud -zur Verfügung steht , die - Bekanntschaft - mit demselben,׳ sowohl in ׳Hinsicht der Sprache,׳ wie der Möthodezu - fördern״ und ihren ׳ Eiset ׳ für׳ das׳«

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