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Jeschurun · 1868-04-01 · Heft 7-9 (April 1868) · p. 211

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
14 (1867-1868)
Issue
Heft 7-9 (April 1868)
Article
Pineas-Elijahu
Date
1868-04-01
Page
211 (sequence 7)
Language
German
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Pineas-Elijahu. 211 und dieser nach siebentägiger Regierung dem Verschwörer Omri erlag, war die einmal emgeleitete israelitische Reform in sünszig Iahren so stetig בהבליהם fortgeschritten, daß, als nun Omri's Sohn, Achab, den von israelitischer Reform getragenen Thron bestieg, diesem das jerobeamische System noch als ein viel zu ängstlich kleinlicher Halbfortschritt erschien, und er es nun wagen konnte ganz mit dem Gotte und Gesetze des Judenthums zu brechen, sich in Jsabei eine sidonische Königstochter zuzugesellen u»d in der neuen Residenz des israelitischen Reiches den förmlichen sidonischen Kult des Baal und der Aschera einzuführeu. Vor diesem Achab, oder vielmehr vor Jsebel, die ihn und das Reich beherrschte, mußte Alles Weichen, was noch an den Gott des ״alten Judenthums" erinnerte, sein Bündniß wurde verlassen, seine Altäre zertrümmert, seine Propheten erschlagen, in Höhlen flüchtete sich was von Propheten des alten /Judenthums noch übrig war, nur siebentausend Knie, gab es noch die nicht sich dem Baal gebeugt, und achthundertundsünfzig Predtger des Baals und der Aschera aßen ihr Brod an Jsebels Tisch! Da trat zum zweitenmal Pineas Geist in Elijahu dem Thisbi auf, und warf das Streitwort der Wahrheit hinein in die Harmonie der vom Thron herab Geister umnebelnden, Sinne verstrickenden Baal-Aschera-Religion. Im Namen Gottes, des Einen Einzigen, hatte er das stolze Lügenwerk Jsebel's an seiner Wurzel gepackt, hatte für Jahre hinaus Hunger angekündigt, — nichtAchab's Macht, nicht Jsebel's List, nicht alle Beschwörungskunst der achthundertundfünfzig Baal-Aschera-Pfaffcn sollten Ein Tröpfchen Thau und Regen dem Himmel entlocken, bis wieder der Herold des Einen Einzigen den Bann löse, aus, daß die unerbittlich klare Himmelsreine der von Lüge umdüsterten Erde zeige, wer denn der Herrscher des Himmels und der Erde sei. Bis in's dritte Jahr hatte die Erde, die in Israels Mitte Altäre des Baal und der Aschera trug, vor Hunger geschmachtet, und Gottes Wort war wieder an Elijahu geworden: gehe, zeige dich Achab, ich will der Erde wieder Regen geben. ״Bist du es, Israels Trübsalbringer?" war des Königs Gruß, als er Elijahu's ansichtig wurde. ״Nicht ich," lautete Elijahu's Antwort, ״habe Israel Trübsal gebracht, sondern du und deines Vaters Haus, indem ihr Gottes Gesetz verlassen und euch

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