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Jeschurun · 1868-07-01 · Heft 10-12 (Juli 1868) · p. 302

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
14 (1867-1868)
Issue
Heft 10-12 (Juli 1868)
Article
Ha-azinu und die Gegenwart
Date
1868-07-01
Page
302 (sequence 4)
Language
German
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M -־'־ Eine große Frage aber ist es, die'das Wort, von bem Md für das-Himmel und ׳Erde zeugen, immer Mieder und Wieder, Mit Unabweisbarer, immer erneuter Macht, Israel, seinem Volke, vor die Seele ruft, eine -Frage, von deren unabweisbarer Gewalt ss das Wiedererstehen eines jeden feiner Sendungvergeffenen jüdischenGefchlechts erwartet, eine Frage, vor der ein 'solches Geschlecht darum gern Nutz' und Ohr verschließt, die dessen Letter, die Gewalt:dieser Frage fürchtend, lieber aus dem Buche -seines Lebens!streichen mochten, die daher -der Meister fein« ׳Lebens Mit -großer -FEurschrtft vor die Augen rückt, ׳-und diese Frage, mit welcher ein!jedes Geschlecht sich seine Gegenwart zu beleuchten, und welche ein ׳jedes Geschlecht auS seiner Gegenwart ׳sich!zu -deuten und klarzumachen cherUfen wäre, diese Frage, die eine gott- und gesetz-vergessene Zeit sich so gern verschwindend Min -zu machen versucht, diese große ׳Frage 'lautet:?ך, לל' חגסלו זאת ,Ms» das ist's, was ihr 'Gott zur!Grwiederung zollen wollt?" Das soll der Dank, soll die ,׳Frucht" sein, die aus einem 'weltgeschichtlichen Gange sonder gleichen, aus einer weltwaltenden Fürsorge ohne Beispiel, die euch Gott gehen Und erfahren ließ, Ihm reifen soll-? In 'solcher Ihn und feinen Auftrag verleugnenden Ueberhebung, in solcher ihn und seinen ׳Auftrag verleugnenden Vermessenheit 'soll die Botschaft enden, in welcher Gott euch als seinen ״Sohn" und seinen ״Diener" gesendet,׳mit einer solchen — Ihn und seinen Auftrag auszischenden-lächerlichen Farce das einziggroße Gottesdrama schließen, das Er im Anblick des Himmels und der Erde angekündigt, und Himmel und Erde zu Zeugen für dessen Vollbringung bestellt? Darum hätte Gott euren Ahn, der die Götzen seines'Vaters zerschlug, erwählt um aus ihm ein Volk herzustellen, vor dessen welthistorischem Gange durch'die Zeiten die Götzen der Völker ihre Altäre verlieren sollen, -damit nach halbvollendetem'siegreichen Gange die Enkel dieses Volkes ׳die dem Einen Einzigen geweihten Lebensaltäre ihrer Väter zerschlagen, und sich vor den'Augen der Völker 'einem Heidenthum in die Arme werfen, dessen Uebcrwindung Gott als die einzige Bedeutung und Bedingung ihrer völkergefchichtlichen Existenz gesetzt? Darum chatte Gott 'sein Volk in -der ägyptischen -Knechtschaft und in dem phönizischen Zusammenleben die - ganze Wucht -der socialen und-sittlichen . Entartung fühlen und kennen gelehrt, die jedem Menschen- und Böl-

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