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Jeschurun · 1868-07-01 · Heft 10-12 (Juli 1868) · p. 359

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
14 (1867-1868)
Issue
Heft 10-12 (Juli 1868)
Article
Der Schomre-Hadath-Verein in Ungarn
Date
1868-07-01
Page
359 (sequence 7)
Language
German
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Äon vr. N. H. Kraft irre werden zu lassen, die berufen gewesen wären, in die Breche zu treten, für die gerechteste Sache das Wort zu erheben, und die Angriffe auf sie als das zu manifestiren, was sie sind- Und ebenso andererseits, die Ueberzeugung von der siegreichen Kraft des anvertrauten Heiligthums, sein Charakter als das ewige Wort Gotte.s, in dessen Hand ja die Leitung der Geschicke, ward das Motiv für eine Unthätigkeit, für ei» schmerzersülltes, stilles Sich-Zurückziehen gegenüber den Eingriffen, das sich noch immer bitter gerächt. Der Verein der שומרי הדה ist ein Protest gegen diese An sch au u n ge». In seiner Gründung liegt es anerkannt, daß die Complication der Verhältnisse im Namen des Gesetzes, zur Sicherung seiner Erfüllung, die wehrende That zur Pflicht mache, besonnenes und begeistertes Handeln fordere. ״Der Verein ist unauflösbar,, n a chd em dessen Beruf auf ewigen, unwandelbaren religiösen Satzungen der jüdischen Lehre beruht —" lautet einer der Schlußartikel der Statuten. Freilich bedarf es nicht unserer Sorge um die Existenz der Lehre. Sie überwindet die Hindernisse aller Zeiten. Die Geschichie bezeugt es. Aber diese Lehre ist der Menschenhand anvertraut, will unter, dem Wechsel unterworfenen irdischen Verhältnissen, unter jeder Constellation des Lebens verwirklicht sein. Nicht dem Gesetze— seiner Erfüllung, unserer Aufgabe gilt die Sorge. Sie zu sichern; die Gefahren, die die Gcsctzestreue und Pflichterfüllung bedrohen, zu besiegen, indem man sie, ihr Wesen, ihre Ursache erkennt, ihnen unverzagt in's Auge blickt und entgegentritt; uns und unser!! Nachkommen die Möglichkeit zu erhalten, Juden zu bleiben in dem ganzen Ausiuaß der G.setzesanforderimge!!, — dafür gilt es wach und thätig, שומר הדת zu fein, ltud darin!! ist es ein Verkennen seiner Zeit und seiner Aufgabe, für die traurige Entwickelung der jüdischen Verhältnisse nur den ״babylonischen Trost" zu haben, iu dem Glauben, es genüge in einer solchen Zeit sein individuelles Leben dem Gesetze conform zn erhalten, während man dann doch gleichzeitig es schon nicht mehr wage» darf, dem Prüfenden! Blick das Leben seiner Kinder zu unterziehen. אין סומכין על הנס; man ist nicht berechtigt von Gottes Führung das zn erbitten, was er von nuterer Hand erwartet. — Wer sein Recht nicht vertritt, der cedirt damit mindestens dessen praktische Consequenzen; und wer den Angriffen aus seine Existenz inüssig znschaut, den wollen bald die Verhältnisse

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