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Jeschurun · 1868-04-01 · Heft 7-9 (April 1868) · p. 206

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
14 (1867-1868)
Issue
Heft 7-9 (April 1868)
Article
Pineas-Elijahu
Date
1868-04-01
Page
206 (sequence 2)
Language
German
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206 Pmeas-Mjahu. Allein er hatte auch gesehen, wie »ur ״so lange man kein Unrecht I sieht in Jakob, so lange man kein Unglücksieht in Israel, nnd nur z so lange sein Gott mit ihm ist, als dessen Huldigung in ihm lebt", j daß somit wenn kein Schwerdt und kein Fluch von außen gegen s dieses Volk etwas vermag, sein Glück doch nicht bedingungslos ist, sein Segen nnd sein Fluch in seinen eigenen Händen liegt, mit der Treue gegen seinen Gott und mit der Reinheit seines z Wandels steht und fällt die Dauer seines Glück's — und so j war er doch nicht vergebens von Moab's König gegen Israel! berufen worden. Er hatte ihm das Geheimniß des jüdischen Glückes offenbart und damit ihm das Mittel zu dessen Erschütterung ' gewiesen. ״Suche das Volk zu verführen nnd du hast es besiegt," das war das Ergebniß der aramäischen Prophetie für Moab's Grauen vor dem ״Gottesvolk," nnd als ewiges ״Memento" für Jsraels Folgegeschlechter steht der gelungene Versuch, den Moab von dieser Maxime durch seine Tochter an Israels Söhnen in Schittim | gemacht. Mit einem das im Menschen schlummernde Thier zur Gottheit [ erhebenden Kult umstrickten moabitische Reize die jüdische Mannestugend, s beiniys בעל, dem ״Herrgott der Schamlosigkeit" war Israel verfallen : — und Gottes Zorn wider Israel wach. Die Häupter des Volkes wurden versammelt um an den Verbrechern Gericht zu üben, da führte j; vor Moses Augen, vor Augen des Volkes und der Versammlung! Einer der Volkshäupter, ein Stammesfürst selbst, seine fremde Buhle \ höhnend herbei — da sank der zum Volksgericht gehobene Arm, - s und an der Pforte des Gesetzesheiligthums, in welchem die Bestimmnng des Volkes ruht, und einem solchen Uebermaß der Entartung gegenüber, in welchem die Zukunft des Volkes begraben lag,׳ hatte ein Moses, hatten die versammelten Häupter des Volkes, nur die Ohrnnacht der Thränen — , Das sah Pineas, der Jüngsten Einer, sah in den Thränen - der Ohnmacht die Verzweiflung an seines Volkes Zukunft, stand, er, j der Einzige, aus der Mitte der Gemeine auf, ergriff den Speer,! ' eilte dem jüdischen Manne nach und dem Weibe, schlug sie beide ' I nieder, und hielt damit dem Sterben ein, das bereits im Volke bc- '׳ : gönnen. Vier und zwanzig tausend waren bereits vom Volke gestorben. Gott aber sprach zu Moses: ״Pineas, der Sohn Elasar's,

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