Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 14 (1867-1868)
- Issue
- Heft 6 (März 1868)
- Article
- Angela
- Date
- 1868-03-01
- Page
- 204 (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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■204 - Angela. zu tändeln und zu spielen, ihnen auch wohl Zuckerwerk zu reichen. Den Zucker aber, den die Kleine morgen erhalten sollte, den wollte sie zuvor mit einer recht unangenehmen Bitterkeit tränken und sie so dem Kinde in's Mündchen schieben. Ueber das Geschrei des Kindes, das unsehlbar hierauf erfolgen würde, wolle sie die größte Angst und Besorgniß äußern und darauf bestehen, daß die Wärterin selbst zum Arzte eile. Dieser müsse unverzüglich erscheinen, müsse das Kind untersuchen und erklären, es sei von einer bösartigen, ansteckenden Krankheit befallen, der kleine Leo dürfe um keinen Preis mit ihm znsammensein und sogar die Umgebung des gesunden Kindes müsse strengstens sich von der des kranken fern halten um das Miasma nicht auch auf den Knaben zu übertragen. Giuditta sollte dann erklären, die Wartung des kranken Kindes keinem andern überlassen zu wollen, sollte der Wärterin die Ueberwachung des altern Kindes übertragen und ihr dabei auf die Seele binden, keinem auch nur zu nahen, der das Krankenzimmer betreten habe. (Fortsetzung folgt.) Druck von NelnhoLd Baist,—- Redakteur Rabbiner Hirsch iu Frankfurt am Ma,n.